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Nur Tote wählen nicht.

Armin Laschet feixt und lacht im Hintergrund während einer Pressekonferenz des Bundespräsidenten. Das ist schlimm und soweit gut, da wir nun wissen, was dieser Kandidat von dem Land, das Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier repräsentiert, hält.
Diese Pressekonferenz fand in dem von der Flutkatastrophe betroffenen Gebiet statt. Armin Laschet verfügt über die Qualitäten, die ein Politiker haben muß: Gefühlskälte und Zynismus. Tote wählen nicht.

Annalena Baerbock hatte während ihrer Kür zum Kanzlerkandidaten einen schwachen Moment, als sie sich bereit erklärte für das „höchste Amt“ in Deutschland zu kandidieren. Doch Bundeskanzler ist nicht das höchste, nicht einmal das zweithöchste Amt im Staate. Die Verfassung nicht zu kennen ist schlimm und soweit gut zu wissen, dass sie die Fiktion (ein Buch unter ihrem Namen zu veröffentlichen von dem man nur hoffen kann, dass sie selbst es wenigstens gelesen hat).
Auch ihr Mitgefühl gegenüber den Flutopfern hält sich in Grenzen, weil sie die Flutopfern nicht für den Wahlkampf instrumentalisieren möchte.
Wahlkampf ist Show und hat nichts damit zu tun, dass ein Politiker eine Katastrophe zum Anlass politischen Handelns macht. Wo kämen wir hin, wenn die Wirklichkeit das politische Programm dominierte?

Olaf Scholz weiß wie es geht. Er sieht aus wie einer von uns und glaubt das sogar, weil er in der SPD ist. Als Erster Bürgermeister von Hamburg traf er einst den Warburg-Bankier Olearius und sorgte zeitnah mit seinem Engagement dafür, dass diese Bank den im Auftrag ihrer Klientel begangenen Steuerbetrug (CUM und Ex) durchziehen konnte.
Hamburg zahlte damals und wir zahlen heute die Inflation ( Immobilienpreise, Mieten, Energiepreise und später mehr) die Scholz mit seinen Geschenken an die TUI, Commerzbank, Lufthansa etc. erzeugt.

Auch Markus Söder droht angesichts der Corona-Blase seiner Wahl die Orientierung zu verlieren. Um es voran zu stellen, eine Impfung hilft, den Verlauf einer Erkrankung infolge einer Corona-Infektion abzumildern und sie reduziert die Wahrscheinlichkeit des Ausbruchs der Krankheit. Es ist aber nicht nur so, dass Geimpfte das Virus übertragen können (mehr Rechte für geimpfte Virenträger), es ist auch so, dass der Impfschutz, lt. ersten Vorstudien in Israel (vgl. „Jerusalem Post“) sich mit der Zeit auflöst.
Viren gibt es immer. Das weiß „Die Zeit“ wenn sie fragt: „Corona.Maßnahmen: Wann hört das auf?“ und einer ihrer Schlüsse ist: „Grundrechte wären dann dauerhaft eine bloße Folge gesetzlicher Zulassungsentscheidungen“.

Wenn ALL die Parteien die zur Bundestagswahl antreten im Mix aus Eitelkeit und Mammon Spuren politischen Irrsinns aufweisen, und das ist so, sind sie Menschenwerk und der Mensch irrt aus Bequemlichkeit, befolgen Sie die Regeln:

Abstand halten, Maske tragen und Hände waschen.

Lassen Sie sich nicht anstecken, weil die Parteien ihre Aufgabe nicht wahrnehmen und Ihre Abgeordneten mit dem Handy spielen (die Linke hatte ich vergessen – Grüße an Sarah). Tun Sie Ihre Pflicht:

Gehen Sie zur Bundestagswahl!

Der Journalismus lebt – noch.

Nordstream 2 wird zu Ende gebaut! Die Bedeutung die diese Gaspipeline für Deutschland hat, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Rußland (bzw. die damalige UdSSR) hat in den letzten 50 Jahren zuverlässig Erdgas in die Bundesrepublik Deutschland geliefert.

Danke Peter Altmaier und danke Angela Merkel!

