Nordstream 1

Rußland liefert nach Ende der turnusmäßigen Inspektion der Pipeline wieder Gas. Geliefert wird die Menge an Gas, die die Pipeline zu liefern imstande ist. Die ausgefallene Turbine ist noch längst nicht in Rußland angelangt. Eine zweite Turbine
ist beschädigt, wie Siemens im übrigen bestätigte. Ein Teil der Innenverkleidung der Turbine habe sich gelöst. Um die volle Liefermenge zu befördern bedarf es aller vier Turbinen.

Soweit hatte das Wladimir Putin auf seinem Treffen mit dem türkischen und iranischen Regierungschefs mitgeteilt.

Was die deutschen Medien daraus machten, wird wohl an keinen vorbeigegangen sein. Erkennbar allerdings ist auch, dass es bei einigen Redaktionen Vorbehalte gibt, Lügen hemmungslos zu verbreiten.

Heute gedenken wir Staufenberg und derjenigen deutschen Soldaten, die ihr Leben opferten, weil sie dem eigenen Gewissen folgend, die Verbrechen ihrer Regierung nicht länger mittragen wollten. Andere kämpften bis zum Schluß – viele davon nicht einmal für Hitler sondern für Deutschland.

Andere erhielten vom „Stürmer“ und dem „Völkischen Beobachter“, von den Gazetten der Verbrecher und von größenwahnsinnigen Vorgesetzten den Freibrief jenseits aller
Moral und Ethik Menschen zu quälen, zu foltern und zu ermorden. Was mit einem Steinwurf begann, durch den die Fenster des Geschäftes eines Menschen mit „falschem“ Glauben zertrümmert wurden, endete mit den Erschießungskommandos an der Ostfront und mit Vernichtungslagern.

Der Faschismus lebte davon, die natürlichen Antriebe des Menschen zu pervertieren um die so generierten Aggressionen wie eine Bombe an der Front der bei einem Andersdenkenden hochgehen zu lassen. Ein Golem wurde geschaffen.

Es gibt Grenzen. Wer Rußland zwingen möchte Grenzen zu respektieren, wird schwerlich vor der Geschichte und den Menschen bestehen können, wenn er selbst Grenzen überschreitet, den Respekt vor dem Andersdenkenden vermissen läßt, um einer verlogenen Politik das Wort zu reden.

Nordstream 1 wird nicht von Putin geschlossen werden, weil es das Ziel des Westens ist, Rußland in Verbindlichkeiten zu treiben (deshalb auch der SWIFT-Ausschluß etc.) deren Nichterfüllung dem Westen eine juristische Grundlage dafür lieferte, russische Besitztümer zu pfänden.

Wer oder was hindert uns Nordstream 2 in Betrieb zu nehmen, um der beschworenen Weltwirtschaftskatastrophe aus dem Weg zu gehen? Putin?

Verhandlungen oder Wurmkur.

Im Vorfeld der Verhandlungen in Ankara versuchen die gegnerischen Parteien eine möglichst gute Ausgangsposition zu erlangen. Die Soldaten aus dem Donezk erreichen mit ihren Verbündeten das Zentrum von Mariupol. Das US-Militär berät mit dem ukrainischen Militär was auch immer… Drohkulisse. Die vom britischen Geheimdienst lancierte Meldung von 1000 Milizionären der Wagner’schen Privatarmee, die im Osten der Ukraine zu Einsatz kamen, mag ebenso in diese Rubrik einsortiert werden können. Selenski verspricht das Aufzugeben, was er nicht erreicht hat und nicht erreichen wird: Die NATO-Mitgliedschaft. Einer Neutralität der Ukraine stimmt er zu wenn die Ukraine ihre Sicherheit durch NATO-Staaten garantiert erhält. Man würde in Moskau lachen, gelten die Äußerungen wirklich dem russischen Publikum und nicht uns.

