Das Ende vom Krieg.

Noch schießen die Ukrainer ihre Raketen und Granaten auf die Städte und Gemeinden der Donbas-Republiken. 18 000 Menschen wurden so im Laufe der Jahre getötet. Ca. 1400 Zivilisten kamen durch das Eingreifen der russischen Armee in der Ukraine ums Leben. Die toten Zivilisten im Irak-Krieg zählen wir nicht, man spricht von 200 000. Die deutsche Justiz ermittelt ob in der Ukraine von Russen Kriegsverbrechen begangen werden, was uns in die Endzeit des Weltkrieges 1914/18 versetzt, als die Ukraine ein deutscher Vasallenstaat war.

In den Niederlanden beschwert sich die Regierung wegen der Übergriffe auf dort lebende Russen. Diejenigen Politker, die sich auf Kosten der Menschen in der Ukraine profilieren wollen, rate ich die Drogen weg zu lassen, aufzuwachen und den Realitäten ins Gesicht zu sehen: Die Welt kommt ohne russisches Öl, Gas, Stahlveredler und Weizen nicht aus, das sagen Kompetente Manager und Wirtschaftswissenschaftler. Dass nun VW und BMW die Produktion einzelner Werke in Deutschland stilllegen, weil ein Kabel nicht geliefert werden kann, zeigt, dass es auch Manager gibt, die ihr Handwerk nicht verstehen, zeigt aber auch, dass das Handelsvolumen alleine kein Indikator für die negativen Folgen des Krieges in der Ukraine ist.

Selensky droht sich Rußland an den Hals zu werfen, falls die Ukraine kein Mitglied der NATO wird. Großpolnische Bestrebungen gehen dahin, eine ukrainische Exilregierung zu verwalten. Die US-Regierung scheint Plan B aus der Schublade zu holen, nachdem ihr neuer Vorposten im Osten Rumänien heißt. Orban aus Ungarn beteuert seine Bündnistreue. Geld stinkt nicht.

Wir sind froh, dass es ein humanitärer Korridor Menschen in Slumy erlaubte, die Stadt zu verlassen. Mag sein, es liegt an den gut 200 indischen Studenten, mag sein es liegt daran, dass in Slumy die Regierung der Ukraine noch eine gewisse Autorität besitzt, die sie in Mariupol nicht besitzt. Mit russischem Einverständnis hat sich ein ukrainischer Konvoi mit Hilfsmitteln und leeren Reisebussen in Richtung Mariupol in Bewegung gesetzt. Soldaten aus dem Donezk und Russen schnüren den Ring um Mariupol immer enger.

Die Benzinpreise gehen durch die Decke, nicht weil weniger Öl gefördert würde, sondern weil wir eine Kriese haben – im Kopf. Das Bürgergeld lacht und in den USA wird überlegt, den Erwerb von Gold zu reglementieren, was den Goldpreis weit über die 2000 Dollarmarke pro Feinunze katapultierte. Die Anzahl der Geldtransaktionen die über das chinesische CIPS abgewickelt werden wird wachsen, und China wird sich Hüten dem Beispiel des SWIFT zu folgen und das CIPS als politisches Druckmittel zu verwenden. Noch beträgt das Wirtschaftsvolumen (BIP) der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit nur 2/3 desjenigen der NATO-Mitgliedsstaaten.

Die Welt ist Multikulti und Kultur ist im eigentlichen Sinne nur das was ist. Die Welt auf die 10 christlichen Gebote festnageln zu wollen, und gleichzeitig aufzurüsten, funktioniert aber nur durch Bestechung und mit Gewalt: Fördern und Fordern – was so nicht in den Geboten steht.

Donbas – Wir sind die moralischen Sieger.

Man kann Geschichte auf vielerlei Weisen interpretieren. Die Historiker, die es zu etwas gebracht haben, verwenden die Geschichte um die gegenwärtige Politik ihrer Brötchengeber zu rechtfertigen.

China, Rußland und die Türkei einen ein und dieselbe Erfahrung: Als sich China Mitte des 19. Jahrhunderts dem Westen öffnete, marschierte der Westen in Peking ein, wurde das Land in wirtschaftliche Einflußsphären aufgeteilt. Als sich Rußland im frühen 20. Jahrhundert dem Westen geöffnet hatte, schlitterte es erst in den Weltkrieg 1914/18 und wurde, nach Gründung er Sowjetunion von 10 westlichen Staaten mit Militär überschwemmt. Als sich die Türkei dem Westen öffnete, endete das im Versuch des Westens die Türkei im Anschluß des Weltkrieges 1914/18 in britische, französische, griechische und italienische Kolonien umzuwandeln. Attatürk kämpfte weiter und vermochte so die Herrschaft der Türken über Kleinasien zu bewahren.

Erstaunlich ist nicht Rußlands Schritt die Republiken am Donbas anzuerkennen (erinnert sei an Nordzypern, die Republik der Türken). Erstaunlich ist oder sollte sein, die dummdreiste Reaktion Scholz, Putin wegen des in einem Telefonat gefallenen Begriffes vom Völkermord zu verhöhnen und dies angesichts der, durch 10 Jahre währenden Artilleriefeuers, der – durch US-amerikanische Ausbilder geschulten – Abenteurer in der Ukraine, zerfetzten Menschenleben im Donbas.

Unter der ideologischen Käseglocke unter die sich die westlichen Politiker begeben haben, zählt natürlich die politisch korrekte Bezeichnung mehr als die seit fast 10 Jahren dahinsiechende Bevölkerung des Donbas.

Hoffnungen aufgrund von Sanktionsdrohungen gegen ein Land, dessen Wirtschaft bereits jetzt durch Sanktionen geknebelt ist, verbieten sich angesichts der ohne Not sabotierten Erdgaspipeline Nordstream 2. Das US-amerikanische Fraking-Gas ist nur dann konkurrenzfähig, wenn das ohne großen Aufwand gewonnene russische Erdgas nicht verkauft wird. Dumm vom Westen anzunehmen, die ökonomischen Kosten ließen einen Krieg um den Donbas aus buchhalterischen Gründen unwahrscheinlich erscheinen. Der Größenwahn des Westens ist gewiß der wissenschaftlichen Inzucht und seiner Selbstisolation, das heißt seinem Abschied aus der realen Welt, in der es stinkt und kracht, zu verdanken. Buchhalterisch betrachtet, könnte man kurzfristige Investitionen und langfristige Investitionen unterscheiden, wenn man wollte.

Einen differenzierten Blick auf die Welt zu nehmen, ist in der politischen Blase des Westens unmöglich geworden und verpönt. Wir sind die Mehrheit und wenn nicht, sorgt das Trommelfeuer der Medien unseren Standpunkt mehrheitsfähig zu machen.

Die Pokerrunde ist zu Ende. Die Karten sind noch nicht alle aufgedeckt. Realpolitik täte Not, um das Schlimmste zu verhüten. Doch haben wir es nötig uns von unseren Chimären zu verabschieden? Ich befürchte, dass wir dazu nicht mehr in der Lage sind. Wir sind und bleiben die moralischen Sieger.