Identitätspolitik.

Der Epoche der Aufklärung folgte die Epoche der Wissenschaften. Letztere blieb die Domäne weniger, die im Dienste noch weniger, sie gegen die Aufklärung einsetzen. Das Werkzeug hierzu ist die Identitätspolitik.

Was sich auf den ersten Blick gut anhört, Black Lives Matter, Me Too, Gender und Gay ist es an und für sich auch, läßt sich aber als Werkzeug gleich einem Messer konstruktiv und destruktiv verwenden.

Die Gesellschaft zerfällt nicht, sie wird zerstört, da Menschen zielgerichtet in Gruppen zusammengefaßt werden, die ihren individuellen Eigenschaften entsprechen, ihren sozialen Bedürfnissen jedoch widersprechen.

Damit einher geht die Zerstörung traditioneller Gemeinschaften, seien es die Kirche, die Nation (worunter ich die Bindung eines jeden gleich welcher Hautfarbe, Religion, Geschlecht oder sexueller Orientierung verstehe, was zu betonen überflüssig wäre, wenn denn das eine, die Identitätspolitik nicht gegen das andere ins Feld geführt würde), die Gewerkschaften oder die politischen Parteien (wieviel hätten sie denn gerne?).

Die Segregation ist Mittel zur Zertrümmerung von Gesellschaft, d.h. der Gemeinschaft. Es ist eine Technik, die pseudowissenschaftlich einherstolzierend durch Anlegen wissenschaftlicher Kriterien entlarvt werden könnte.

Doch wo Philosophie und Bildung des (von) Menschen mit Füßen getreten werden, fragt sich keiner mehr: Wie stelle ich ein Axiom auf? Wie abstrahiere ich? Was ist (all)gemein (gültig) und was als einzelnes? Muß einer quantitativen (beziffernden) Aussage nicht eine qualitative (logische) Analyse vorausgehen?

Und so nutzte auch ein Zuckerberg den Algorithmus mit unabsehbaren(?) sozialen Folgen. Doch dieser Algorithmus findet sich nicht nur bei Facebook!

Wo das Denken verloren ging, bringt Big Data keine Rettung; nicht für die vielen und nicht für die wenigen, auch nicht für die ganz wenigen.