Imperialismus 4.0

Viel Energie wurde anläßlich des Todes von Königin Elisabeth II. investiert, die Rolle der Windsors während des Imperialismus des späten 19. Jahrhunderts zu kritisieren, ohne dem Kern der Sache auch nur nahe kommen zu wollen oder zu können. Den englischen Imeprialisten war es möglich, z.B. Indien zu beherrschen, weil sie die Macht- und Wirtschaftselite korrumpierte. a.) sie wurde gekauft b.) sie hat sich erpreßbar gemacht. Kein Mitglied der Mafia, das kein Verbrechen begangen hat, durch das er mit Haut und Haaren der Organisation ausgeliefert ist.
All jenen, die der Freiheit das Wort reden, vorzugsweise geht es um die Freiheit der Anderen – Thema war Imperialismus – sei Mahatma Ghandi in Erinnerung gerufen. Ghandi befreite Indien nicht mit dem Panzer Leopard II. Er formulierte seine Rechte, beharrte auf die Rechte und blieb friedfertig. Bitte Nachmachen!
Erinnert sei an den großen Nelson Mandela, der einst mit brutaler Gewalt die Apartheit in Südafrika beseitigen wollte und die innere Größe aufbrachte, seinen Zorn und seine Wut in Friedfertigkeit zu verwandeln. Christen könnten die Wandlung des Saulus zum Paulus anführen, wenn es ein Christ wäre, der die Christdemokraten anführt.

Die gegenwärtige Dialektik entwickelt sich aus dem Widerspruch zwischen Globalisierern und Nationalisten. Das ist so und wenn wir dies aus der Distanz betrachten. Dialektisches Denken basiert auf dem Wunsch, die Widersprüche aufzuheben, d.h. Lösungen zu entwickeln – ohne Blut zu vergießen – indem Widersprüche aufgelöste werden, zunächst im eigenen Kopf, sich selbst in eine Wirklichkeit zu rücken, der eigenen Entwicklung zunutze, woraus das Handeln wie selbstverständlich entspringt. Wer auf alten Positionen beharren möchte, begibt sich in das Gemetzel und wird auf der Strecke bleiben. Erkenntnis und nicht Feuerkraft ist der Motor menschlicher Entwicklung.

Die Globalisierer sind geistig behindert durch ihren unverschämten Reichtum, der sie der Notwendigkeit zur Entfaltung des eigenen geistige Potentials wie auch der Entfaltung sozialer Kompetenzen, von Empathie – der Basis des miteinander Redens und die einer jeden sozialen Entwicklung – beraubt. Ihre Angst ist verständlich, die Existenz ihrer Persönlichkeit ist an ihren Reichtum gekoppelt. Sie kaufen sich sogar Think Tanks um Denken, doch nur das erwünschte, zu lassen. Der Herr ist nur solange Herr, solange der Knecht Knecht ist. Geld ist das Mittel der eigenen und der Unterdrückung anderer.

Die Nationalisten versuchen den ihnen vorgegaukelten Irrlichtern zu entkommen. Der „Weiße Raum“, ein Raum der keine Orientierung zuläßt, ist ein Herrschaftsinstrument, Menschen gezielt zu manipulieren und zu instrumentalisieren. Logisch aber gefährlich ist, wenn diese schwachen Charaktere auf sich ihnen anbietenden wenn nicht angebotenen faschistische Vorbilder zurückgreifen, auf Irrlichter zurückgreifen, anstatt sich ihres Selbst bewußt zu bedienen. Wer einen Führer will, bleibt ein Knecht.

Die Aufgaben, vor die die Menschheit gestellt ist, kann nur durch die tatsächliche Freiheit des sicheren Raumes, der zur Selbstentfaltung des Menschen beiträgt, erfolgen. Psychische und physische Gewalt zerstören die einzige Produktivkraft, die es gibt. Ihr bester Schutz besteht aber darin, die Potentiale des einzelnen ihm gemäß zu entwickeln.

Ein Staat könnte helfen, durch Bildungseinrichtungen, die nicht Wissen vermitteln sondern zur Selbstbewußtwerdung und zur Entwicklung der Fähigkeiten des Schülers/Studenten beitragen, durch den Schutz der Rechte seiner Bürger gegen die übermächtigen und entgrenzten Borderliner, d.h. gegen den Angriff der Kaste von Superreichen, die unsere Rechte beschneiden, gegen ihren Angriff auf das Bildungssystem und freie Medien(-schffende), auf die Kassen des Staates und der sozialen Sicherungssysteme.

Der Staat aber wird umso schwächer, je stärker er verschuldet ist.

Musk Twitter.

Menschen urteilen und handeln aufgrund des Abbildes, das ihnen aus Erfahrung entstand. In unserer armseeligen Zeit aber tritt die Welt den Menschen kaum noch in ihrer unmittelbaren Wirklichkeit entgegen, sondern in Form wohl organisierter Ereignisräume und Bücherweisheiten. Der Kontakt zu den Mitmenschen erfolgt nur mittelbar, moderiert und über die modernen Medien. Letztere erlauben es uns rücksichtslos über andere herzuziehen, weil hier die direkte verbale und non-verbale Rückmeldung fehlt.

So entsteht des Deutschen Wolkenkuckucksheim und der organisierte Wahnsinn.

China steuert dagegen, indem es den Schülern die bis dato jede freie Minute dem Aufpolieren ihrer schulischen Leistungen zu widmen genötigt wurden – mein Kind soll was werden – mehr Freizeit einräumen möchte.

