Herrschaftsinstrumente.

Es gibt Mittel und Wege eine demokratische Gesellschaft in eine totalitäre Diktatur zu verwandeln.

Hierzu bedarf es zweierlei: erstens einer permanenten Bedrohungslage und zweitens der Zerstörung des Vertrauens der Menschen in ihre eigenen Fähigkeiten.

Ersteres ist klar: der Russe, das Virus und der Chinese bedrohen uns. Dass die Menschen das Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten verlieren erreicht man, indem dem Menschen attestiert wird, das eigene Immunsystem sei nicht in der Lage eine virale Infektion erfolgreich zu bekämpfen (was bei älteren Menschen und bei völlig neuartigen Viren auch oft der Fall ist).

Zum anderen schürt man das Klima der Überforderung durch eine verordnete Ethik, die die Menschen mit ihren, über die Jahrhunderte hinweg verinnerlichten, Vorurteilen konfrontiert.

Indem die Konfrontation, aus z.T. berechtigter Furcht vor den Konflikten, unterdrückt wird, verbaut man den einzigen Weg, sich der Vorurteile zu entledigen.

Wir haben zwar weiterhin Angst vor dem Fremden und Kranken, vermeiden es aber diese Angst zum Ausdruck zu bringen, um der gesellschaftlichen Ächtung zu entgehen.

Das überforderte Selbst schreit nach dem Medizinmann, der allmächtigen Mutter, dem allmächtigen Vater, die bzw. der das krankmachende Potential blockierter Aggression wohltuend für üble Zwecke ausnutzt.

Der Impfling erhält seine Freiheit zurück und der Rassist pöbelt nicht mehr gegen die Schwarzen sondern gegen die Chinesen.

Dem Vorgang unmerklich eingeschrieben ist die Übertragung der Eigenverantwortlichkeit an einen die Omnipotenz personifizierenden Schauspieler, d.i. Politiker.

Alternativ kann man sich erschießen oder in die Kirche gehen.
Die Hartgesottenen genießen Wind und Wetter in der frischen Natur.

Ethik, Dogma und die Wirklichkeit.

Die Philosophie wurde weitgehend aus den Schulen und Universitäten verbannt. Letztlich wurde damit Menschen ein Weg verbaut, sich ihres eigenen Verstandes bedienen zu können. In unserer Reitz überfluteten Welt zählen Schlagzeilen. Sie sind, wie einst die Trommelfeuer im Weltkrieg, nicht dazu bestimmt, Menschen zu töten, sondern kampfunfähig zu machen.

Ursprung dieses Trommelfeuers sind Dogmen, der katholischen Kirche entrissene Leitsätze, die heute nicht einmal mehr auf einen Apostel zurückzuführen sind. Man verkauft uns diesen Dogmatismus als Werte-Ethik. Bei genauere Betrachtung hat die Werte-Ethik mit der Ethik soviel gemein, wie ein Schimmelpilz mit einem Atompilz.

Die Philosophie ist mit Hegel in die Wirklichkeit aufgebrochen, d.h. wir sind dort bei weitem nicht angelangt und solange das nicht der Fall ist, gibt es keine Ethik, die auf Werten beruht, deren Bezug zur Wirklichkeit wer herstellen sollte?

Insofern ist die katholische Kirche mit ihrem Apostel fein raus. Doch was, vom Apostel abgesehen, ist des Menschen Antrieb sich moralisch zu verhalten? Es ist die Freiheit!
Andere Moralapostel jeglicher Couleur, und sie finden sich nicht nur bei den Grünen sondern in jeder Partei, sanktionieren, bestrafen jeden, der ihrem moralischen Codex zuwiderhandelt, sind es jedenfalls nicht.

Oft mißbraucht und mißverstanden ist Freiheit
a) eine Eigenschaft des Menschen,
b) sie ist die Eigenschaft angetan – unsere Vorstellungen von der Welt mit der äußeren Realität in Übereinstimmung bringend – Wirklichkeit zu erlangen.

Die Freiheit des einzelnen Menschen ist ihm Antrieb, über die Deckung seiner Grundbedürfnisse hinaus in die Wirklichkeit zu treten, als Wissenschaftler, Unternehmer, Arbeiter und Künstler.

Die der Freiheit zu dankende Übereinstimmung läßt uns die Moral (und Moral ist eine gesellschaftliche Veranstaltung) entwickeln, die notwendig ist, dieses Wirken nicht auf Kosten der Erde, bzw. auf Kosten der lebendigen Natur zu gestalten.