China.

An China spaltet Joe Biden die Geister. Er macht das mit einer Ethik, die sich Identitätspolitik nennt, d.h. einzelnen Personen oder dem Regime kann man moralische Verfehlungen vorhalten, die geeignet sind, es gegenüber den von ihm Regierten aber auch gegenüber der ganzen freien Welt in Konflikt zu bringen. Teile und herrsche, sagt schon Machiavelli.

Warum das in China nicht so funktioniert?
Zum einen war es nicht China, das einen australischen Staatsbürger von Großbritannien in die USA ausliefern ließ, weil er von den US-Armee begangene Verbrechen im Internet veröffentlichte.
Zum anderen kennt der Chinese, die Chinesin die Geschichte des eigenen Landes und erinnert, die Wohltaten eines in den USA noch heute verehrten Harriman, der sein Geld mit Drogengeschäften – Drogen, mit denen China umnachtet werden sollte – verdiente. Die freie Welt kennt diese Geschichte nicht.

China vermochte in den letzten Jahren seine Beziehungen zu Taiwan zu verbessern, was die USA auf den Plan rief und Taiwan in einen Konflikt stürzt. Zur Zeit erleben wir einen Kongreß auf dem Unternehmer vom chinesischen Festland und von der Insel Taiwan ihre Zusammenarbeit weiter vertiefen, wir erleben US-amerikanische Unternehmer, die nach Rotchina fliegen, weil ihnen die Rohstoffe zur Herstellung ihrer elektronischen Produkte ausgehen und wir erleben Wirtschaftssanktionen der USA gegen China aber auch gegen Deutschland. Im Gegensatz zu Deutschland bedankt sich China nicht.

Es hat einen Impfstoff gegen Corona entwickelt, der in der freien Welt nicht zugelassen wird. Es hat auch Medikamente nach der traditionellen chinesischen Medizin entwickelt, die Pandemie zu bekämpfen. China hat das größte Autobahnnetz der Welt, es baut im Gegensatz zu VW elektrisch betriebene Fahrzeuge, die den Qualitätserwartungen der Kunden entsprechen und BMW veranlaßt haben man den neuen E-SUV in China fertigen zu lassen; China hat das größte Aufforstungsprogramm der Welt und läßt, auch die chinesischen Spekulantinnen und Spekulanten im Regen stehen, wenn sie sich verrechnet haben, nicht ganz, nur soweit es dem Land nicht schadet, es schickt Satelliten hinter den Mond und Raumstationen ins All. Bei all dem gibt es dort noch Menschen, die Schuhe nach alten chinesischer Tradition zu fertigen wissen.

Chinas kulturelle Vielfalt, die Achtung seines historischen Erbes, der Fleiß seiner Bürger und die allseitige Entwicklung des Landes bedrohen den einfältigen Westen, der aufgrund der Pandemie Rekordergebnisse an den Börsen erzielt und dank der Klimapolitik ungeahnte Profite aus den fossilen Energieträgern generiert. Was immer der Chinese in seinem Land als Regierung zuläßt, hängt nicht von uns ab. Was wir an Regierung zu Werke bringen, liegt in unserer Hand.

Die Sprach-Gewalttäter

„Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik,“ so ein verfemter deutscher Philosoph dessen böse Schwester ihn post mortem an das Reich des Bösen verkaufte.

Setze ich „Tragödie“ mit einer sich der Sprache bedienenden Bühnenaufführung und „Geist der Musik“ mit einer unbewußt erfolgenden Äußerung sinnlicher Wahrnehmung von Wirklichkeit gleich, sind wir bei Freud.

Freud/Adler/Jung entwickelten daraus die Technik der Gesprächstherapie. Erfahrungen, die sich als unbestimmte Angst bemerkbar machen und so Menschen darin blockieren ihr Leben zu leben, verlieren, indem die ursächliche Erfahrung bei Wiedererleben der Angst in Worte gefaßt wird, ihren Menschen lähmenden Schrecken.

