Schach statt Poker.

Die anläßlich der staatlichen Anerkennung der Volksrepublik Donezk und der Volksrepublik Lugansk gehaltene Rede Putins und weiterer Presseerklärungen, ergibt sich folgendes Bild:

Während der Westen Rußland in Unterredungen und Konferenzen hingehalten hat, entstand in der Ukraine eine für Russland bedroliche Lage. Die Minsker Vereinbarung zur Regelung des Konfliktes im Donbas wurden von der Ukraine offen abgelehnt und durch Angriffe auf den Donbas sabotiert. Die Ukraine ist zum Tummelplatz nationaler Oligarchen und Milizen geworden, die sie unberechenbar werden läßt. Die Ukraine droht offen mit der Herstellung von Atomwaffen und besitzt die hierzu notwendige Infrastruktur. Die USA ergänzen in Osteuropa inklusive der Ukraine ihre militärischen Kapazitäten.

Rußland geht es einerseits darum a) den Krisenherd im Donbas zu beseitigen und b) dem neu entstehenden Bedrohungspotential in der Ukraine vor seiner vollen Entfaltung schnellst möglich ein Ende zu bereiten.

Die Mittel, die es anwendet richten sich danach, wie die Ukraine reagieren wird und ob der Westen, konkret die USA, ein glaubwürdiges Angebot unterbreitet, das geeignet ist, den Sicherheitsbedenken Rußlands zu entsprechen.

Weder in den USA noch in der Ukraine scheint man aber in der Lage eine eindeutige Politik gegenüber Rußland durchzusetzen. Die Politiker reden (was auch immer) und Glücksritter nutzen die akustischen Nebelschwaden ihre Partikular-Interessen zu verfolgen.

Ob Rußland in der Ukraine eine politische Kraft findet, die derzeitige Regierung zu stürzen ist ungewiß, es wird in jedem Fall die Not der Menschen in der Ukraine zu nutzen wissen.

Konkret: Wenn aus der Ukraine der Donbas militärisch angegriffen wird, wird Rußland im Donbas eingreifen und falls die Diplomaten weiterschlafen, wird es in der Ukraine die ihm strategisch wichtigen Gebiete sichern.