Die Ausweitung des Krieges mit anderen Mitteln.

Der Krieg findet auf vielerlei Ebenen statt. Dass der Westen nicht daran beteiligt sei, ist nicht ganz richtig. Ziel des Westens ist es die Regierung Putin und die Mehrzahl der Abgeordneten des russischen Parlamentes zu stürzen. Indem man den Oligarchen ihr Geld wegnimmt, ermuntert man sie, sich gegen ihre Regierung zu stellen.

Die Sanktionen gegen Regierungsmitglieder und Parlamentsabgeordnete sind nicht durch Gerichtsverfahren legitimiert sondern durch die Pressehoheit des Westens. Damit diese Hoheit gewahrt bleibt, werden z.B. in Großbritannien 31 Reporter von russia today RT vor Gericht gestellt. Dass die Pressefreiheit im Westen gilt, erkennt man an der Einheitssprache. Ich vermute die Ursache liegt nicht in der bösen Absicht sondern nur an der Unfähigkeit von Journalisten mehr als Copy Paste praktizieren zu können.

Dank der Pressehoheit fühlen sich Menschen in Wilna berufen, die dortige russische Botschaft anzugreifen. Dass es in Deutschland Idioten gibt, die russischen Staatsbürgern den Besuch ihres Restaurants verweigern, ist legitim aber erwähnenswert. Hüten wir uns davor den Russen generell zu verurteilen. Ein Deutschland ohne Tschaikowsky, Strawinsky, Turgeniew, Tolstoi… kann ich mir nicht wünschen wollen.

Die übelste aller Propaganda zielt auf die Gefühle; schreckliche Bilder und Berichte von Greueltaten gehören dazu. Wer es noch nicht wußte: Im Krieg wird gestorben und gelogen.

Die Verhandlungen, nun in der Region Gomel (Weißrußland), fanden statt und Selensky läßt das gewonnene Material auswerten. Von wem weiß man nicht. Die Ergebnisse dürften der westlichen „Diplomatie“ helfen ihren Krieg gegen die russische Regierung mit anderen Mitteln zu perfektionieren.

Der richtige, böse Krieg bleibt, abgesehen von den ukrainischen Milizen, im Rahmen der Genfer Konvention. Auch gestern gab es kleine Geländegewinne für die Donbas-Republiken (Donezk und Luhansk). Die russische Armee vermeidet (noch) soweit irgend möglich die Inkaufnahme ziviler Opfer. Der russische Panzerkommandant einigt sich schon mal mit dem ukrainischen Bürgermeister über den modus vivendi der Operationen. Das zeugt von Mut und Moral auf beiden Seiten.

Zerstört wurden laut dem Sprecher des russischen Verteidigungsministers Generalmajor Igor Konaschenkow insgesamt: 1.146 Einrichtungen der militärische Infrastruktureinrichtungen der Ukraine, darunter 31 AFU-Kommandoposten und Kommunikationszentren, 81 Flugabwehrraketensysteme S-300, Buk M-1 und Osa sowie 75 Radarstationen. Ebenfalls zerstört wurden 311 ukrainische Panzer und andere gepanzerte Kampffahrzeuge, 42 Flugzeuge und Hubschrauber (auch am Boden), 51 Mehrfachraketenwerfer, 147 Stück Feldartillerie und Mörser sowie 263 Stück militärische Spezialfahrzeuge.

110 ukrainische Soldaten hätten ihre Waffen freiwillig niedergelegt.

Schach statt Poker.

