Krieg – Hase und Igel.

Eine bestimmte Maßnahme wird ergriffen, die Maßnahme mit einem Ziel begründet, den Blick auf das eigentliche Ziel zu verdecken. Man sollte wissen, dass das eine viel geübte Praxis ist. Die Vorteile liegen auf der Hand. Die aufgeregte Öffentlichkeit debattiert am Kern der Geschichte vorbei. So soll es sein, sonst würde man sich eine Opposition einhandeln.

Es geht, so haben wir gelernt um einen Konflikt zwischen dem alten Denken und der Moderne. Der Staat, seine Funktion und die am Staate ausgerichtete strategische Politik sei von gestern; 19. Jahrhundert. Modern ist die globalisierte Welt in der sich die Manager und Politiker zusammenfinden um die Geschicke der Welt unter sich auszumachen. Es gibt keine nationalen Interessen mehr nur noch die globale Wohlfahrt, zu diesem Zweck schürt man den Nationalismus, weil man ohne die Leute nicht auskommt, die sich für irgendein Ziel, mit dem sie sich identifizieren können und das geeignet ist ein Feindbild – den Nationalisten der Gegenpartei – zu erzeugen. Man stirbt halt lieber für die eigene “Volksgemeinschaft”.

Historische betrachtet gibt es keine Russen und auch keine Ukrainer. Doch wie anders läßt sich der Haß schüren, den man braucht um weder den den Menschen in der Ukraine noch denen in Rußland zu helfen.

Der Krieg ist ein Krieg der Globalisierer gegen die Staatlichkeit. Noch wahrt Rußland den Kern seiner Rechtstaatlichkeit. Jeder der die russischen Medien verfolgt, wird auf ein großes Meinungsspektrum stoßen können. Es gab und gibt Versuche das zu ändern, erfolgreiche wie erfolglose. In Deutschland sieht das aber nicht viel besser aus. Russische Nachrichtensender sind verboten worden. Wozu fragt sich jemand, der von Zeiten weiß, in denen der Dorfpfarrer die BBC hörte und die Buben der Hitlerjugend vorm Fenster die „Untat“ beobachteten. Damals funktionierte die Dorfgemeinschaft und der Pfarrer, zweifach promiviert, d.h. weit unter seiner Qualifikation beschäftigt, überlebte den Krieg und erreichte ein hohes Alter.

Selensky rief freiwillige Kämpfer und zwei Tage später trafen sie zu tausenden ein. Männer, ehemals Angehörige von NATO-Spezialeinheiten, nun in Privatarmeen tätig, Söldner, d.h. Dienstleister der Freiheit, soll man glauben, werden ins Feld geworfen. Man nennt das Outsourcing. Der Vorteil: Der Auftraggeber bleibt im Dunkeln und jemanden anzugreifen der im Dunkeln ist, ist nicht so einfach.

Rußland hält sich an seinen Plan: Militäreinrichtungen zerstören, Milizionäre abzuurteilen, d.h. zu töten, die Donbas-Republiken zu stabilisieren und wie es aussieht die Ukraine vom Schwarzen Meer abzuschneiden. Zu erwarten, keine zivilen Opfer beklagen zu müssen ist blauäugig. Wir helfen allerdings indem wir den noch Zivilisten mit Waffen versorgen, damit er erschossen, zum rechtmäßig Getöteten wird.

Wir kennen die Fabel vom Hasen und vom Igel. Wir wissen wie das Rennen ausging. Im Ukraine Krieg streiten sich zwei Igel. Sie werden gewinnen. Verlieren werden die kleinen Leute in Rußland, der Ukraine und in Deutschland. Ihnen nämlich ist die Rolle des Hasen zugedacht.