Die Worte die während der Gesprächstherapie bei unerträglichen Angstattacken fallen, sind politisch nicht korrekt. Sie sind der erste Schritt z.B. seelisch zerstörter Kinder zur Ausprägung einer differenzierten Persönlichkeit. Der Prozeß, der, bei in ihrer Psyche verletzen Menschen, stattfindet, findet auch im gesellschaftlichen Maßstab statt, sofern man ihn nicht verbietet.

Doch die Mehrheit will nichts lernen, keine Ängste erleben oder wiederbeleben *) und mit Tabletten funktionieren. Die Dummheit als Preis der Bequemlichkeit bemerkt keiner.

Nicht alles darf in jedem Umfeld gesagt werden. Soweit ist das vernünftig.

Wird die Grenze dessen, was gesagt werden darf, in einen Themen-Bereich verschoben, der eine Mehrheit der Menschen darin scheitern läßt, ihre Äußerungen zu unterdrücken, weil der emotionale Träger des rationalen Themas nur unangemessene Worte anbieten kann, weil z.B. das Thema fremd ist, kommt es zu einer Überforderung.

Was passiert jetzt?

Die einen werden stumm, die anderen gewalttätig.

Nichts aber ist der Macht abträglicher, wie gesellschaftliche Lernprozesse, sprich das Hocharbeiten ausgehend von groben wenig zutreffenden Beschreibungen eines Sachverhaltes hin zu differenzierten, die Wirklichkeit treffenden Aussagen im unkontrollierten gesellschaftlichen Prozeß. Die Ganztagsschulen und ein lebenslanges (fremdbestimmtes) Lernen verhindern das.

Der soziale Diskurs, die Mutter allen Fortschritts, erlahmt.

Die Geschichte wiederholt sich nicht, sie hilft aber die Gegenwart zu verstehen. Deshalb folgendes:

Die faschistische Politik sicherte sich ihre Macht, indem sie den „Deutschen“ Ideale vorgab, die nicht erfüllt werden konnten. Es bedurfte der Hilfe eines idealisierten Vorbildes, eines „Arztes am Volkskörper“, der den Grund des Scheiterns eines Jeden der Eigenverantwortlichkeit enthob seiner Glaubensgemeinschaft Absolution erteilte und die Schuld am Scheitern des „Deutschen“ anderen aufbürdete. Man nannte das Social Engineering.

*) Beispiel: Ein traumatisierter Soldat mit PTS erschießt einen vietnamesischen Ladenbesitzer, da der ihm ein unbewußtes Muster, erworben im Vietnamkrieg, aktiviert, das dem Soldaten nur die Wahl ließ, zu sterben oder zu töten. Nun könnte man dem Soldaten sagen, dass es verboten sei vietnamesische Ladenbesitzer in den USA zu erschießen. Wird das etwas ändern?

Wenn Symptome verboten werden, anstatt die Ursachen zu beseitigen, wird das Problem nicht kleiner, sondern größer.

Identitätspolitik.

Der Epoche der Aufklärung folgte die Epoche der Wissenschaften. Letztere blieb die Domäne weniger, die im Dienste noch weniger, sie gegen die Aufklärung einsetzen. Das Werkzeug hierzu ist die Identitätspolitik.

Was sich auf den ersten Blick gut anhört, Black Lives Matter, Me Too, Gender und Gay ist es an und für sich auch, läßt sich aber als Werkzeug gleich einem Messer konstruktiv und destruktiv verwenden.

Die Gesellschaft zerfällt nicht, sie wird zerstört, da Menschen zielgerichtet in Gruppen zusammengefaßt werden, die ihren individuellen Eigenschaften entsprechen, ihren sozialen Bedürfnissen jedoch widersprechen.

Damit einher geht die Zerstörung traditioneller Gemeinschaften, seien es die Kirche, die Nation (worunter ich die Bindung eines jeden gleich welcher Hautfarbe, Religion, Geschlecht oder sexueller Orientierung verstehe, was zu betonen überflüssig wäre, wenn denn das eine, die Identitätspolitik nicht gegen das andere ins Feld geführt würde), die Gewerkschaften oder die politischen Parteien (wieviel hätten sie denn gerne?).

