Die Kriegsgefahr im Osten

Seit die Assistant US Secretary of State, Victoria Nuland, dazu aufforderte „Fuck the EU“ floß viel Wasser der Wolga hinunter, bis Russland erkannte: „Ja, so soll es sein.“ Unser großer Nachbar im Osten redlich bemüht seine Geschäfte in das der Europäischen Union einzuflechten, wurde durch Sanktionen mehr und mehr daran gehindert. Mitten im Frieden wurde die Gaspipeline Nordstream 2 durch Sanktionen gegen alle daran Beteiligten Unternehmen gefährdet. „Schlimmer kann’s nicht kommen“, denkt der Russe, blickt in die Ukraine, und sieht, dass nachdem in Odessa das Haus der Gewerkschaft inklusive der Menschen, die sich darin aufhielten, abgefackelt wurde, der Konflikt mit Russland hochgekocht wurde. Zum Lohn für die Empörung der Ukrainer gab es Waffen aus dem Westen, aus Deutschland Gott sei Dank, vor allem Geld und eine wirtschaftliche Perspektive.

Nulands Aufforderung fand auch in der Ukraine Gehör und so erlebten wir, dass die unter europäischer Vermittlung zustande gekommenen Vereinbarungen von Minsk nichts weiter blieben als Schall und Rauch. Der Donbass-Konflikt wurde nicht gelöst. Die Zeit dies auf friedlichem Wege zu erreichen scheint verstrichen, ist der Westen durch das Sendungsbewußtsein einsamer Egomanen von Gräben durchzogen, die die Politik kaum überbrücken kann und die Medien zu kleistern. Die Bevölkerung wird durch den Virus, Medien und Presse verängstigt und jetzt sagt man, Putin will Krieg aber nicht jetzt. Zu groß die Furcht vor einer Friedensbewegung.

Wenn es einen günstigen Zeitpunkt gibt, den Donbass-Konflikt militärisch zu lösen, dann jetzt. Eine diplomatische Lösung will höchstens das durch Kriegstraumata geschulte Deutschland. Besser, wir schlafen weiter und hoffen das Beste.