Börsianer: Arbeit macht arm.

Der aus Trier stammende Volkswirt Karl Marx postulierte in seiner Denkschrift „Das Kapital“ die Arbeitsleistung als den die Gewinne der Unternehmen bestimmenden Faktor.

Damit disqualifizierte sich Marx als Phantast. Richtig ist, wie die jüngsten Ereignisse an den Börsen belegen, dass je mehr Menschen arbeiten, ergo dass je mehr Arbeit geleistet wird, weniger zu verdienen ist. So die Erwartung der Spekulanten.

Als die guten Arbeitsmarktdaten in den USA veröffentlicht wurden, gingen die Kurse an den Börsen in den Keller. Das Handelsblatt berichtete darüber am 3.6.2022: „Analysten erklären den Zusammenhang so: Je besser die Konjunktur läuft, desto wahrscheinlicher sind weitere Zinserhöhungen durch die US-Notenbank. Die aber würden Kredite für Unternehmen verteuern, Investitionen bremsen und damit die Chancen für weiteres Wachstum verringern.“

Achtung: Gemeinhin gelten die Aktionäre als Investoren. Was nicht ganz richtig ist.
1. Der unwissende Spekulant ist der Investor und der wissende Spekulant ist derjenige, der sich das Geld des unwissenden aneignet.
2. Falls die Zahl der unwissenden Spekulanten zu gering ist, tritt die Regierung, mit dem aus einem Vakuum mancher Gehirne heraus geschaffenen Sondervermögen ein.

Ergebnis ist ein Verdrängungswettbewerb: Konkurrenten werden vom Markt gefegt und zwar nicht durch die besseren Produkte oder größere Wirtschaftlichkeit, sondern durch Legenden, Mythen und pro specte (der Deutschen Bank z.B.):

Die auf ethischen Grundsätzen beruhende Politik erlaubt es, jeden Mitbewerber auf der Jagd nach dem Geld zu diskreditieren: sei es Gerhard Schröder, den Papst, Elon Musk, die Deutsche Bank, die OMV, wer oder was auch immer. Jeder macht zwar Fehler, aber nicht jeder steht der Gier und dem Größenwahn einer so mächtig wie verantwortungslosen Glaubensgemeinschaft im Wege, die um ihre Gewinne bangt, wenn mehr gearbeitet wird.

Eroberungskriege.

Eroberungskriege werden mit allerlei Legenden umwoben. Legenden, die einen bestimmten Eroberungskrieg einstmals zu rechtfertigen suchten, werden von Historikern und Politikern im Verlaufe der Zeit dem aktuellen Begehren angepaßt.

Als ein Beispiel mag die Ostgrenze Frankreichs dienen. Frankreich profitierte, als militärischer Arm der katholischen Kirche, vom 30-jährigen Krieg, indem es die „urdeutschen“ Bistümer Metz, Toul und Verdun, die Grafschaften Ober- und Niederelsaß und die Stadt Breisach annektierte. Kardinal Richelieu erfand nun den Rhein als natürliche Ostgrenze Frankreichs.

Dieser Vorstellung folgend weiteten die französischen Regenten ihren Herrschaftsbereich schrittweise nach Osten aus. Einmal am Rhein machten die Franzosen gegen die Niederlande vom Argument Gebrauch, ihre unverschämte Lage am Rhein sei ein „Wettbewerbsnachteil“ für die französischen Merkantilisten, so Jean Baptist Colbert. Der von Colbert erfundene Merkantilismus lebte von Schutzzöllen auf Importe und billigem Export der eigenen Güter.

Mit dem Sturz der Monarchie in Frankreich wurde der Nationalsmus erfunden. Nicht der König war die integrierende Macht seiner Besitzungen, sondern die Nation. Die Kriege der Nation bedurften einer neuen Legende.

Napoleon verteidigte erst die Republik, dann die Bürgerrechte bis nach Moskau. Der Kaiser der Franzosen kann somit als Erfinder des modernen Narrativs gelten, das heute noch verwendet wird, um den Barbaren im Orient und anderswo die Menschenrechte schmackhaft zu machen.