RAI Südtirol (22.07.2021) arbeitete in einem Interview mit einer Korrespondentin die in Zusammenhang mit dem G8 Gipfel in Genua im Juli 2001 stattgefundenen Gewaltexzesse auf.
Ergebnis: Im Vorfeld gab es Gewaltaktionen des Schwarzen Blocks. Die von den Betroffenen alarmierte Polizei kam bis heute nicht, auch nur ein Protokoll aufzunehmen! Unter den Demonstranten befanden sich als solche nicht erkenntliche Polizisten. Die Gewalt ging, es mag Ausnahmen gegeben haben, vom Schwarzen Block aus. Das hinderte die italienische Polizei nicht daran, das Organisationsbüro der Globalisierungsgegner zu stürmen und die friedlich gesinnten G8-Gegner zusammen zu schlagen. Die Opfer dieser Aktion kamen, wenn auch erst vor dem EuGH zu ihrem Recht. Die Korrespondentin des RAI-Südtirol berichtete weiter, freundlich anmutende Gespräche zwischen Polizisten und Angehörigen des Schwarzen Blocks beobachtet zu haben.

Gabor Steingart fällt in seinem Morning Briefing (22.07.2021) auf, dass in Großbritannien 40% der ins Krankenhaus eingelieferten Covid-Patienten ein- oder zweimal geimpft sind.

Ihm fällt im Zusammenhang mit den Überschwemmungen weiter auf, dass es eines Untersuchungsausschusses bedarf festzustellen, ob der öffentlich rechtliche Rundfunk seinem Auftrag „Gefahrenmeldungen unverzüglich auszustrahlen“ nachgekommen ist. Wenn es eines Untersuchungsausschusses bedarf, eine Gefahrenmeldung aufzuspüren…

Herrschaftsinstrumente.

Es gibt Mittel und Wege eine demokratische Gesellschaft in eine totalitäre Diktatur zu verwandeln.

Hierzu bedarf es zweierlei: erstens einer permanenten Bedrohungslage und zweitens der Zerstörung des Vertrauens der Menschen in ihre eigenen Fähigkeiten.

Ersteres ist klar: der Russe, das Virus und der Chinese bedrohen uns. Dass die Menschen das Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten verlieren erreicht man, indem dem Menschen attestiert wird, das eigene Immunsystem sei nicht in der Lage eine virale Infektion erfolgreich zu bekämpfen (was bei älteren Menschen und bei völlig neuartigen Viren auch oft der Fall ist).

Zum anderen schürt man das Klima der Überforderung durch eine verordnete Ethik, die die Menschen mit ihren, über die Jahrhunderte hinweg verinnerlichten, Vorurteilen konfrontiert.

Indem die Konfrontation, aus z.T. berechtigter Furcht vor den Konflikten, unterdrückt wird, verbaut man den einzigen Weg, sich der Vorurteile zu entledigen.

Wir haben zwar weiterhin Angst vor dem Fremden und Kranken, vermeiden es aber diese Angst zum Ausdruck zu bringen, um der gesellschaftlichen Ächtung zu entgehen.

Das überforderte Selbst schreit nach dem Medizinmann, der allmächtigen Mutter, dem allmächtigen Vater, die bzw. der das krankmachende Potential blockierter Aggression wohltuend für üble Zwecke ausnutzt.

Der Impfling erhält seine Freiheit zurück und der Rassist pöbelt nicht mehr gegen die Schwarzen sondern gegen die Chinesen.

Dem Vorgang unmerklich eingeschrieben ist die Übertragung der Eigenverantwortlichkeit an einen die Omnipotenz personifizierenden Schauspieler, d.i. Politiker.

Alternativ kann man sich erschießen oder in die Kirche gehen.
Die Hartgesottenen genießen Wind und Wetter in der frischen Natur.

Schuld und Regen.

Alle Jahre wieder kommt es zu Überschwemmungen und dies in wachsendem Ausmaße. Wir wissen auch was wir tun müssen, um diesen und anderen Umweltkatastrophen zu begegnen: Die Menschen entmündigen und die Menschheit spalten. Da der Mensch an allem Schuld ist, bis auf die wenigen, die sich anmaßen, zu wissen wo es lang zu gehen hat.

Konkret: Unsere Innenstädte verweisen und der Discounter findet sich dort, wo sich früher Wiese und Acker- oder Brachland fanden. Boden ist ein Spekulationsobjekt, ein knappes Gut und die Bodenpreise steigen und weil sie steigen müssen Erträge her, die ein Bauer nicht erzielen kann.