Wer, wie Elon Musk, das Glück hatte, mit viel Geld auf die Welt gekommen zu sein und sich seine Schaffensfreude zu bewahren verstand, läuft Gefahr an der krankhaft verteidigten Fiktion zu scheitern. Heute noch bejubelt gilt Musk jetzt als Zielscheibe, da er vorgab Twitter zu kaufen, vom Aktienmarkt zu nehmen und die Quellcode der Applikation zu veröffentlichen.

Wir Menschen wünschen ihm dabei viel Glück. Er wird es nötig haben, stehen die Chancen, dass er seine Pläne umzusetzten vermag wahrlich nicht gut.

…doch der Wind der ihn treibt, nennt sich Wirklichkeit.

Handwerk bildet.

Vor vielen Jahren bildete das Handwerk aus und die so ausgebildeten Facharbeiter wurden von der Industrie durch höhere Löhne abgeworben. Die Ausbildung im Handwerk trägt zur Sozialisation der Menschen in bedeutendem Maße bei. Hier sehen junge Menschen das Resultat ihrer Arbeit, können es mit Händen greifen und eine gute Arbeit ist unabhängig vom Betrachter gut. Im Handwerk arbeiten Menschen eng miteinander, sie müssen sich abstimmen. Die Marotten ihrer Kollegen lernen sie kennen und sie lernen trotzdem sich gegenseitig zu respektieren. Nicht zuletzt trug und trägt das Handwerk zur Integration der aus fremden Länder zu uns kommenden Menschen bei.

Deutschland wäre nicht das Autoland geworden, das es bis vor dem Selbstmord von VW einmal war, hätten es nicht die Handwerker gegeben, die mit der Präzision ihrer Arbeit die Basis dafür geschaffen hätten. Wenn die Industrie darüber klagt, daß die durch das Handwerk getragene Ausbildung in besonderem Maße gefördert wird, dann aus Gründen einer verzerrten, weltfremden Doktrin heraus, nachdem der Humanismus dem freien Wettbewerb zu weichen hat.

Eine weitere Meldung des Tages: Behörden erheben Anklage gegen vier weitere Audi-Manager.

Was hat uns Corona gebracht.

Vor allen Dingen sollten wir uns zweierlei bewußt sein:
a.) diese Erde ist eine kollektive Veranstaltung, die maßgeblich von den natürlichen Gegebenheiten bestimmt wird. Größenwahnsinnige Moguln, Wissenschaftler und Journalisten mögen sich klüger dünken als ein Virus. Dem ist so nicht!
b.) Big Data wird viele Fragen beantworten können, die Fragen, die wir zu stellen verlernt haben, nicht!

Es bleibt bei Kant und seiner begründeten Vermutung, daß der langfristige Verlauf der Geschichte nicht gesteuert werden kann. Das ist die gute Nachricht für jene, die das Grundgesetz hoch halten. Die schlechte Nachricht ist, daß wir lernen müssen, ohne Feindbilder auszukommen.

Wir befinden uns zur Zeit im Kreuzfeuer von Des-/Informationskampagnen. Der Mensch hat ein neues Spielzeug entdeckt und probiert es aus, so wie er auch die Atombombe ausprobiert hat. Man kann bessere Atombomben bauen, klügere Konzepte ihres Einsatzes entwickeln und kommt doch, sofern man einen Gedanken diesem Thema widmet (einfach mal nachdenken Frau Kramp-Karrenbauer), an der Erkenntnis nicht vorbei, daß der einzige Zweck dieser Waffe darin besteht, eine weltweite Übereinkunft darüber zu finden, diesen Planeten nicht zu zerstören.

Die Energie, die in die Entwicklung der Bombe investiert wurde, ist sofern nicht verloren, wie die Energie mit der heute Des-/Informationskampagnien geführt werden. Letzteres sollte uns zu der Erkenntnis führen, daß ein profitabler Fachidiot nicht in der Lage ist, zwischen Information und Desinformation zu unterscheiden. Daß die beiden Kriegsparteien aufrüsten, gezielt, unterschwellig und geschickt, ihre emotionalisierenden Botschaften unter’s Volk zu bringen, sollte uns bewußt sein. Wir, wo immer uns das Leben auch hingestellt haben mag, sollten jedoch nicht nur das tun, was wir vor unserem Gewissen verantworten können, wir müssen es auch tun. Wer sich nicht dem eigenen Verstande und den eigenen moralischen Grundsätzen trauend, bewegt, bleibt dumm. Dumm bleiben auch jene, die ihrem Kindermädchen, Guru, den Klicks oder der Kamera hinterherrennen.

Unsere selbst verschuldete Unmündigkeit zu verlassen steht seit mehr als 200 Jahren auf der Tagesordnung und wird dort die nächsten 200 Jahre verbleiben. Zu lernen, daß unsere Ziele nicht durch Krücken, Gegenstände, Werkzeuge zu erreichen sind, sondern in der Bildung unserer Person, d.h. in der Befähigung zu einem einträchtigen Miteinander.

In einer Welt von Mord und Totschlag, bedarf es aber des Staates, der das Recht des Einzelnen schützt und dieser Staat gewinnt seine Autorität nicht durch Absonderungen in Pressekonferenzen, sondern, indem er seinen Aufgaben, nach innen und außen hin, zum Wohle seiner Bürger nachkommt.

Es bedarf dringlichst Bildungseinrichtungen, in denen das Lernen höheren Stellenwert hat als das Erlernte.