Die Segregation ist Mittel zur Zertrümmerung von Gesellschaft, d.h. der Gemeinschaft. Es ist eine Technik, die pseudowissenschaftlich einherstolzierend durch Anlegen wissenschaftlicher Kriterien entlarvt werden könnte.

Doch wo Philosophie und Bildung des (von) Menschen mit Füßen getreten werden, fragt sich keiner mehr: Wie stelle ich ein Axiom auf? Wie abstrahiere ich? Was ist (all)gemein (gültig) und was als einzelnes? Muß einer quantitativen (beziffernden) Aussage nicht eine qualitative (logische) Analyse vorausgehen?

Und so nutzte auch ein Zuckerberg den Algorithmus mit unabsehbaren(?) sozialen Folgen. Doch dieser Algorithmus findet sich nicht nur bei Facebook!

Wo das Denken verloren ging, bringt Big Data keine Rettung; nicht für die vielen und nicht für die wenigen, auch nicht für die ganz wenigen.

Nur Tote wählen nicht.

Armin Laschet feixt und lacht im Hintergrund während einer Pressekonferenz des Bundespräsidenten. Das ist schlimm und soweit gut, da wir nun wissen, was dieser Kandidat von dem Land, das Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier repräsentiert, hält.
Diese Pressekonferenz fand in dem von der Flutkatastrophe betroffenen Gebiet statt. Armin Laschet verfügt über die Qualitäten, die ein Politiker haben muß: Gefühlskälte und Zynismus. Tote wählen nicht.

Annalena Baerbock hatte während ihrer Kür zum Kanzlerkandidaten einen schwachen Moment, als sie sich bereit erklärte für das „höchste Amt“ in Deutschland zu kandidieren. Doch Bundeskanzler ist nicht das höchste, nicht einmal das zweithöchste Amt im Staate. Die Verfassung nicht zu kennen ist schlimm und soweit gut zu wissen, dass sie die Fiktion (ein Buch unter ihrem Namen zu veröffentlichen von dem man nur hoffen kann, dass sie selbst es wenigstens gelesen hat).
Auch ihr Mitgefühl gegenüber den Flutopfern hält sich in Grenzen, weil sie die Flutopfern nicht für den Wahlkampf instrumentalisieren möchte.
Wahlkampf ist Show und hat nichts damit zu tun, dass ein Politiker eine Katastrophe zum Anlass politischen Handelns macht. Wo kämen wir hin, wenn die Wirklichkeit das politische Programm dominierte?

Olaf Scholz weiß wie es geht. Er sieht aus wie einer von uns und glaubt das sogar, weil er in der SPD ist. Als Erster Bürgermeister von Hamburg traf er einst den Warburg-Bankier Olearius und sorgte zeitnah mit seinem Engagement dafür, dass diese Bank den im Auftrag ihrer Klientel begangenen Steuerbetrug (CUM und Ex) durchziehen konnte.
Hamburg zahlte damals und wir zahlen heute die Inflation ( Immobilienpreise, Mieten, Energiepreise und später mehr) die Scholz mit seinen Geschenken an die TUI, Commerzbank, Lufthansa etc. erzeugt.

Auch Markus Söder droht angesichts der Corona-Blase seiner Wahl die Orientierung zu verlieren. Um es voran zu stellen, eine Impfung hilft, den Verlauf einer Erkrankung infolge einer Corona-Infektion abzumildern und sie reduziert die Wahrscheinlichkeit des Ausbruchs der Krankheit. Es ist aber nicht nur so, dass Geimpfte das Virus übertragen können (mehr Rechte für geimpfte Virenträger), es ist auch so, dass der Impfschutz, lt. ersten Vorstudien in Israel (vgl. „Jerusalem Post“) sich mit der Zeit auflöst.
Viren gibt es immer. Das weiß „Die Zeit“ wenn sie fragt: „Corona.Maßnahmen: Wann hört das auf?“ und einer ihrer Schlüsse ist: „Grundrechte wären dann dauerhaft eine bloße Folge gesetzlicher Zulassungsentscheidungen“.