Hochwertige Wohnungen müssen her, die leer stehen, weil sie sich keiner leisten kann, die aber in den Bilanzen der Immobilienwirtschaft für hohe Aktienkurse und billiges Geld sorgen.

Diese Beispiele mögen genügen, um mit dem Finger auf die Chinesen zu weisen, die böse wie sie sind, als erste dem Batterie gespeisten Elektroauto einen nennenswerten Markt verschafften, den deutschen(?) Autobauern die schnelle Amortisation der Investitionen in die Millionen von Kubikmeter Wasser fressende Akku-Produktion erlaubend, ansonsten aber ihre Ökostrohhalme in Plastik verpackt als Beitrag für die Umwelt… oder sind wir das?

Wir spalten die Gesellschaft, zeigen mit den Fingern auf den Nachbarn, den Polen, den Russen, den Proll und den Dandy. Alle sind schuld, weil keiner die Spitzhacke in die Hand nimmt, um die Erde von Beton und Asphalt zu befreien. Wir greifen wöchentlich zum Rasenmäher, mit seinen 5 PS oder kW, um Herr der Wildnis zu werden und legitimieren mit unserem Irrsinn den politischen Wahnsinn uns, die wir trotz aller Über- und Verformung noch ein Stück Natur sind, wie die Wildnis selbst, in Beton, zu gießen.

Kurz: Wer beim Anblick des Bundeskanzleramtsgebäudes nicht tot umfällt, hat nie gelebt.

Dem Starkregen ist es egal, ob wir die richtige Weltanschauung haben.

Rassismus.

Rassismus ist eine antiquierte Form, die Schuld an dem eigenen tatsächlichen oder vorgeblichen Unvermögen jene Tore zu schießen, die der Schwarze nicht traf, anderen aufzubürden.

Damit wird im Falle des Unvermögens, die eigene Dummheit durch die Akzeptanz Gleichgesinnter erträglich und im Falle vorgegebenen Rassismus, lenkt der Rassismus von den eigenen Verbrechen ab. „Schuld ist der Jude.“

Da der Begriff Rasse heute nicht mehr auf Menschen angewandt werden darf, das Rasseweib möge uns verzeihen, kommt der dem Rassismus zugrunde liegende Mechanismus im anderen Gewandte daher.

Der Trick besteht darin eine Eigenschaft die der Gegner tatsächlich hat oder die man ihm zuschreibt (ausgenommen Herkunft und Hautfarbe) zu dem Kriterium zu machen, das geeignet ist, ihn als Gruppe auszugrenzen, z. B. die Rassisten.

Der Rassismus beruht auf der Neigung des Menschen, sich die Welt einfach zu machen. Wessen Lied ich sing, dessen Brot ich ess‘: Great Britannia. In einer Gruppe, die einem vertraut ist, fühlen wir uns sicher. Wir sind gegen die Ansteckung unliebsamer Viren geschützt, haben wir doch alle den gleichen Ausweis.

Nicht ohne Grund wurde die „indische“ Variante des Virus als solche verboten.
Die Politik will nicht die Ursache des Rassismus, d.h. der Ausgrenzung von politischen Minderheiten, eben diese o. a. Neigung, die Gruppe, in der man sich sicher fühlt, durch ein Kriterium kenntlich zu machen, beheben. Man müßte sich sonst inhaltlich mit dem politischen Gegner auseinandersetzen und dafür fehlt es manchem Politiker an Mut, vielen am Intellekt.

Es ist besser Rassisten auszugrenzen, als gesellschaftliche Prozesse zu fördern, die die Nation, d. h. die Bevölkerung unseres Landes, befähigt, ohne den Oberschullehrer, ihre Geschicke selbst zu bestimmen.

Für die Rassisten: Beim Elfmeterschießen ist das Kriterium nicht die Hautfarbe sondern das Nervenkostüm. Erst wenn man das und nichts anderes erkennen will, vermag man etwas zum Guten zu wenden.

Annalena Baerbock

Annalena Baerbock wird im neuen schwarz-grünen Kabinett Außenministerin, wenn es läuft wie geplant.

