Krieg als der Weg aus der Krise.

Die Sanktionen wirken. Die Kurse von Rheinmetall und Hensoldt boomen an den Börsen. Der kleine Mann ist vom Zahlungsverkehr mit Rußland ausgeschlossen und das russische Erdgas strömt weiter nach Westeuropa. Weder Scholz noch Biden verzichten auf den Import russischen Öls oder Erdgases. Der Ausschluß aus SWIFT bedeutet ja nicht, dass Rußland vom Geldverkehr ausgeschlossen worden wäre. Einzelne Transaktionen werden direkt über die Banken abgewickelt. Von den hohen Rohstoffpreisen profitieren denn auch die wenig umweltfreundlichen Lieferanten von fossilen Energieträgern. Metalle und Getreide werden knapp, d.h. teuer.

Letztere stehen repräsentativ für den Weg aus der Wirtschaftskrise: Stagflation. Nicht die Wirtschaft wächst sondern die Preise. Die Staatsverschuldung läßt sich so bei steigender Geldentwertung locker zurückzahlen. Frieden schaffen mit mehr Waffen, Öl ins Feuer, so kann die dekarbonisierte Stahlerzeugung profitabel durch mehr Panzer und Kriegsschiffe finanziert werden. Wir haben Glück, verlieren nur unser Geld. Der Ukrainer und der Russe haben weniger Glück, sie verlieren unter Umständen ihre Leben.

Heldenhafte Kämpfe sind angesagt und “die Schuldigen” werden bestraft. Wir zahlen für eine außerodentliche Live-Show und werden am Ende trotz der Kosten zufrieden sein. Glücklich aber mittellos.

Fregatten und mehr.

Es „drohte“ der US-amerikanische Präsident Trump mit dem Abzug von Soldaten aus Deutschland und wenig später werden durch die deutsche Regierung weitere 14 Mrd. Euro in die Rüstung gesteckt. Das Geld fließt erst einmal an europäische Unternehmen und trägt zum Bestand dieser Unternehmen bei.

Deutschland zeigt guten Willen, gegenüber den USA, da wir die Rüstungsausgaben erhöhen, gegenüber Rußland, das die neuen Fregatten schwerlich als Bedrohung empfinden kann und gegen Frankreich, das sich auch an dem Geld erfreuen dürfte und seiner kolonialen Nostalgie mit maritimer deutscher Unterstützung nachzugehen gedenkt. Abbitte leisten muß der arme Bismarck der den Erwerb von Kolonien zur Durchsetzung innenpolitischer Ziele ermöglichte. Wer Denkmale beschmieren möchte wende sich an Rhodes.

Gewinner ist Donald Trump, der seinen Kampf gegen das Böse (und die Deutschen sind böse) dem Wähler glaubhaft vermitteln kann und Gewinner ist die Bundesregierung, die sich durch die Drohung des US-Präsidenten nicht ins Boxhorn jagen ließ. Gewinner ist die NATO, deren Weg zur Eigenständigkeit fortgesetzt werden wird.

Angesichts der verlorenen Milliarden für die Lufthansa, eines Unternehmens, das vor allem Lustreisen zu dienen pflegte, das als Dienstleister am Ende der Kette wirtschaftlicher Abhängigkeiten steht, einer Kette, die in den kommenden Jahren kräftig durcheinander geraten wird, sind die Rüstungsausgaben gut angelegtes Geld.

Besser als die, durch die Unterstützung der Lufthansa gewährte Unterstützung beispielhafte, Entmündigung des Marktes, wäre es, auch den Landwirten zu verstehen zu geben, daß sie dumm sind, Waren zu produzieren, für die sie auf dem Markt kein Geld bekommen. Dümmer als die Landwirte sind nur noch jene Politiker, die dem Verbraucher einreden wollen, für gutes Fleisch mehr Geld ausgeben zu sollen. Mehr Geld bezahlt der Verbraucher eh schon für die aufgrund des nitratbelasteten Grundwassers notwendigen Haken, die geschlagen werden müssen, um an genießbares Wasser heranzukommen.

Es tut Not, durch Forschung, Wissenschaft und Ausbildung die Landwirtschaft auf eigene Beine zu stellen und sie so aus der Bevormundung durch Brüssel und der Bemutterung durch Berlin zu entlassen.

Notwendig ist eine Wirtschaft, die ohne einen von der Öffentlichkeit erhaltenen Reperaturbetrieb auskommt.