Wenn ALL die Parteien die zur Bundestagswahl antreten im Mix aus Eitelkeit und Mammon Spuren politischen Irrsinns aufweisen, und das ist so, sind sie Menschenwerk und der Mensch irrt aus Bequemlichkeit, befolgen Sie die Regeln:

Abstand halten, Maske tragen und Hände waschen.

Lassen Sie sich nicht anstecken, weil die Parteien ihre Aufgabe nicht wahrnehmen und Ihre Abgeordneten mit dem Handy spielen (die Linke hatte ich vergessen – Grüße an Sarah). Tun Sie Ihre Pflicht:

Gehen Sie zur Bundestagswahl!

Der Journalismus lebt – noch.

Nordstream 2 wird zu Ende gebaut! Die Bedeutung die diese Gaspipeline für Deutschland hat, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Rußland (bzw. die damalige UdSSR) hat in den letzten 50 Jahren zuverlässig Erdgas in die Bundesrepublik Deutschland geliefert.

Danke Peter Altmaier und danke Angela Merkel!

RAI Südtirol (22.07.2021) arbeitete in einem Interview mit einer Korrespondentin die in Zusammenhang mit dem G8 Gipfel in Genua im Juli 2001 stattgefundenen Gewaltexzesse auf.
Ergebnis: Im Vorfeld gab es Gewaltaktionen des Schwarzen Blocks. Die von den Betroffenen alarmierte Polizei kam bis heute nicht, auch nur ein Protokoll aufzunehmen! Unter den Demonstranten befanden sich als solche nicht erkenntliche Polizisten. Die Gewalt ging, es mag Ausnahmen gegeben haben, vom Schwarzen Block aus. Das hinderte die italienische Polizei nicht daran, das Organisationsbüro der Globalisierungsgegner zu stürmen und die friedlich gesinnten G8-Gegner zusammen zu schlagen. Die Opfer dieser Aktion kamen, wenn auch erst vor dem EuGH zu ihrem Recht. Die Korrespondentin des RAI-Südtirol berichtete weiter, freundlich anmutende Gespräche zwischen Polizisten und Angehörigen des Schwarzen Blocks beobachtet zu haben.

Gabor Steingart fällt in seinem Morning Briefing (22.07.2021) auf, dass in Großbritannien 40% der ins Krankenhaus eingelieferten Covid-Patienten ein- oder zweimal geimpft sind.

Ihm fällt im Zusammenhang mit den Überschwemmungen weiter auf, dass es eines Untersuchungsausschusses bedarf festzustellen, ob der öffentlich rechtliche Rundfunk seinem Auftrag „Gefahrenmeldungen unverzüglich auszustrahlen“ nachgekommen ist. Wenn es eines Untersuchungsausschusses bedarf, eine Gefahrenmeldung aufzuspüren…

Annalena Baerbock

Annalena Baerbock wird im neuen schwarz-grünen Kabinett Außenministerin, wenn es läuft wie geplant.

Ihre Ausfälle belustigen die Nation. Ihre Biographie strotzte vor Retuschen und ihr Buch wie die eine oder andere Rede ist ein Copy-Paste Leistung wie sie heute auf jeder Universität zum Handwerkszeug einer erfolgreichen Studiosa gehören.

Die Fehlleistungen der Kanzlerkandidatin könnte man verstehen, würden sie aufgrund einer Notwendigkeit begangen worden sein. Warum verstieß Baerbock aus nichtigem Anlaß gegen einen moralischen Codex? Weil Moral etwas für die Regierten ist, müssen sich die Young Global Leaders durch amoralisches Verhalten für die Erhebung ins „höchste Amt“ (Baerbock meinte das Kanzleramt) qualifizieren?

In jedem Falle sollten wir um die, von klugen PR-Agenten deformierte, Persönlichkeit der Annalena Baerbock trauern. Ihr bleiben am Ende Psychopharmaka und der Alkohol.

Spur und Steine.