Die anläßlich der staatlichen Anerkennung der Volksrepublik Donezk und der Volksrepublik Lugansk gehaltene Rede Putins und weiterer Presseerklärungen, ergibt sich folgendes Bild:

Während der Westen Rußland in Unterredungen und Konferenzen hingehalten hat, entstand in der Ukraine eine für Russland bedroliche Lage. Die Minsker Vereinbarung zur Regelung des Konfliktes im Donbas wurden von der Ukraine offen abgelehnt und durch Angriffe auf den Donbas sabotiert. Die Ukraine ist zum Tummelplatz nationaler Oligarchen und Milizen geworden, die sie unberechenbar werden läßt. Die Ukraine droht offen mit der Herstellung von Atomwaffen und besitzt die hierzu notwendige Infrastruktur. Die USA ergänzen in Osteuropa inklusive der Ukraine ihre militärischen Kapazitäten.

Rußland geht es einerseits darum a) den Krisenherd im Donbas zu beseitigen und b) dem neu entstehenden Bedrohungspotential in der Ukraine vor seiner vollen Entfaltung schnellst möglich ein Ende zu bereiten.

Die Mittel, die es anwendet richten sich danach, wie die Ukraine reagieren wird und ob der Westen, konkret die USA, ein glaubwürdiges Angebot unterbreitet, das geeignet ist, den Sicherheitsbedenken Rußlands zu entsprechen.

Weder in den USA noch in der Ukraine scheint man aber in der Lage eine eindeutige Politik gegenüber Rußland durchzusetzen. Die Politiker reden (was auch immer) und Glücksritter nutzen die akustischen Nebelschwaden ihre Partikular-Interessen zu verfolgen.

Ob Rußland in der Ukraine eine politische Kraft findet, die derzeitige Regierung zu stürzen ist ungewiß, es wird in jedem Fall die Not der Menschen in der Ukraine zu nutzen wissen.

Konkret: Wenn aus der Ukraine der Donbas militärisch angegriffen wird, wird Rußland im Donbas eingreifen und falls die Diplomaten weiterschlafen, wird es in der Ukraine die ihm strategisch wichtigen Gebiete sichern.

November 2018

30.11.2018

Turkish-Stream und oder North-Stream 2

Turkish-Stream
Anläßlich der Einweihung eines Teilabschnittes der 2019 in Betrieb gehenden Turkish-Stream-Gaspipeline erklärte Erdoğan, die Türkei habe den Rahmen ihrer Beziehungen zu Russland niemals nach den Forderungen und dem Diktat anderer Länder abgesteckt.

North-Stream
Gemeinsam mit dem US-Präsident Trump kämpfen in Deutschland der BlackRock Aufsichtsrat Friedrich Merz mit seinen Mitstreitern aus der Atlantik-Brücke Omid Nouripour (Grüne) und Klaus Kleber (ZDF) gegen die Fertigstellung des North-Stream-Projektes. Zu den Plänen einer Pipeline zwischen Norwegen und Polen hat die grüne Partei bislang keine Umweltbedenken geäußert.

Österreichs Kanzler Kern scheute sich nicht, sich für die Fertigstellung North-Streams auszusprechen.

29.11.2018

5 G ohne China geht nicht.

Die USA drängen ihre Verbündeten den Netzwerkausrüster Huawai zu boykotieren.
Huawai ist der Technologieführer in diesem Segment. Neben Huawai gibt es als Anbieter nur noch Nokia und Ericsson. Von den beiden Konkurenten ist lediglich Nokia in der Lage ein Ende-zu-Ende Netzwerk anzubieten. Nokia, wie auch Ericson besitzen Produktionsstätten in China.

28.11.2018

Wien bremst Bodenspekulanten aus.

Der kontinuierlich vollzogene Gemeinnützige Wonungsbau in Wien verhalf 60% seiner Bewohner zu einer öffentlich geförderten Wohnung. Der durchschnittliche Mietpreis in Wien beträgt 7,60 € /qm, der in München 12,70 € /qm. Der sich auf den Baugrund konzentrierende Immobilienspekulation wurde durch die von der Stadt Wien erlassene Verordnung begegnet, nach der 2/3 des Baulandes für den öffentlich geförderten Wohnungsbau mit Mietobergrenzen von 5 € / qm reserviert werden.