Russland hingegen hat vor Kiew seine Truppen umgruppiert, sagen Pentagon-Generäle. Die russische Armee zerstört die militärische und wohl auch die militärische genutzte Infrastruktur: Flughäfen, Kommandozentralen, Treibstofflager, Ausbildungslager der Armee. Erdgas gegen Rubel zu verkaufen ist eine klügere Posse verglichen mit der NATO-Nummer des ukrainischen Präsidenten. Die russischen Unternehmen, die Erdgas exportieren, mußten schon bisher 80% der Dollarerlöse in Rubel eintauschen. Ob nun der Abnehmer im Westen die Dollar etc. in Rubel eintauscht oder erst der russische Verkäufer ist unterm Strich egal, bliebe nicht das strategische Ziel, den US-Dollar als Leitwährung zu schwächen, was angesichts der neutralen Position die die arabischen Staaten einnehmen u.U. zum Tragen kommen könnte.
Zu Beginn der militärischen Intervention hat Putin die Ziele, die Russland damit verfolgt benannt: Demilitarisierung und Entnazifizierung der Ukraine, Anerkennung der Krim als russisches Staatsgebiet sowie der Republiken Luhansk und Donezk als eigenständige Staaten.

Was jeden Russen erschüttern mußte, waren die US-amerikanischen Labore in der Ukraine zur Entwicklung biologischer Kampfstoffe durch das Medizinunternehmen Metabiota. Zwar ist die deutsche Presse nicht in der Lage, diesen Sachverhalt ihrem Publikum mitzuteilen, obwohl nicht nur Victoria Nulan sonder nun auch die britischen Daily Mail durch einen langen, informativen Artikel garniert mit E-mails des Präsidentensohn Hunter Biden und anderer diesen Sachverhalt als gesichert erscheinen lassen. Dass der gute George Sorros auch hier seine Finger/Gelder/Adepten im Spiel habe, paßt zwar zu dessen Missionseifer, belegt scheint mir das noch nicht.

Selenski hat in der Vergangenheit seine Bereitschaft dokumentiert, ukrainische „Freiheitskämpfer“ die zuließen wie ihre Soldaten mit Handgranaten gegen spielende russische Kinder im Donezk vorgingen einem anderen Aufgabengebiet zuzuweisen und er versprach nun ukrainische Soldaten, die Kriegsverbrechen begingen zur Rechenschaft zu ziehen, womit er sich nicht allzuviel Zeit lassen sollte, will er der russischen Staatsanwalt zuvorkommen.

Der Ukraine-Krieg ist ein Konflikt von vielen Konflikten die uns noch bevorstehen werden. Man kann die Ursache des Dramas in unterschiedliche Worte fassen, auch in solche, die im Westen verstanden werden. Eine Gesellschaft besteht aus klugen und weniger klugen Menschen, aus Halbidioten und Vollidioten. Sie funktioniert nur dann, wenn jeder von ihnen den Rahmen erhält, sich seiner gesellschaftlichen Rolle in konstruktiver Weise versichern zu können. Siehe die sich öffnende Schere zwischen Arm und Reich.

Was uns zu denken geben sollte: dass das was einmal in den Schulen mit Integration angestrebt wurde nicht für die Politik, die nationale und internationale gilt. Desintegration, Ausgrenzung, Strafaktionen, Identitätspolitik anstelle von Sozialpolitik, Krieg statt Handel und Wandel: das ist die wirksamste Entwurmungskur zur Gesundung der Erde – und die Würmer, das sind wir.

Rede Präsident Putins vor den Vertretern der russischen Regionen.

