Preußen in den Befreiungskriegen.

1806-1816

Preußen tritt 1806 erneut in den Krieg gegen Frankreich ein. Der König vertraut dabei auf seine alten Heerführer und erleidet eine vernichtende Niederlage in der Schlacht von Jena und Auerstedt.
Preußen setzt den Kampf mit russischer Unterstützung fort und erzielt erste Erfolge. Trotz der Fortschritte endet der Krieg mit der totalen Niederlage Preußens.  Napoleon gedachte Preußen seinem Bruder Jerome zu vermachen.

Doch es kam anders. Der russische Kaiser Alexander I.  stimmte dem Friedensvertrag von Tilsit erst zu, nachdem ihm Napoleon zugesichert hatte, daß Friedrich Wilhelm III. König von Preußen bleibt.
Trotz der folgenden franz. Besatzung, bereitet sich Preußen im Verborgenen, militärisch wie moralisch, auf die Befreiungskriege vor. Die vom preußischen König eingeleiteten politischen und militärischen Reformen sichern ihm die massive Unterstützung der Bevölkerung Preußens und halb Deutschlands.

Preußen, gezwungen im Krieg gegen Rußland auf franz. Seite mitzukämpfen, vermochte nach Napoleons Niederlage in Rußland, dank des Engagements von Yorck und Seydlitz, seine Truppen zu schonen und ihnen in Tauroggen einen mit Rußland vereinbarten neutralen Status zu sichern.

Die Vorbereitung des Befreiungskrieges mündete in der Aufstellung der Schlesischen Armee, geführt von Blücher und Gneisenau. Im engen Zusammenwirken mit dem russischen Heer, gelingt es die neu aufgestellten Armeen der Franzosen zu schlagen. Ab der Schlacht bei Leipzig befindet sich auch Österreich wieder im Krieg gegen die Franzosen.

Blücher nutzt die Gunst der Stunde und treibt die Franzosen schneller, als es ihm die Politiker erlauben, vor sich her. Nach einigen Tagen Winterpause setzt er über den Rhein. Trotz der österreichischen Obstruktionspolitik gelingt es den Preußen und Russen Napoleon die Schläge zu versetzen, die seinen Untergang herbeiführen sollten.

Napoleon wird nach Elba verbannt und die Diplomatiker legen auf dem Wiener Kongreß die Nachkriegsordnung fest. Mit Säcken voller Gold setzt der Korse mit einem kleinen Trupp Soldaten von Elba nach Frankreich über und marschiert ohne auf nennenswerten Widerstand zu stoßen nach Paris. Unverzüglich stellen sich Wellington und Blücher Napoleons neu aufgestellter Streitmacht in Belgien entgegen. Die Franzosen werden geschlagen und ihr anfänglich geordneter Rückzug entartet  unter den Angriffen der nachsetzenden Preußen zur Flucht. Blücher verfolgt Napoleon ohne ihm oder sich eine Verschnaufpause zu gönnen und macht erst Halt in Paris.

Mit den höchsten Orden der Allianz  versehen, kehrt der Feldmarschall Vorwärts, Gebhard Leberecht Blücher Fürst von Wahlstatt, von Krankheiten geplagt, aus Frankreich zurück.

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