Ihre Ausfälle belustigen die Nation. Ihre Biographie strotzte vor Retuschen und ihr Buch wie die eine oder andere Rede ist ein Copy-Paste Leistung wie sie heute auf jeder Universität zum Handwerkszeug einer erfolgreichen Studiosa gehören.

Die Fehlleistungen der Kanzlerkandidatin könnte man verstehen, würden sie aufgrund einer Notwendigkeit begangen worden sein. Warum verstieß Baerbock aus nichtigem Anlaß gegen einen moralischen Codex? Weil Moral etwas für die Regierten ist, müssen sich die Young Global Leaders durch amoralisches Verhalten für die Erhebung ins „höchste Amt“ (Baerbock meinte das Kanzleramt) qualifizieren?

In jedem Falle sollten wir um die, von klugen PR-Agenten deformierte, Persönlichkeit der Annalena Baerbock trauern. Ihr bleiben am Ende Psychopharmaka und der Alkohol.

Spur und Steine.

Sarah Wagenknecht wurde das Geschenk zuteil, die Fesseln, die ihr die Gesellschaft in der DDR zumutete in der Bundesrepublik Deutschland ablegen zu können. Sie vermochte hier ihre Persönlichkeit in einer Weise zu entfalten, die jedem, der dies zu verfolgen und einzuschätzen vermag, größten Respekt abnötigen muß.

Diese Frau sagt, was sie denkt und tut, was sie sagt. Für diese Frau ist in der deutschen Politik kein Platz. Es wäre ein großer Gewinn für unsere Gesellschaft, wie für Sarah Wagenknecht, wenn das, gegen sie angestrengte Parteiausschlußverfahren, mit ihrem Parteiausschluß endete.

Wir leben in einer Zeit der Kultur des massiven Widerspruches aufoktroyierter Normen (wie sie neben der Linken von Grünen, SPD und anderen PR-Agenturen betrieben wird) und erlebter Wirklichkeit.

Der weniger doch immerhin vernunftbegabte Wähler der Linken möge es dem linken Irrsinn danken, entfiele mit Sarah Wagenknecht das letzte Motiv, bei den bevorstehenden Wahlen für die Linke zu stimmen.

Wording, Indentitätspolitik und Negativ Campaigning.

Man wirft Regeln willkürlich über Board und tut dies im eigenen Interesse, sofern man dazu in der Lage ist.

Der Mechanismus beruht auf der Entwertung der Sinne, Empfindungen, Vorstellungen und Erfahrungen des einzelnen Menschen, so daß an seiner Stelle ein Homunkulus (aus dem Repertoire vorgegebener Identitäten) entsteht, dem jeder, eines erwarteten Vorteils willen, entsprechen möchte wodurch er sich allerdings angreifbar und erpressbar macht.

Assoziationen.
Politiker besetzen Begriffe die positiv besetzt sind, in der Hoffnung, es färbe auf sie ab. Nun ist grüne Politik umweltfreundlich und umweltschädlich. Konkret ein batteriebetriebenes KFZ belastet die Umwelt, weil zu seiner Herstellung und zum Betrieb Energie aufgewendet werden muß und umweltschädliche, weil reaktionswirksame Materialien verwendet werden.

Forscher, Think Tanks, Fachleute.
Sie erläutern warum Krieg Frieden schafft und gut böse ist bzw. böse gut. Damit zentral gesteuerte Institutionen ins Handeln finden, müssen sie ihr Handeln durch entsprechende Beurteilungen (Zertifikate) rechtfertigen, sofern sie der Menschen zur Umsetzung bedürfen und sofern diese Menschen den Fachleuten oder Zertifikaten glauben.
Eine Debatte, zur differenzierten Betrachtung der Vorgänge, hindert die Umsetzung der Pläne, stellt sie infrage. An die Stelle der Bürgerbeteiligung am gesellschaftlichen Diskurs tritt der Glaube an die sich medial inszenierenden „Wissenschaftler“, die Glaubensgemeinschaft der Facebook-Followers.

Demokratie war ursprünglich ein Begriff der eine Ausdifferenzierung in der Persönlichkeitsentwicklung, in Gesellschaft, Wirtschaft und Staat als Prozess beinhaltete. Die Umsetzung eines Planes ist gleichbedeutend mit seiner Optimierung (Bildung).