1871 wurde Elsaß-Lothringen dem Deutsche Reich eingegliedert. Begründung: Ein linksrheinischer Brückenkopf beuge einen französischem Angriff, wie zu Zeiten Napoleons erlebt, vor. Das war literarisch nicht zu verkaufen. Die einsetzenden deutschtümelnden Verbrämungen verschlimmerten den Sachverhalt und schwächten die Bemühungen, die sich deutsch nennenden Menschen mit den sich französisch nennenden Menschen zu versöhnen.

Musk Twitter.

Menschen urteilen und handeln aufgrund des Abbildes, das ihnen aus Erfahrung entstand. In unserer armseeligen Zeit aber tritt die Welt den Menschen kaum noch in ihrer unmittelbaren Wirklichkeit entgegen, sondern in Form wohl organisierter Ereignisräume und Bücherweisheiten. Der Kontakt zu den Mitmenschen erfolgt nur mittelbar, moderiert und über die modernen Medien. Letztere erlauben es uns rücksichtslos über andere herzuziehen, weil hier die direkte verbale und non-verbale Rückmeldung fehlt.

So entsteht des Deutschen Wolkenkuckucksheim und der organisierte Wahnsinn.

China steuert dagegen, indem es den Schülern die bis dato jede freie Minute dem Aufpolieren ihrer schulischen Leistungen zu widmen genötigt wurden – mein Kind soll was werden – mehr Freizeit einräumen möchte.

Wer, wie Elon Musk, das Glück hatte, mit viel Geld auf die Welt gekommen zu sein und sich seine Schaffensfreude zu bewahren verstand, läuft Gefahr an der krankhaft verteidigten Fiktion zu scheitern. Heute noch bejubelt gilt Musk jetzt als Zielscheibe, da er vorgab Twitter zu kaufen, vom Aktienmarkt zu nehmen und die Quellcode der Applikation zu veröffentlichen.

Wir Menschen wünschen ihm dabei viel Glück. Er wird es nötig haben, stehen die Chancen, dass er seine Pläne umzusetzten vermag wahrlich nicht gut.

…doch der Wind der ihn treibt, nennt sich Wirklichkeit.

China gewinnt.

Der Affront Selenskys gegen den deuteschen Bundespräsidenten Steinmeier fand weltweite Beachtung. Selensky hat mit dem Repräsentanten der Bundesrepublik Deutschland, die Bundesrepublik Deutschland zum Narren gehalten. Für den deutschen Bundesbürger mag es nicht wichtig erscheinen, das Ansehen des Landes in dem er lebt gleichgültig erscheinen, weil ihm egal ist, ob die durch ihn erarbeiteten Waren und Dienstleitungen auf den Weltmärkten eine Nachfrage finden.

Die Dritte Welt, damit meine ich diejenigen Staaten, die im Ukraine-Konflikt eine neutrale Possition einnehmen, sieht dass sich in der Ukraine der Konflikt des „Westens“ gegen Russland in blutiger Weise als Krieg manifestiert. „Wird uns das auch passieren“, fragen sich die afrikanischen, die asiatischen und südamerikanischen Staaten, wenn unsere nationalen Interessen in Widerspruch zu den Interessen des „Westens“ geraten.

In den USA wird die Gruppe Biden von der Gruppe Trump mit Kriegsparolen durch die Wahlarena getrieben. Die Möglichkeit, dass sich die USA zu direkten Kampfhandlungen gegen Russland verleiten läßt, wächst täglich. Täglich wächst der Profit der angel-sächsischen Rüstungsindustrie und die Aussichten der vom Getreideimport aus Russland und der Ukraine abhängenden ärmeren Staaten auf eine Hungerkatastrophe.

Nun schaltet der Schwarzafrikaner CGTN ein und sieht dort auf dem englischsprachigen Nachrichtenkanal Chinas junge, kluge hübsche schwarze Frauen und Männer über den afrikanischen Fußball berichten, er sieht ukrainische, amerikanische und asiatische Reporter über die Ukraine Krise streiten und einen neutralen, chinesischen Moderator, wie eines jeden Meinung zuläßt.

Es ist chinesische Politik darauf hinzuwirken, den Krieg in der Ukraine auf friedliche Weise zu beenden, unter Berücksichtigung der Sicherheitsinteressen beider Seiten. Frieden schaffen ohne Waffen, ohne Erpressung und ohne Demonisierung der jeweiligen Staatsführung.