Sarah Wagenknecht wurde das Geschenk zuteil, die Fesseln, die ihr die Gesellschaft in der DDR zumutete in der Bundesrepublik Deutschland ablegen zu können. Sie vermochte hier ihre Persönlichkeit in einer Weise zu entfalten, die jedem, der dies zu verfolgen und einzuschätzen vermag, größten Respekt abnötigen muß.

Diese Frau sagt, was sie denkt und tut, was sie sagt. Für diese Frau ist in der deutschen Politik kein Platz. Es wäre ein großer Gewinn für unsere Gesellschaft, wie für Sarah Wagenknecht, wenn das, gegen sie angestrengte Parteiausschlußverfahren, mit ihrem Parteiausschluß endete.

Wir leben in einer Zeit der Kultur des massiven Widerspruches aufoktroyierter Normen (wie sie neben der Linken von Grünen, SPD und anderen PR-Agenturen betrieben wird) und erlebter Wirklichkeit.

Der weniger doch immerhin vernunftbegabte Wähler der Linken möge es dem linken Irrsinn danken, entfiele mit Sarah Wagenknecht das letzte Motiv, bei den bevorstehenden Wahlen für die Linke zu stimmen.

Wording, Indentitätspolitik und Negativ Campaigning.

Man wirft Regeln willkürlich über Board und tut dies im eigenen Interesse, sofern man dazu in der Lage ist.

Der Mechanismus beruht auf der Entwertung der Sinne, Empfindungen, Vorstellungen und Erfahrungen des einzelnen Menschen, so daß an seiner Stelle ein Homunkulus (aus dem Repertoire vorgegebener Identitäten) entsteht, dem jeder, eines erwarteten Vorteils willen, entsprechen möchte wodurch er sich allerdings angreifbar und erpressbar macht.

Assoziationen.
Politiker besetzen Begriffe die positiv besetzt sind, in der Hoffnung, es färbe auf sie ab. Nun ist grüne Politik umweltfreundlich und umweltschädlich. Konkret ein batteriebetriebenes KFZ belastet die Umwelt, weil zu seiner Herstellung und zum Betrieb Energie aufgewendet werden muß und umweltschädliche, weil reaktionswirksame Materialien verwendet werden.

Forscher, Think Tanks, Fachleute.
Sie erläutern warum Krieg Frieden schafft und gut böse ist bzw. böse gut. Damit zentral gesteuerte Institutionen ins Handeln finden, müssen sie ihr Handeln durch entsprechende Beurteilungen (Zertifikate) rechtfertigen, sofern sie der Menschen zur Umsetzung bedürfen und sofern diese Menschen den Fachleuten oder Zertifikaten glauben.
Eine Debatte, zur differenzierten Betrachtung der Vorgänge, hindert die Umsetzung der Pläne, stellt sie infrage. An die Stelle der Bürgerbeteiligung am gesellschaftlichen Diskurs tritt der Glaube an die sich medial inszenierenden „Wissenschaftler“, die Glaubensgemeinschaft der Facebook-Followers.

Demokratie war ursprünglich ein Begriff der eine Ausdifferenzierung in der Persönlichkeitsentwicklung, in Gesellschaft, Wirtschaft und Staat als Prozess beinhaltete. Die Umsetzung eines Planes ist gleichbedeutend mit seiner Optimierung (Bildung).

Demokratie ist heute Umsetzung statt Bildung und es bleibt der Wettbewerb, um die Zustimmung für den einen oder anderen Repräsentanten (Leader) einer politischen Gruppe. Die bösen Leader nennt man Populisten oder begnadete Populisten, weil sie sich auch am Willen ihrer Wähler orientieren.

Durch das Wording werden Menschen diskriminiert, d.h. man definiert sie aufgrund der Begriffe, die auf sie und oft auch von ihnen angewendet werden. Wer sich ein solches Label umhängt, „grün“, wird angreifbar und das zu recht. Tempo 130 km/h fordern und 177 km/h fahren, obwohl 120 km/h erlaubt sind und dann noch lapidar rechtfertigend zu sagen: „Ich hatte es eilig“ läßt uns diesen Menschen als jemanden erscheinen, dem die Regeln und die Menschen egal sind, in der Hoffnung diese Arroganz verdecke seine Dummheit, etwas zu fordern (Tempo 130), was seinen eigenen Wünschen widerspricht (Freie Fahrt für freie Bürger).

