Krieg als der Weg aus der Krise.

Die Sanktionen wirken. Die Kurse von Rheinmetall und Hensoldt boomen an den Börsen. Der kleine Mann ist vom Zahlungsverkehr mit Rußland ausgeschlossen und das russische Erdgas strömt weiter nach Westeuropa. Weder Scholz noch Biden verzichten auf den Import russischen Öls oder Erdgases. Der Ausschluß aus SWIFT bedeutet ja nicht, dass Rußland vom Geldverkehr ausgeschlossen worden wäre. Einzelne Transaktionen werden direkt über die Banken abgewickelt. Von den hohen Rohstoffpreisen profitieren denn auch die wenig umweltfreundlichen Lieferanten von fossilen Energieträgern. Metalle und Getreide werden knapp, d.h. teuer.

Letztere stehen repräsentativ für den Weg aus der Wirtschaftskrise: Stagflation. Nicht die Wirtschaft wächst sondern die Preise. Die Staatsverschuldung läßt sich so bei steigender Geldentwertung locker zurückzahlen. Frieden schaffen mit mehr Waffen, Öl ins Feuer, so kann die dekarbonisierte Stahlerzeugung profitabel durch mehr Panzer und Kriegsschiffe finanziert werden. Wir haben Glück, verlieren nur unser Geld. Der Ukrainer und der Russe haben weniger Glück, sie verlieren unter Umständen ihre Leben.

Heldenhafte Kämpfe sind angesagt und “die Schuldigen” werden bestraft. Wir zahlen für eine außerodentliche Live-Show und werden am Ende trotz der Kosten zufrieden sein. Glücklich aber mittellos.