In dieser Ansprache vor den Vertretern der russischen Regionen, die er am 16. März hielt umriss der russische Präsident seine Sicht auf die gegenwärtige Lage Russlands. Putin…

zur Operation in der Ukraine:

Russland habe eine militärische Operation in der Ukraine eingeleitet, um der Bevölkerung des Donbass zu helfen, die seit acht Jahren einem “regelrechten Völkermord” ausgesetzt sei. Mit ihr würden die “Offensivpläne Kiews” durchkreuz, die in einem “ein Szenario der Gewalt, des Gemetzels und der ethnischen Säuberung” bedeutet haben würden. Zudem stelle das Streben der Ukraine nach Atomwaffen eine reale Bedrohung dar. Eine begrenzte Intervention im Donbass würde nicht zum Frieden führen, sondern eine “neue Frontlinie” schaffen.

zu den Sanktionen:

Der Westen hättee in jedem Falle Sanktionen gegen Moskau verhängt. “Die Politik der Eindämmung, der Schwächung Russlands, auch durch wirtschaftliche Isolierung und Blockade, ist eine bewusste langfristige Strategie.” Gleichzeitig mache der Westen keinen Hehl mehr daraus, dass er „jede Familie, jeden russischen Bürger“ treffen will. Die Sanktionen habe der Westen seine Glaubwürdigkeit selbst untergraben. Durch das Einfrieren der russischen Reserven haben die Vereinigten Staaten und die Europäische Union Moskau „einen echten Zahlungsausfall beschieden“. „Jetzt weiß jeder, dass Finanzreserven einfach gestohlen werden könnten.”

über eine „fünfte Kolonne“: Der Westen versuche, die russische Gesellschaft zu spalten, indem er „auf die sogenannte fünfte Kolonne setzte, auf “Landesverräter”, auf diejenigen, die in Russland Land Geld verdienten aber im Westen lebten, wobei er ‚Leben‘ nicht einmal im geografischen Sinne des Wortes verstehen wissen mochte sondern als Ausdruck für eine Lebenshaltung, die in Putins Augen einem “Sklavenbewusstsein” gleichkäme. Er verurteile nicht deren süßes und lockere Leben an sich sondern die bei einigen damit einhergehende Meinung, sich die Zugehörigkeit zu einer “hoheren Kaste”, zu einer “höheren “Rasse” selbst versichern zu können. Solche Leute würden ihre Mutter verkaufen, wenn sie nur in den Fluren der Kaste, die sich über alle anderen erhebt, sitzen dürften… “Aber sie vergessen oder verstehen nicht, dass sie durch diese sogenannte hohe Kaste, unter Umständen als entbehrliches Material benutzt werden, um dem russischen Volk einen maximalen Schaden zuzufügen. Das russische Volk werde jedoch immer in der Lage sein, „wahre Patrioten von Schurken und Verrätern zu unterscheiden”.

Viele Länder haben sich damit abgefunden, „mit gebeugtem Rücken zu leben und alle Entscheidungen ihres Souveräns unterwürfig zu akzeptieren“. Russland aber würde sich „niemals in einem solch erbärmlichen und demütigenden Zustand befinden: Der Kampf, den wir führen, ist ein Kampf für unsere Souveränität, für die Zukunft unseres Landes und unserer Kinder. Wir werden für das Recht kämpfen, Russland zu sein und zu bleiben“.

zur wirtschaftlichen Umstrukturierung:

Es sei offensichtlich, dass die gegenwärtigen Ereignisse einen Schlussstrich unter die globale Dominanz der westlichen Länder in Politik und Wirtschaft zögen. Darüber hinaus stelle sie das Wirtschaftsmodell in Frage, das den Entwicklungsländern, ja der ganzen Welt in den letzten Jahrzehnten aufgezwungen worden sei. Die russische Wirtschaft werde sich auf jeden Fall an die neuen Realitäten anpassen. Natürlich werden die neuen Realitäten tiefgreifende schwierige und zunächst schmerzhafte, strukturelle wirtschaftliche Veränderungen erfordern.