Er ist nicht frei wie jeder der sich über ein Wort und nicht über seinen Charakter definiert. Ähnlich absurd ist es Antidiskriminierungsgesetze zu verabschieden, in der Hoffnung, hiermit mangelnde Empathie, d.h. die Fähigkeit sich im Anderen wiederzufinden, was jede Diskriminierung verhinderte, ersetzen zu können.

Negativ Campaigning:
Sie ist wirksam, da sie gerade die Beliebtheit einer anderen Gruppe von Menschen herab zu setzten vermag, weil dem Einzelnen die Urteilsbegabung entwertet wird, was ihn auf die vorgefertigte Ware (Beurteilungen) seines Leaders zurückgreifen läßt. Zertrümmerte gesellschaftliche Strukturen, Soziophobien schränken den Erfahrungsbereich ein und erschweren es zunehmend sich ein individuelles Bild vom Anderen zu machen wodurch erst Negativ Campaigning (auf deutsch: Rufmord) erfolgreich wird. Ich gehöre zu einer Gruppe (überhaupt), zu der Gruppe des guten Leaders (all lives matter) und bin deshalb mehr Wert wie du.

Negativ Campaigning funktioniert nur durch Zuschreibungen (Wörter) die Person des davon betroffenen zu verdecken und dies umso mehr, je mehr sich diese Person auf das Glatteis begab, sich mit einem fremden Label zu schmücken. So wird eine Doktorarbeit vom Schmuck zum Debakel oder der Deutsche mit Migrationshintergrund zum Islamisten.

Nachtrag 1:

Wie auf’s Stichwort veröffentlichte der DLF am 23.05.2021 den Artikel: „Chancen und Hürden der Diversität“ von Vivien Leue.

„In deutschen Parlamenten hat nur höchstens jeder zehnte Abgeordnete einen Migrationshintergrund. Parteien wollen diesen Anteil durch freiwillige Selbstverpflichtung erhöhen.“

„Repräsentation wird immer noch unterschätzt“.
Zurecht, denn: Die Abgeordneten sollen nicht repräsentieren, dafür gibt es den Bundespräsidenten; sie sollen die Regierungsvorlagen (Gesetze, Haushalt,…) öffentlich beurteilen, akzeptieren oder ablehnen.

Daß dies heute in einer Geschwindigkeit geschehen kann, die dem Wähler keinerlei Möglichkeit läßt, diese Entscheidungen nachvollziehen oder auch nur verfolgen zu können, ist eine Ursache für den Niedergang unserer Demokratie.

Eine zweite ist es, dem Souverän, dem Wähler, vorzugaukeln, wenn er denn den passenden Repräsentanten (Avatar) habe, würde alles besser werden.

Selber leben und lieben, selber denken und sich selber um die Belange der Gesellschaft kümmern tut Not.

So wie es gewiß ist, daß sich kein Repräsentant finden wird, der an unserer Stelle in den Tot geht, so gewiß sollte sein, daß es kein Repräsentant geben wird, der unsere Belange hinreichend vertreten wird, es sei denn, wir schauen ihnen auf die Finger, was umso besser möglich ist, je weniger wir uns unsere Sicht von den als Nebelgranaten konzipierten „Hintergrundberichten“ beeinträchtigen lassen.

Nachtrag 2:

Das Handelblatt meldete am 26.05.2021:

„BUNDESVERFASSUNGSGERICHT

Karlsruhe pocht auf umfassende Einbindung des Bundestags in EU-Fragen

Im Juli 2015 beschließen die Euro-Staaten nach langen Verhandlungen ein neues Hilfspaket für Griechenland. Rückblickend gibt es aber ein Problem: Der Bundestag wurde zu spät informiert.“

Keine Barzahlungen über 10 000 Euro.

Die EU-Kommission will Barzahlungen über 10 000 Euro verbieten, vorgeblich, weil soviel Geld keiner mit sich rumschleppen möchte und um dem Verbrecher das Handwerk zu legen.