27.11.2018

Frankreich beharrt auf Autoallianz Renault-Nissan-Mitsubishi.

Der Manager der Allianz Carlos Ghosn wurde am 19.11. in Tokio festgenommen, da er gegen japanische Börsenauflagen verstoßen haben soll. Nissan und Mitsubishi haben Ghosn daraufhin als Verwaltungsratschef entlassen. Renault wird von einer kommissarischen Führung geleitet.
Der franz. Wirtschafts- und Finanzminister betonte, daß Frankreich auf Fortsetzung der vom Renault-Chef geführten Allianz beharre.

Frankreich besitzt 15% der Renault-Anteile. Renault hält 43,4% der Nissan- und Nissan hält 34% der Mitsubishianteile sowie 15% der Renaultanteile (letztere stimmrechtslos).

26.11.2018

Gerichtsverhandlung gegen WikiLeaks-Aktivist Assange.

Ecuador erschwert den Rechtsanwälten Assanges, sich auf eine in den USA festgesetzte Verhandlung vorzubereiten, indem es ihnen den Zutritt zur ecuadorischen Botschaft Londons, in der sich Assange seit 2012 aufhält, untersagt.

24.11.2018

Die LINKE privatisiert Berliner Schulgebäude.

Das von SPD, Linken und Grünen regierte Berlin überläßt die Schulgebäude der in Landesbesitz
befindlichen HOWAGE. Die HOWAGE GmbH ist eine Wohnungsbaugesellschaft mit denn Geschäftsgebieten: Vermietung & Verkauf von Wohnungen, Gewerbeobjekten und Häusern.

Die Stadt verzichtet in Zeiten explodierender Immobilienpreise auf den Besitz im Gegenwert von 11,65 Milliarden Euro und bricht bei der Privatisierung das von der Volksinitiative Gemeingut in Bürgerhand angestrengte Anhörungsverfahren ab. Selbst das Berliner Abgeordnetenhaus soll über die Entscheidung des Finanzsenators nicht befragt werden.

23.11.2018

100 Elektrobusse für STP Santiago (Chile)

Der chinesische Hersteller Yutong liefert 100 elektrisch betriebene Busse nach Santiago (Chile). Die Busse haben eine Stromkapazität von 324 kWh und benötigen eine Ladezeit von 2 Stunden. Yutong verkaufte im Jahr 2017 insgesamt 24865 Busse mit alternativen Antrieben.

22.11.2018

Venezuelas Wirtschaft 2017 um 16,6 Prozent geschrumpft

2017 verbot die US-Regierunge den Finanzinstituten Geschäfte in Venezuela zu tätigen.
Venezuela erklärt wegen anhaltender US-Sanktionen fortan in Euro, Yuan und anderen konvertierbaren Währungen zu handeln. Die Bank von England weigert sich Gold im Wert von über 482 Millionen Euro an Venezuela zurückzugeben.
Um seine Reserven vor US-Sanktionen zu schützen erklärte Venezuela sein Gold in der Türkei scheiden zu lassen.  Republikanische Politiker (Marco Rubio u.a.) fordern dazu auf Venezuela auf die Liste der Terrorunterstützer zu setzen.

20.11.2018

Jugendkriminalität in Deutschland

Die Einschätzung der Jugendkriminalitätsentwicklung der letzten 10 Jahre weicht erheblich von der tatsächlichen ab:

Delikte                         Einschätzung         Tatsächlich
Körperverletzung             +89%                       -28%
Raub                                    +85%                       -41%
Tötungsdelikte                  +59%                       -23%

19.11.2018

Episoden aus dem Wirtschaftskrieg

US-Außenminister Mike Pompeo verspricht alles zu tun um die Fertigstellung der Gaspipline Nordstream 2 zu verhindern.
Schiffe der malayischen Petronas und der französischen Engie beliefern Bosten regelmäßig mit Flüssiggas (LNG) das auf der russischen Halbinsel Jamal gefördert wird.
Das US-amerikanische Unternehmen United Launch Agency verwendet das russische Triebwerk RD-180 zum Start seiner Raketen. Bisher wurden über 100 russische Raketentriebwerke in die USA geliefert.