Die Behörden müssten nun dafür sorgen, dass lebenswichtige Güter und Medikamente zur Verfügung stünden und dass das Ausmaß an Armut und Ungleichheit im Lande verringert werde: „Das ist auch heute noch eine realistische Aufgabe. Russland hat selbst unter den Sanktionen genug Einnahmen, um nicht auf Geldemissionen zurückgreifen zu müssen, die Zentralbank wird kein Geld drucken müssen“.

an ausländische Unternehmen:

„Wir schätzen die ausländischen Unternehmen, die auch weiterhin in unserem Lande arbeiten. In der Zukunft werden sie sicherlich zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten erhalten. Wir kennen aber auch diejenigen, die ihre Partner feige verraten haben.” Im Gegensatz zu den westlichen Ländern werde Russland die Eigentumsrechte der ausländischen Unternehmen respektieren.

zur russischen Reaktion:

Die Behörden beabsichtigten in Kürze den Mindestlohn und die Gehälter der Staatsbediensteten sowie alle Sozialleistungen, einschließlich der Zulagen und Renten zu erhöhen. Die Unterstützungsmaßnahmen für Menschen, die ihren Arbeitsplatz verloren haben würden ausgeweitet. Die Privatwirtschaft werde von ungerechtfertigten, administrativen Hürden befreit. „Wir müssen auf den Druck von außen mit einem Höchstmaß an unternehmerischer Freiheit und Unterstützung für unternehmerische Initiativen reagieren.” Die Unternehmer wurde ein günstigerer Zugang zu Finanzmitteln in Aussicht gestellt.

Die Ausweitung des Krieges mit anderen Mitteln.

Der Krieg findet auf vielerlei Ebenen statt. Dass der Westen nicht daran beteiligt sei, ist nicht ganz richtig. Ziel des Westens ist es die Regierung Putin und die Mehrzahl der Abgeordneten des russischen Parlamentes zu stürzen. Indem man den Oligarchen ihr Geld wegnimmt, ermuntert man sie, sich gegen ihre Regierung zu stellen.

Die Sanktionen gegen Regierungsmitglieder und Parlamentsabgeordnete sind nicht durch Gerichtsverfahren legitimiert sondern durch die Pressehoheit des Westens. Damit diese Hoheit gewahrt bleibt, werden z.B. in Großbritannien 31 Reporter von russia today RT vor Gericht gestellt. Dass die Pressefreiheit im Westen gilt, erkennt man an der Einheitssprache. Ich vermute die Ursache liegt nicht in der bösen Absicht sondern nur an der Unfähigkeit von Journalisten mehr als Copy Paste praktizieren zu können.

Dank der Pressehoheit fühlen sich Menschen in Wilna berufen, die dortige russische Botschaft anzugreifen. Dass es in Deutschland Idioten gibt, die russischen Staatsbürgern den Besuch ihres Restaurants verweigern, ist legitim aber erwähnenswert. Hüten wir uns davor den Russen generell zu verurteilen. Ein Deutschland ohne Tschaikowsky, Strawinsky, Turgeniew, Tolstoi… kann ich mir nicht wünschen wollen.

Die übelste aller Propaganda zielt auf die Gefühle; schreckliche Bilder und Berichte von Greueltaten gehören dazu. Wer es noch nicht wußte: Im Krieg wird gestorben und gelogen.

Die Verhandlungen, nun in der Region Gomel (Weißrußland), fanden statt und Selensky läßt das gewonnene Material auswerten. Von wem weiß man nicht. Die Ergebnisse dürften der westlichen „Diplomatie“ helfen ihren Krieg gegen die russische Regierung mit anderen Mitteln zu perfektionieren.

Der richtige, böse Krieg bleibt, abgesehen von den ukrainischen Milizen, im Rahmen der Genfer Konvention. Auch gestern gab es kleine Geländegewinne für die Donbas-Republiken (Donezk und Luhansk). Die russische Armee vermeidet (noch) soweit irgend möglich die Inkaufnahme ziviler Opfer. Der russische Panzerkommandant einigt sich schon mal mit dem ukrainischen Bürgermeister über den modus vivendi der Operationen. Das zeugt von Mut und Moral auf beiden Seiten.

