Klärungen.

Milizen
Die Armee der Ukraine ist nicht eine. Wir sehen es, an dem sich sehr verschieden ausnehmende Verhalten ihrer Bataillon. Ich bezeichne das Bataillon Asow, Aidar und andere mehr als Milizen, weil ihr Handeln obzwar nun Teil der regulären ukrainischen Armee nicht darauf schließen läßt, sich der Politik unterzuordnen. Sie machen ihre eigene Politik: Eklatant sichtbar in Mariupol. Dort hatte das Asow-Bataillon bereits am 9. Mai 2014 Menschen zusammengeschossen, weil sie den Sieg der sowjetischen Armee über das Hitler-Regime feiern wollten. Die für dies und andere Verbrechen (Brandanschlag in Odessa) verantwortlichen Milizen wurden nicht zur Rechenschaft gezogen, was vielleicht erklärt, warum es keinen humanitären Korridor in Mariupol gibt und geben wird.

Victoria Nuland: „Fuck the EU“
Die Staatssekretärin des US-Außenministerium Victoria Nuland ist eine Frau die eine deutliche Sprache pflegt und das ist gut so. Dem Ausschuss des US-Senats berichtete sie, warum die USA Rußland den Zugang zu den in der Ukraine betriebenen Biolaboren verwehren muß. Es geht wohl nicht um gentrifizierten Weizen. Wann wir in Deutschland das Glück haben werden, wann die Russen das Glück haben werden, dermaßen mit der Wahrheit konfrontiert zu werden, wie dies die USA trotz allem immer noch pflegt, ist nicht abzusehen.

Entmilitarisierung der Ukraine
Eines der Ziele des russischen Einmarsches. Wenn ein Staat wie die Ukraine erklärt, eine Atommacht werden zu wollen, das den Milizen ein legales Mäntelchen umhängt, sich der militärischen Aufrüstung durch die USA und Großbritannien erfreut, den pro-russischen Oppositionsführer Viktor Medwedtschuk unter Hausarrest stellt kann man schon auf den Gedanken kommen, dass doch Nord-Korea mit seinen Atomraketen die größere Gewähr eines verantwortungsvollen Umgangs verspricht.

Krim und Donbas
Beides sind Konfliktherde, die Rußland auf Dauer schwächen. Rußland setzt sein Militär und seine Diplomatie ein, diese Konfliktherde zu beseitigen. Donezk und Luhansk werden als Staat anerkannt und die Krim, soll in Zukunft nicht mehr das Trinkwasser abgestellt werden, wenn es der Regierung in der Ukraine in den Kram paßt. Was wiegt unsere Abhängigkeit vom russischen Gas gegen die der Krim vom Wasser aus der Ukraine.

Russe und Ukrainer
Ich denke an den Don, den Fluß, der Russen und Ukrainer verbindet, immer noch und zwar unabhängig von jeglicher politischer Großwetterlage, seit Jahrhunderten. Ich denke an den Donkosaken-Chor, Soldaten, Russen und Ukrainer, die von der Liebe singen, an die Familienmitglieder die sich nun hassen sollen, weil teils russisch, teils ukrainisch.