China betreibt eine kluge und soweit unaufdringliche Politik, die nicht sofort Früchte trägt, die aber, sofern das Land die Substanz und den Willen hat, diese Politik beizubehalten, erfolgreich sein wird. China ist dabei, sein Ansehen in der Welt aufzuwerten. Wir sind dabei unser Ansehen vollends zu ruinieren.

Kollateralschäden.

Während eines Krieges passieren folgende Dinge: 1. Soldaten und Generalstab perfektionieren ihr blutiges Handwerk und 2. die Moral der Soldaten sinkt. Russland hat nun einen neuen Oberbefehlshaber für seine Truppen in der Ukraine ernannt, die Einschließung der ukrainischen Hauptstadt Kiew – von Anfang an aufgrund der geographischen Verhältnisse ein waghalsiges Unternehmen – wird nicht weiter verfolgt. Freiwerdende Truppen werden eingesetzt, um die im Osten der Ukraine stehenden Truppen der Ukrainischen Armee vom Westen abzuschneiden.

Kriege werden zu 40% auf dem Schlachtfeld entschieden und zu 60% durch Propaganda. Hier liegt der Westen eindeutig vorn – doch zu welchem Preis? Feindliche “Propaganda-Sender” werden verboten, das Dark-Net wird dank der Propaganda Selinskis gesellschaftsfähig, ein Buchstabe wird verboten.

Wir demontieren unsere freiheitlich, demokratische Grundordnung, weil der Gesetzgeber das Vertrauen in den Souverän, das Volk, verloren hat – zu unrecht? Jede Regierung verdient das Volk, das es sich erzogen hat? Die bestehende Gesetzgebung vermag gegen Kriegsverherrlichungen vorzugehen. Warum braucht es eine Regelung die speziell die Verherrlichung russischer Kriege verbietet? Das Eigentum ist geschützt, nicht das der russischen Oligarchen und russischen Unternehmen. Waffenexporte in Krisengebiete sind erlaubt, galt nicht für Heckler und Koch. Russlands Rüstungsindustrie ist autark. Jeder Dollar der nicht nach Russland fließt, ändert daran nichts.

All diese fragwürdigen Vorgänge dienen nicht der Stärkung des Vertrauens in unseren Staat, in unser Rechtssystem.

Die Reaktion auf die russische Propaganda ist bedrohlicher, als die Propaganda der Russen selbst. Hinzu kommt, dass jene, die sich die Mühe machen bei tass.com reinzuschauen bemerken werden, dass das bei uns gezeichnete Bild von der russischen Presse nicht stimmt. Dass die tass eine regierungskritische Haltung einnehmen könnte, kann allerdings nicht erwartet werden.

The Real America, bzw. Trumps Propaganda Sender, spricht Dinge aus, die öffentlich zu äußern sich bei uns niemand mehr traut. Was nutzt es, den Büchner-Preis zu verleihen, wenn es Büchner heute wenig besser erginge, wie zu Lebzeiten? Ernst Moritz Arndt, Propagandist im Krieg gegen Napoleon, wurde nach der Demagogenverfolgung (1818) und heute wieder auf die schwarze Liste gesetzt. Wer hat Angst vor Ernst Moritz Arndt? Trotz Verbots der Kriegspropaganda existiert ein vorgeblich moralisch begründeter Krieg eines jeden gegen jeden Menschen. Nutzt das unserer Gesellschaft?

Die gegen Russland installierten Sanktionen beginnen unsere Wirtschaft stärker zu belasten als die russische. Der wahre (real) Amerikaner fürchtet um den Dollar als Leitwährung, weil russisches Öl und Gas, vielleicht auch andere Handelswaren in Rubel zu zahlen sind. Russland akzeptiert im Handel mit Indien die indische Währung, Saudi Arabien liefert Öl nach China gegen chinesische Valuta. Der wahre Amerikaner ist sich darüber im Klaren, dass jeder Dollar, der nicht mehr in den Taschen von Ausländern ist, die Inflation in den USA antreibt und bangt, dass deshalb die USA schon bald die nötigen Rüstungsausgaben nicht mehr tätigen könne und somit in die Hände der Kommunisten fiele.

Kommunisten sind alle Unamerikaner beginnend mit Joe Biden.

Folgen wir einem Mann, der sich selbst nie als Kommunisten bezeichnet hatte, Karl Marx, so wird früher oder später alles dem kapitalistischen Verwertungsprozess unterworfen, das Kapital übernimmt den Staat und schafft damit die Voraussetzung seines eigenen Sturzes.