Zerstört wurden laut dem Sprecher des russischen Verteidigungsministers Generalmajor Igor Konaschenkow insgesamt: 1.146 Einrichtungen der militärische Infrastruktureinrichtungen der Ukraine, darunter 31 AFU-Kommandoposten und Kommunikationszentren, 81 Flugabwehrraketensysteme S-300, Buk M-1 und Osa sowie 75 Radarstationen. Ebenfalls zerstört wurden 311 ukrainische Panzer und andere gepanzerte Kampffahrzeuge, 42 Flugzeuge und Hubschrauber (auch am Boden), 51 Mehrfachraketenwerfer, 147 Stück Feldartillerie und Mörser sowie 263 Stück militärische Spezialfahrzeuge.

110 ukrainische Soldaten hätten ihre Waffen freiwillig niedergelegt.

Krieg in der Ukraine.

In seiner jüngsten Rede legt der russischen Präsidenten Putin die Kriegsziele Rußlands dar. Entmilitarisierung und Entnazifizierung der Ukraine. Diese Ziele sind natürlich nur zum Teil erreichbar. Wir sehen im Irak, Lybien und anderswo, daß man einen Staat schnell zerstören kann, der Aufbau neuer staatlicher Strukturen aber an Bedingungen geknüpft sind, die durch den Krieg vernichtet wurden: Respekt der Menschen voreinander, Vertrauen der Menschen zueinander, Vertrauen der Menschen in die eigenen Fähigkeiten eine demokratische Gesellschaft aufzubauen.

Im Westen haben wir die Thinktanks, die diese Grundlagen auf smarte Weise zerstören, im Osten ist es der Staatsanwalt.

Es bedarf ukrainischer, russischer und westlicher Politiker und Menschen, deren gemeinsames Interesse es wäre, die Ukraine weder in einen Frontstaat noch in einen Pufferstaat, sonder in eine friedliebende, dem Wohlstand aller dienende Republik zu verwandeln: Das beste Mittel gegen großrussischen, kleinrussischen und ganz kleinrussischen Nationalismus.

Ich sehe keinen Politiker, der seiner Arroganz, Irrtümern und Eitelkeiten zum Wohle der Menschen abschwören wollte.

Ein Kniefall wäre, angesichts der Opfer, die man schuldhaft oder aus Dummheit provoziert, angeraten.

Schach statt Poker.

Die anläßlich der staatlichen Anerkennung der Volksrepublik Donezk und der Volksrepublik Lugansk gehaltene Rede Putins und weiterer Presseerklärungen, ergibt sich folgendes Bild:

Während der Westen Rußland in Unterredungen und Konferenzen hingehalten hat, entstand in der Ukraine eine für Russland bedroliche Lage. Die Minsker Vereinbarung zur Regelung des Konfliktes im Donbas wurden von der Ukraine offen abgelehnt und durch Angriffe auf den Donbas sabotiert. Die Ukraine ist zum Tummelplatz nationaler Oligarchen und Milizen geworden, die sie unberechenbar werden läßt. Die Ukraine droht offen mit der Herstellung von Atomwaffen und besitzt die hierzu notwendige Infrastruktur. Die USA ergänzen in Osteuropa inklusive der Ukraine ihre militärischen Kapazitäten.

Rußland geht es einerseits darum a) den Krisenherd im Donbas zu beseitigen und b) dem neu entstehenden Bedrohungspotential in der Ukraine vor seiner vollen Entfaltung schnellst möglich ein Ende zu bereiten.

Die Mittel, die es anwendet richten sich danach, wie die Ukraine reagieren wird und ob der Westen, konkret die USA, ein glaubwürdiges Angebot unterbreitet, das geeignet ist, den Sicherheitsbedenken Rußlands zu entsprechen.

Weder in den USA noch in der Ukraine scheint man aber in der Lage eine eindeutige Politik gegenüber Rußland durchzusetzen. Die Politiker reden (was auch immer) und Glücksritter nutzen die akustischen Nebelschwaden ihre Partikular-Interessen zu verfolgen.