Demokratie ist heute Umsetzung statt Bildung und es bleibt der Wettbewerb, um die Zustimmung für den einen oder anderen Repräsentanten (Leader) einer politischen Gruppe. Die bösen Leader nennt man Populisten oder begnadete Populisten, weil sie sich auch am Willen ihrer Wähler orientieren.

Durch das Wording werden Menschen diskriminiert, d.h. man definiert sie aufgrund der Begriffe, die auf sie und oft auch von ihnen angewendet werden. Wer sich ein solches Label umhängt, „grün“, wird angreifbar und das zu recht. Tempo 130 km/h fordern und 177 km/h fahren, obwohl 120 km/h erlaubt sind und dann noch lapidar rechtfertigend zu sagen: „Ich hatte es eilig“ läßt uns diesen Menschen als jemanden erscheinen, dem die Regeln und die Menschen egal sind, in der Hoffnung diese Arroganz verdecke seine Dummheit, etwas zu fordern (Tempo 130), was seinen eigenen Wünschen widerspricht (Freie Fahrt für freie Bürger).

Er ist nicht frei wie jeder der sich über ein Wort und nicht über seinen Charakter definiert. Ähnlich absurd ist es Antidiskriminierungsgesetze zu verabschieden, in der Hoffnung, hiermit mangelnde Empathie, d.h. die Fähigkeit sich im Anderen wiederzufinden, was jede Diskriminierung verhinderte, ersetzen zu können.

Negativ Campaigning:
Sie ist wirksam, da sie gerade die Beliebtheit einer anderen Gruppe von Menschen herab zu setzten vermag, weil dem Einzelnen die Urteilsbegabung entwertet wird, was ihn auf die vorgefertigte Ware (Beurteilungen) seines Leaders zurückgreifen läßt. Zertrümmerte gesellschaftliche Strukturen, Soziophobien schränken den Erfahrungsbereich ein und erschweren es zunehmend sich ein individuelles Bild vom Anderen zu machen wodurch erst Negativ Campaigning (auf deutsch: Rufmord) erfolgreich wird. Ich gehöre zu einer Gruppe (überhaupt), zu der Gruppe des guten Leaders (all lives matter) und bin deshalb mehr Wert wie du.

Negativ Campaigning funktioniert nur durch Zuschreibungen (Wörter) die Person des davon betroffenen zu verdecken und dies umso mehr, je mehr sich diese Person auf das Glatteis begab, sich mit einem fremden Label zu schmücken. So wird eine Doktorarbeit vom Schmuck zum Debakel oder der Deutsche mit Migrationshintergrund zum Islamisten.

Nachtrag 1:

Wie auf’s Stichwort veröffentlichte der DLF am 23.05.2021 den Artikel: „Chancen und Hürden der Diversität“ von Vivien Leue.

„In deutschen Parlamenten hat nur höchstens jeder zehnte Abgeordnete einen Migrationshintergrund. Parteien wollen diesen Anteil durch freiwillige Selbstverpflichtung erhöhen.“

„Repräsentation wird immer noch unterschätzt“.
Zurecht, denn: Die Abgeordneten sollen nicht repräsentieren, dafür gibt es den Bundespräsidenten; sie sollen die Regierungsvorlagen (Gesetze, Haushalt,…) öffentlich beurteilen, akzeptieren oder ablehnen.

Daß dies heute in einer Geschwindigkeit geschehen kann, die dem Wähler keinerlei Möglichkeit läßt, diese Entscheidungen nachvollziehen oder auch nur verfolgen zu können, ist eine Ursache für den Niedergang unserer Demokratie.

Eine zweite ist es, dem Souverän, dem Wähler, vorzugaukeln, wenn er denn den passenden Repräsentanten (Avatar) habe, würde alles besser werden.

Selber leben und lieben, selber denken und sich selber um die Belange der Gesellschaft kümmern tut Not.

So wie es gewiß ist, daß sich kein Repräsentant finden wird, der an unserer Stelle in den Tot geht, so gewiß sollte sein, daß es kein Repräsentant geben wird, der unsere Belange hinreichend vertreten wird, es sei denn, wir schauen ihnen auf die Finger, was umso besser möglich ist, je weniger wir uns unsere Sicht von den als Nebelgranaten konzipierten „Hintergrundberichten“ beeinträchtigen lassen.

