Schuld und Regen.

Alle Jahre wieder kommt es zu Überschwemmungen und dies in wachsendem Ausmaße. Wir wissen auch was wir tun müssen, um diesen und anderen Umweltkatastrophen zu begegnen: Die Menschen entmündigen und die Menschheit spalten. Da der Mensch an allem Schuld ist, bis auf die wenigen, die sich anmaßen, zu wissen wo es lang zu gehen hat.

Konkret: Unsere Innenstädte verweisen und der Discounter findet sich dort, wo sich früher Wiese und Acker- oder Brachland fanden. Boden ist ein Spekulationsobjekt, ein knappes Gut und die Bodenpreise steigen und weil sie steigen müssen Erträge her, die ein Bauer nicht erzielen kann.

Hochwertige Wohnungen müssen her, die leer stehen, weil sie sich keiner leisten kann, die aber in den Bilanzen der Immobilienwirtschaft für hohe Aktienkurse und billiges Geld sorgen.

Diese Beispiele mögen genügen, um mit dem Finger auf die Chinesen zu weisen, die böse wie sie sind, als erste dem Batterie gespeisten Elektroauto einen nennenswerten Markt verschafften, den deutschen(?) Autobauern die schnelle Amortisation der Investitionen in die Millionen von Kubikmeter Wasser fressende Akku-Produktion erlaubend, ansonsten aber ihre Ökostrohhalme in Plastik verpackt als Beitrag für die Umwelt… oder sind wir das?

Wir spalten die Gesellschaft, zeigen mit den Fingern auf den Nachbarn, den Polen, den Russen, den Proll und den Dandy. Alle sind schuld, weil keiner die Spitzhacke in die Hand nimmt, um die Erde von Beton und Asphalt zu befreien. Wir greifen wöchentlich zum Rasenmäher, mit seinen 5 PS oder kW, um Herr der Wildnis zu werden und legitimieren mit unserem Irrsinn den politischen Wahnsinn uns, die wir trotz aller Über- und Verformung noch ein Stück Natur sind, wie die Wildnis selbst, in Beton, zu gießen.

Kurz: Wer beim Anblick des Bundeskanzleramtsgebäudes nicht tot umfällt, hat nie gelebt.

Dem Starkregen ist es egal, ob wir die richtige Weltanschauung haben.