Donald Trump nennt diesen Prozess Korruption und möchte für die USA das Rad der Geschichte zurückdrehen. Die Parallele zwischen Trump und Marx zeigt, dass es trotz allem Anschein eine Wahrheit gibt, wir sie nur unzureichend erfassen wollen/können. Bedeutet: Je stärker wir bereit sind, uns selbst zu enttäuschen, desto größer unsere Handlungsfreiheit.

Wie schnell wir andernfalls in einem Albtraum landen können, zeigt uns die Ukraine. Es liegt an den Regierenden wie an jedem einzelnen selbst, sich ihrer Phantasmen zu entledigen; ob Weltbeherrschung in russisch oder One Global World in neudeutsch. Das gilt für die im Wahne treibenden Täter wie für die sich von ihren Projektionen nährenden Mitläufer.

Verhandlungen oder Wurmkur.

Im Vorfeld der Verhandlungen in Ankara versuchen die gegnerischen Parteien eine möglichst gute Ausgangsposition zu erlangen. Die Soldaten aus dem Donezk erreichen mit ihren Verbündeten das Zentrum von Mariupol. Das US-Militär berät mit dem ukrainischen Militär was auch immer… Drohkulisse. Die vom britischen Geheimdienst lancierte Meldung von 1000 Milizionären der Wagner’schen Privatarmee, die im Osten der Ukraine zu Einsatz kamen, mag ebenso in diese Rubrik einsortiert werden können. Selenski verspricht das Aufzugeben, was er nicht erreicht hat und nicht erreichen wird: Die NATO-Mitgliedschaft. Einer Neutralität der Ukraine stimmt er zu wenn die Ukraine ihre Sicherheit durch NATO-Staaten garantiert erhält. Man würde in Moskau lachen, gelten die Äußerungen wirklich dem russischen Publikum und nicht uns.

Russland hingegen hat vor Kiew seine Truppen umgruppiert, sagen Pentagon-Generäle. Die russische Armee zerstört die militärische und wohl auch die militärische genutzte Infrastruktur: Flughäfen, Kommandozentralen, Treibstofflager, Ausbildungslager der Armee. Erdgas gegen Rubel zu verkaufen ist eine klügere Posse verglichen mit der NATO-Nummer des ukrainischen Präsidenten. Die russischen Unternehmen, die Erdgas exportieren, mußten schon bisher 80% der Dollarerlöse in Rubel eintauschen. Ob nun der Abnehmer im Westen die Dollar etc. in Rubel eintauscht oder erst der russische Verkäufer ist unterm Strich egal, bliebe nicht das strategische Ziel, den US-Dollar als Leitwährung zu schwächen, was angesichts der neutralen Position die die arabischen Staaten einnehmen u.U. zum Tragen kommen könnte.
Zu Beginn der militärischen Intervention hat Putin die Ziele, die Russland damit verfolgt benannt: Demilitarisierung und Entnazifizierung der Ukraine, Anerkennung der Krim als russisches Staatsgebiet sowie der Republiken Luhansk und Donezk als eigenständige Staaten.

Was jeden Russen erschüttern mußte, waren die US-amerikanischen Labore in der Ukraine zur Entwicklung biologischer Kampfstoffe durch das Medizinunternehmen Metabiota. Zwar ist die deutsche Presse nicht in der Lage, diesen Sachverhalt ihrem Publikum mitzuteilen, obwohl nicht nur Victoria Nulan sonder nun auch die britischen Daily Mail durch einen langen, informativen Artikel garniert mit E-mails des Präsidentensohn Hunter Biden und anderer diesen Sachverhalt als gesichert erscheinen lassen. Dass der gute George Sorros auch hier seine Finger/Gelder/Adepten im Spiel habe, paßt zwar zu dessen Missionseifer, belegt scheint mir das noch nicht.

Selenski hat in der Vergangenheit seine Bereitschaft dokumentiert, ukrainische „Freiheitskämpfer“ die zuließen wie ihre Soldaten mit Handgranaten gegen spielende russische Kinder im Donezk vorgingen einem anderen Aufgabengebiet zuzuweisen und er versprach nun ukrainische Soldaten, die Kriegsverbrechen begingen zur Rechenschaft zu ziehen, womit er sich nicht allzuviel Zeit lassen sollte, will er der russischen Staatsanwalt zuvorkommen.