Wirecard hat mit freundlicher Unterstützung der Bundesregierung seine Verbrechen bargeldlos abgewickelt.

Greensill hat ihre windigen Geschäfte bargeldlos abgewickelt.

Der Verbrecher von heute arbeitet bargeldlos, dank der Crypto-Währungen.

Die EZB „kauft“ Schulden in Milliardenhöhe bargeldlos auf, die Mitgliedsregierungen wem gegenüber eingegangen sind?

Die EU-Kommission sollte sich weniger als Dienstleister der Finanzindustrie verstehen, sondern sich fragen, warum die Preise für Mais und Weizen in die Höhe schießen. Sie könnte Spekulationen mit Nahrungsmitteln einschränken und nicht Menschen als Verbrecher verleumden, die nun einmal Zahlungsmittel bevorzugen, die weniger kriminelles Potential bieten als andere.

Der Wirecard-Chef ist gewiß nicht mit 1 Mrd. Euro im Schrankkoffer deponierten kleinen Scheinen geflüchtet und der Erpresser im Internet läßt sich das erpreßte Geld nicht in Papiertüten auf dem Parkplatz übergeben.

Wer als Finanzminister den Mitarbeitern seiner Finanzaufsicht erlaubte, sich bargeldlos an Unternehmen zu bereichern, deren Wohl und Börsenkurse vom aktiven Wegscheuen abhingen, hat natürlich die moralische Autorität, sich als Kanzlerkandidat der SPD auf’s Schild heben zu lassen – ohne Bargeld, bald auch für seine Wähler.

Ethik, Dogma und die Wirklichkeit.

Die Philosophie wurde weitgehend aus den Schulen und Universitäten verbannt. Letztlich wurde damit Menschen ein Weg verbaut, sich ihres eigenen Verstandes bedienen zu können. In unserer Reitz überfluteten Welt zählen Schlagzeilen. Sie sind, wie einst die Trommelfeuer im Weltkrieg, nicht dazu bestimmt, Menschen zu töten, sondern kampfunfähig zu machen.

Ursprung dieses Trommelfeuers sind Dogmen, der katholischen Kirche entrissene Leitsätze, die heute nicht einmal mehr auf einen Apostel zurückzuführen sind. Man verkauft uns diesen Dogmatismus als Werte-Ethik. Bei genauere Betrachtung hat die Werte-Ethik mit der Ethik soviel gemein, wie ein Schimmelpilz mit einem Atompilz.

Die Philosophie ist mit Hegel in die Wirklichkeit aufgebrochen, d.h. wir sind dort bei weitem nicht angelangt und solange das nicht der Fall ist, gibt es keine Ethik, die auf Werten beruht, deren Bezug zur Wirklichkeit wer herstellen sollte?

Insofern ist die katholische Kirche mit ihrem Apostel fein raus. Doch was, vom Apostel abgesehen, ist des Menschen Antrieb sich moralisch zu verhalten? Es ist die Freiheit!
Andere Moralapostel jeglicher Couleur, und sie finden sich nicht nur bei den Grünen sondern in jeder Partei, sanktionieren, bestrafen jeden, der ihrem moralischen Codex zuwiderhandelt, sind es jedenfalls nicht.

Oft mißbraucht und mißverstanden ist Freiheit
a) eine Eigenschaft des Menschen,
b) sie ist die Eigenschaft angetan – unsere Vorstellungen von der Welt mit der äußeren Realität in Übereinstimmung bringend – Wirklichkeit zu erlangen.

Die Freiheit des einzelnen Menschen ist ihm Antrieb, über die Deckung seiner Grundbedürfnisse hinaus in die Wirklichkeit zu treten, als Wissenschaftler, Unternehmer, Arbeiter und Künstler.

Die der Freiheit zu dankende Übereinstimmung läßt uns die Moral (und Moral ist eine gesellschaftliche Veranstaltung) entwickeln, die notwendig ist, dieses Wirken nicht auf Kosten der Erde, bzw. auf Kosten der lebendigen Natur zu gestalten.