Nachtrag 2:

Das Handelblatt meldete am 26.05.2021:

„BUNDESVERFASSUNGSGERICHT

Karlsruhe pocht auf umfassende Einbindung des Bundestags in EU-Fragen

Im Juli 2015 beschließen die Euro-Staaten nach langen Verhandlungen ein neues Hilfspaket für Griechenland. Rückblickend gibt es aber ein Problem: Der Bundestag wurde zu spät informiert.“

Keine Barzahlungen über 10 000 Euro.

Die EU-Kommission will Barzahlungen über 10 000 Euro verbieten, vorgeblich, weil soviel Geld keiner mit sich rumschleppen möchte und um dem Verbrecher das Handwerk zu legen.

Wirecard hat mit freundlicher Unterstützung der Bundesregierung seine Verbrechen bargeldlos abgewickelt.

Greensill hat ihre windigen Geschäfte bargeldlos abgewickelt.

Der Verbrecher von heute arbeitet bargeldlos, dank der Crypto-Währungen.

Die EZB „kauft“ Schulden in Milliardenhöhe bargeldlos auf, die Mitgliedsregierungen wem gegenüber eingegangen sind?

Die EU-Kommission sollte sich weniger als Dienstleister der Finanzindustrie verstehen, sondern sich fragen, warum die Preise für Mais und Weizen in die Höhe schießen. Sie könnte Spekulationen mit Nahrungsmitteln einschränken und nicht Menschen als Verbrecher verleumden, die nun einmal Zahlungsmittel bevorzugen, die weniger kriminelles Potential bieten als andere.

Der Wirecard-Chef ist gewiß nicht mit 1 Mrd. Euro im Schrankkoffer deponierten kleinen Scheinen geflüchtet und der Erpresser im Internet läßt sich das erpreßte Geld nicht in Papiertüten auf dem Parkplatz übergeben.

Wer als Finanzminister den Mitarbeitern seiner Finanzaufsicht erlaubte, sich bargeldlos an Unternehmen zu bereichern, deren Wohl und Börsenkurse vom aktiven Wegscheuen abhingen, hat natürlich die moralische Autorität, sich als Kanzlerkandidat der SPD auf’s Schild heben zu lassen – ohne Bargeld, bald auch für seine Wähler.

Laschet und Söder.

Armin Laschet und Markus Söder stritten um die Kanzlerkandidatur. Das war nicht nur interessant mitzuerleben, es war auch das, wovon eine Demokratie lebt, nämlich vom öffentlichen Wettstreit der Menschen und ihrer Ideen. Diese Auseinandersetzung kennt keinen Verlierer, da beide Politiker der Presse nicht auf den Leim gingen sondern ihre Rivalität zwar entschieden aber redlich austrugen.

Wie dumm glauben einige Journalisten, daß ihre Leser sind, wenn sie nun ernsthaft bemängeln, daß die Union noch kein Wahlprogramm hat? Wer einen Tag nachdem der Kandidat auf’s Schild gehoben wurde ein Wahlprogramm erwartet, geht davon aus, daß in diesem unseren Land demokratische Prozesse nicht mehr stattfinden. Denn wenn ein Programm unabhängig von dem Kandidaten, der es umsetzen soll entsteht, läßt sich dieser Kandidat nur als Marionette denken.

Wählen die Menschen brav wie sie sind, das, was diese Presse in einer Subtilität an den Mann, die Frau zu bringen sucht, die einem alleine schon vom Wegschauen Übelkeit bereitet, bekommen wir eine grüne Bundeskanzlerin plus Scholz.

Bleibt zu hoffen, daß sich Markus Söders Blick, ohne die Last einer Kanzlerkandidatur, weitet und er mit einem Feuerwerk innovativer Ideen zeigt, was ihm am ehesten liegt: Mit seiner Person für vernünftige Vorschläge zu werben, in Bayern und über Bayern hinaus. Söder bringt Farbe in die Union. Laschet, die Solidität.

Er hat gezeigt, daß er das Format besitzt, die Politik unseres Landes zu gestalten.

Ob uns diese Politik gefallen wird, bleibt abzuwarten. Das Programm kommt erst noch.