Der Ukraine-Krieg ist ein Konflikt von vielen Konflikten die uns noch bevorstehen werden. Man kann die Ursache des Dramas in unterschiedliche Worte fassen, auch in solche, die im Westen verstanden werden. Eine Gesellschaft besteht aus klugen und weniger klugen Menschen, aus Halbidioten und Vollidioten. Sie funktioniert nur dann, wenn jeder von ihnen den Rahmen erhält, sich seiner gesellschaftlichen Rolle in konstruktiver Weise versichern zu können. Siehe die sich öffnende Schere zwischen Arm und Reich.

Was uns zu denken geben sollte: dass das was einmal in den Schulen mit Integration angestrebt wurde nicht für die Politik, die nationale und internationale gilt. Desintegration, Ausgrenzung, Strafaktionen, Identitätspolitik anstelle von Sozialpolitik, Krieg statt Handel und Wandel: das ist die wirksamste Entwurmungskur zur Gesundung der Erde – und die Würmer, das sind wir.

Rede Präsident Putins vor den Vertretern der russischen Regionen.

In dieser Ansprache vor den Vertretern der russischen Regionen, die er am 16. März hielt umriss der russische Präsident seine Sicht auf die gegenwärtige Lage Russlands. Putin…

zur Operation in der Ukraine:

Russland habe eine militärische Operation in der Ukraine eingeleitet, um der Bevölkerung des Donbass zu helfen, die seit acht Jahren einem “regelrechten Völkermord” ausgesetzt sei. Mit ihr würden die “Offensivpläne Kiews” durchkreuz, die in einem “ein Szenario der Gewalt, des Gemetzels und der ethnischen Säuberung” bedeutet haben würden. Zudem stelle das Streben der Ukraine nach Atomwaffen eine reale Bedrohung dar. Eine begrenzte Intervention im Donbass würde nicht zum Frieden führen, sondern eine “neue Frontlinie” schaffen.

zu den Sanktionen:

Der Westen hättee in jedem Falle Sanktionen gegen Moskau verhängt. “Die Politik der Eindämmung, der Schwächung Russlands, auch durch wirtschaftliche Isolierung und Blockade, ist eine bewusste langfristige Strategie.” Gleichzeitig mache der Westen keinen Hehl mehr daraus, dass er „jede Familie, jeden russischen Bürger“ treffen will. Die Sanktionen habe der Westen seine Glaubwürdigkeit selbst untergraben. Durch das Einfrieren der russischen Reserven haben die Vereinigten Staaten und die Europäische Union Moskau „einen echten Zahlungsausfall beschieden“. „Jetzt weiß jeder, dass Finanzreserven einfach gestohlen werden könnten.”

über eine „fünfte Kolonne“: Der Westen versuche, die russische Gesellschaft zu spalten, indem er „auf die sogenannte fünfte Kolonne setzte, auf “Landesverräter”, auf diejenigen, die in Russland Land Geld verdienten aber im Westen lebten, wobei er ‚Leben‘ nicht einmal im geografischen Sinne des Wortes verstehen wissen mochte sondern als Ausdruck für eine Lebenshaltung, die in Putins Augen einem “Sklavenbewusstsein” gleichkäme. Er verurteile nicht deren süßes und lockere Leben an sich sondern die bei einigen damit einhergehende Meinung, sich die Zugehörigkeit zu einer “hoheren Kaste”, zu einer “höheren “Rasse” selbst versichern zu können. Solche Leute würden ihre Mutter verkaufen, wenn sie nur in den Fluren der Kaste, die sich über alle anderen erhebt, sitzen dürften… “Aber sie vergessen oder verstehen nicht, dass sie durch diese sogenannte hohe Kaste, unter Umständen als entbehrliches Material benutzt werden, um dem russischen Volk einen maximalen Schaden zuzufügen. Das russische Volk werde jedoch immer in der Lage sein, „wahre Patrioten von Schurken und Verrätern zu unterscheiden”.