Ob Rußland in der Ukraine eine politische Kraft findet, die derzeitige Regierung zu stürzen ist ungewiß, es wird in jedem Fall die Not der Menschen in der Ukraine zu nutzen wissen.

Konkret: Wenn aus der Ukraine der Donbas militärisch angegriffen wird, wird Rußland im Donbas eingreifen und falls die Diplomaten weiterschlafen, wird es in der Ukraine die ihm strategisch wichtigen Gebiete sichern.

Donbas – Wir sind die moralischen Sieger.

Man kann Geschichte auf vielerlei Weisen interpretieren. Die Historiker, die es zu etwas gebracht haben, verwenden die Geschichte um die gegenwärtige Politik ihrer Brötchengeber zu rechtfertigen.

China, Rußland und die Türkei einen ein und dieselbe Erfahrung: Als sich China Mitte des 19. Jahrhunderts dem Westen öffnete, marschierte der Westen in Peking ein, wurde das Land in wirtschaftliche Einflußsphären aufgeteilt. Als sich Rußland im frühen 20. Jahrhundert dem Westen geöffnet hatte, schlitterte es erst in den Weltkrieg 1914/18 und wurde, nach Gründung er Sowjetunion von 10 westlichen Staaten mit Militär überschwemmt. Als sich die Türkei dem Westen öffnete, endete das im Versuch des Westens die Türkei im Anschluß des Weltkrieges 1914/18 in britische, französische, griechische und italienische Kolonien umzuwandeln. Attatürk kämpfte weiter und vermochte so die Herrschaft der Türken über Kleinasien zu bewahren.

Erstaunlich ist nicht Rußlands Schritt die Republiken am Donbas anzuerkennen (erinnert sei an Nordzypern, die Republik der Türken). Erstaunlich ist oder sollte sein, die dummdreiste Reaktion Scholz, Putin wegen des in einem Telefonat gefallenen Begriffes vom Völkermord zu verhöhnen und dies angesichts der, durch 10 Jahre währenden Artilleriefeuers, der – durch US-amerikanische Ausbilder geschulten – Abenteurer in der Ukraine, zerfetzten Menschenleben im Donbas.

Unter der ideologischen Käseglocke unter die sich die westlichen Politiker begeben haben, zählt natürlich die politisch korrekte Bezeichnung mehr als die seit fast 10 Jahren dahinsiechende Bevölkerung des Donbas.

Hoffnungen aufgrund von Sanktionsdrohungen gegen ein Land, dessen Wirtschaft bereits jetzt durch Sanktionen geknebelt ist, verbieten sich angesichts der ohne Not sabotierten Erdgaspipeline Nordstream 2. Das US-amerikanische Fraking-Gas ist nur dann konkurrenzfähig, wenn das ohne großen Aufwand gewonnene russische Erdgas nicht verkauft wird. Dumm vom Westen anzunehmen, die ökonomischen Kosten ließen einen Krieg um den Donbas aus buchhalterischen Gründen unwahrscheinlich erscheinen. Der Größenwahn des Westens ist gewiß der wissenschaftlichen Inzucht und seiner Selbstisolation, das heißt seinem Abschied aus der realen Welt, in der es stinkt und kracht, zu verdanken. Buchhalterisch betrachtet, könnte man kurzfristige Investitionen und langfristige Investitionen unterscheiden, wenn man wollte.

Einen differenzierten Blick auf die Welt zu nehmen, ist in der politischen Blase des Westens unmöglich geworden und verpönt. Wir sind die Mehrheit und wenn nicht, sorgt das Trommelfeuer der Medien unseren Standpunkt mehrheitsfähig zu machen.

Die Pokerrunde ist zu Ende. Die Karten sind noch nicht alle aufgedeckt. Realpolitik täte Not, um das Schlimmste zu verhüten. Doch haben wir es nötig uns von unseren Chimären zu verabschieden? Ich befürchte, dass wir dazu nicht mehr in der Lage sind. Wir sind und bleiben die moralischen Sieger.