18.11.2018

BREXIT

Am 23.06.2016 stimmten 52% der Briten für den EU-Austritt. Am 14.11.2018 begannen die Beratungen zum Entwurf des Austrittsvertrages.

Der Fahrplan zum Brexit sieht wie folgt aus:
25.11.2018 EU-Sondergipfel zur Billigung des Austrittsvertrages.
Dez. 2018 Abstimmung des britischen Parlamentes. Bis März 2019 Abstimmung des EU-Parlamentes.
Am 29.03.2019 endet die Mitgliedschaft des Vereinigten Königreiches in der EU.
Bei Zustimmung der Parlamente bleibt das Vereinigten Königreich bis zum 31.12.2020 in der Zollunion jedoch ohne Mitbestimmungsrecht.
Die Pflicht zur Zahlung der Mitgliedsbeiträge endet erst mit Ablauf des Jahres 2020.

17.11.2018

Frankreich: Massiver Protest der Gilets Jaunes gegen Steuererhöhung.

Die Erhöhung der Abgaben auf Benzin und Diesel führten in ganz Frankreich zu heftigen Protestaktionen an denen ca. 282 000 Menschen teilnahmen. Bei Auseinandersetzungen wurde ein Mensch getötet und 409 Menschen verletzt. Umfragen der Journal Dimanche zufolge kann Präsident Macron im Land nur noch auf 25% Zustimmung rechnen.

15.11.2018

Yemen

Für Yemens geostrategische Bedeutung sind folgende Aspekte von Bedeutung:
1. Yemen verfügt über ausgedehnte Hoheitsgewässer durch die bedeutende Schifffahrtsrouten verlaufen.
2. Yemen besitzt 150 Inseln und Archipele im Indischen Ozean.
3. Yemen besitzt Hochseehäfen von bedeutendem Potential.
4. In Yemen werden große Erdölvorkommen vermutet.

Sollte ein Krieg gegen den Iran geführt werden, wird der Iran die Straße von Hormus sperren und der Ölexport Saudi-Arabiens wie der
Scheichtümer wird erheblich behindert. Eine Ölpipeline durch ein von Saudi-Arabien und den Emiraten kontrolliertes Yemen böte einen Alternative.

Der Aufbau von Handelsstützpunkten und Häfen die Verbindungen nach Afrika und Südwest-Asien auszubauen liegt im Interessen Chinas. Ein unabhängiges Yemen wurde diesen Interessen entgegenkommen.

14.11.2018

BIP Deutschlands schrumpft

Das in Deutschland erarbeitete Bruttoinlandsprodukt ist im 3. Quartal 2018 um 0,2 % geschrumpft.

12.11.2018

Wahlen in Donezk und Lugansk

In den international nicht anerkannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk wurden Parlaments und Präsidentschaftswahlen durchgeführt.

Ergebnis Donezk:
Wahlbeteiligung 80,1 %
Zum Präsidenten gewählt: Denis Puschilin mit 60,85 %
Die von ihm geführte Organisation „Republik Donezk“ erhielt 72,5 % der gültigen Stimmen

Ergebnis Loghansk:
Wahlbeteiligung 77 %
Zum Präsidenten gewählt: Leonid Pasetschnik mit 68,3 %
Die von ihm geführte Organisation „Frieden für das Lugansk-Gebiet“ erhielt 74,12 % der gültigen Stimmen

07.11.2018

Die Erwärmung der Meere schreitet schneller voran als bisher angenommen.

Die Zeitschrift Nature veröffentlicht einen Bericht nachdem die von den Meeren in den letzten 25 Jahren aufgenommene Wärmeenergie 60% über den von Wissenschaftlern vorhergesagten Werten liegt.

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