Viele Länder haben sich damit abgefunden, „mit gebeugtem Rücken zu leben und alle Entscheidungen ihres Souveräns unterwürfig zu akzeptieren“. Russland aber würde sich „niemals in einem solch erbärmlichen und demütigenden Zustand befinden: Der Kampf, den wir führen, ist ein Kampf für unsere Souveränität, für die Zukunft unseres Landes und unserer Kinder. Wir werden für das Recht kämpfen, Russland zu sein und zu bleiben“.

zur wirtschaftlichen Umstrukturierung:

Es sei offensichtlich, dass die gegenwärtigen Ereignisse einen Schlussstrich unter die globale Dominanz der westlichen Länder in Politik und Wirtschaft zögen. Darüber hinaus stelle sie das Wirtschaftsmodell in Frage, das den Entwicklungsländern, ja der ganzen Welt in den letzten Jahrzehnten aufgezwungen worden sei. Die russische Wirtschaft werde sich auf jeden Fall an die neuen Realitäten anpassen. Natürlich werden die neuen Realitäten tiefgreifende schwierige und zunächst schmerzhafte, strukturelle wirtschaftliche Veränderungen erfordern.

Die Behörden müssten nun dafür sorgen, dass lebenswichtige Güter und Medikamente zur Verfügung stünden und dass das Ausmaß an Armut und Ungleichheit im Lande verringert werde: „Das ist auch heute noch eine realistische Aufgabe. Russland hat selbst unter den Sanktionen genug Einnahmen, um nicht auf Geldemissionen zurückgreifen zu müssen, die Zentralbank wird kein Geld drucken müssen“.

an ausländische Unternehmen:

„Wir schätzen die ausländischen Unternehmen, die auch weiterhin in unserem Lande arbeiten. In der Zukunft werden sie sicherlich zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten erhalten. Wir kennen aber auch diejenigen, die ihre Partner feige verraten haben.” Im Gegensatz zu den westlichen Ländern werde Russland die Eigentumsrechte der ausländischen Unternehmen respektieren.

zur russischen Reaktion:

Die Behörden beabsichtigten in Kürze den Mindestlohn und die Gehälter der Staatsbediensteten sowie alle Sozialleistungen, einschließlich der Zulagen und Renten zu erhöhen. Die Unterstützungsmaßnahmen für Menschen, die ihren Arbeitsplatz verloren haben würden ausgeweitet. Die Privatwirtschaft werde von ungerechtfertigten, administrativen Hürden befreit. „Wir müssen auf den Druck von außen mit einem Höchstmaß an unternehmerischer Freiheit und Unterstützung für unternehmerische Initiativen reagieren.” Die Unternehmer wurde ein günstigerer Zugang zu Finanzmitteln in Aussicht gestellt.

Ukraine und Lehren.

Kriege gibt es nicht ohne dass Opfer zu beklagen wären. Kriege sind nach Clausewitz die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, als jene, muß ich hinzufügen, die uns die Vernunft an die Hand geben.

Wir sehen bei/an uns, dass ganz enge Scheuklappen verwendet werden, in Russland oder der Ukraine nicht weniger. Der Westen betreibt eine Politik der Nötigung, Sanktionen, Drohungen und Militärmanöver. Russland und China tun das gleiche im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Jeder rechtfertigt sein Vorgehen, wobei der Westen personalisiert, die Staatshäupter der anderen Staaten dämonisiert, während dem Rest nichts anderes bleibt, als eine anonyme Macht, ein System oder Organisation zu beschuldigen, was natürlich weniger bei Menschen verfängt. Menschen kann man hassen, Systeme nicht.

Das größte Übel ist eine Gesellschaft, in der es keine Opposition mehr geben darf, in der entweder der Staatsanwalt oder ein von George Sorros zensiertes Facebook, eine von russischen Medien gesäuberte EU, linke, grüne, konservative und rechte Tugendterroristen den Andersdenkenden ausgrenzen, weil sie ja eine gerechte Sache vertreten.

Wer gewinnen will schließt sich der Horde an.

Scheinbar funktioniert die Methode aus Zuckerbrot „Nudging“ und Peitsche „Ausgrenzung“. Wer es noch nicht weiß: Nudging ist eine Methode unbewußte Vorlieben auf bestimmte Sachverhalte zu übertragen. Die kommerzielle Werbung funktioniert so. Gesunde Kinder durch schädliche Süßigkeiten.

Dies in der großen Politik betriebene Spiel, wer brav ist wird zum Treffen der Belzeberger, Sicherungskonferenz eingeladen setzt sich in den Betrieben fort, wo der brave zum Essen mit dem Chef eingeladen wird und die Toiletten mit den weißen Klodeckeln benutzen darf.

Nehmen wir an, den Weltenlenkern ginge es tatsächlich darum, mit ihren Tricks die Welt etwas besser zu machen, die Menschheit sachte zu ihrem Glück zu verhelfen, mit den Mittel des KI optimierten Belohnungs- bzw. Sanktionssystemes.

Die Ergebnisse ähnlicher Versuche in der Vergangenheit waren katastrophal. 2000 Jahre lang gibt es die 10 Gebote und eine, zwei viele Krichen, die um Einhaltung dieser 10 Gebote bemüht sind. Auch nach 2000 Jahren blieben sie ohne Erfolg. Du sollst nicht lügen. Ich kenne niemanden, der noch nicht gelogen hat.

Der sich der Aufklärung zurechnende russische Kaiser Alexander ließ in seinem Reich Militärlager einrichten, in denen auch die ärmsten seiner Untertanen in sauberen Unterkünften, ein militärisch strukturiertes Leben ohne Angst hungern zu müssen führen konnten. Krankenhäuser und Schulen sollten für körperliche und geistige Gesundheit sorgen. Die Katastrophe blieb nicht aus.

Von Christen geführte Einrichtungen für gefallene Mädchen oder Waisenkinder, Besserungsanstalten im Kaiserreich und Arbeitshäuser in England hatten die gleichen katastrophalen Folgen. An die indigenen Kinder die in Kanada vor wenigen Jahrzehnten ihren Familien, ihrer Kultur entrissen, in einer fremden zivilisierten Welt zugrunde gingen will ich gar nicht denken.

Eine moralische Kultur kann nicht verordnet werden, auch nicht unterschwellig, weil Kultur Folge und nicht Vorsatz ist. Sie ist nicht planbar da Summe der Beziehungen des einzelnen Menschen zu sich und seines Begriffs der Umwelt; weil jeder Mensch kein Subjekt bzw. Gegenstand ist sondern unfaßbar, ein begreifender, der sich nur in der Beziehung ereignet.

Und da wären wir wieder bei den 10 Geboten oder bei den Gesetzestafeln Hamurabis, bei der Gesetzgebung die sich nur dieser Beziehung (des Menschen zu anderen Menschen wie seiner gesamten Umwelt) widmet, da nur hier der Mensch als solcher hervorzutreten vermag. Das Gesetz ist im Allgemeinen der Begriff der Menschheit als Gattung, woraus folgert, dass vor dem Gesetz alle gleich sind. Die 10 Gebote gelten für jeden ohne positive oder negative Diskriminierung.

Dagegen wird verstoßen und je spezifischer die Gesetze desto größer das Unrecht. Uns sollte bewußt sein, dass ein Verstoß gegen den ‚Gleichheitsgrundsatz‘ des Rechtes, die Menschheit in ihrer Existenz bedroht. Es ist das Recht, das die Freiheit erst erschafft, da es die Beziehungen der Menschen zueinander möglich macht, schützt und somit die sich hieraus ergebende Entwicklung, Bildung und Kultur in Gang hält.

Es gab ein Erfolgsmodell durch das sich Menschen zu einem freieren Leben zu bilden vermochten. Es waren dies der Tugendbund, die Berliner Salons um 1800, wo sich Menschen einen Raum schufen, um auf der Suche nach Wahrheit und Selbstbestimmung einen tabulosen Umgang miteinander zu pflegen. Einen Teilnehmer dieser Gesellschaft kennen wir: Es war Wilhelm von Humboldt. Zu ihr gehörten auch seine Frau und die eine oder andere Gespielin.

Gleichwohl holte sich Humboldt an einem naßkalten Tag am Grabe seiner Frau die Lungenentzündung, die ihn sein Leben kostete. Was war es, das Humboldt veranlaßte, bei diesem Wetter am Grabe seiner Frau zu verweilen?

Es ist die Liebe die Bestimmung des Menschen. Damit wären wir bei unserem Religionsstifter: Christus. Die Liebe wird aber nur jenen gewahr, die das Licht aus dem Feuer ihres Hassens zu nutzen vermögen, die Hinfälligkeit seiner Gründe zu erkennen. So werde man vom Saulus zum Paulus – nicht durch Fremdbestimmung, so subtil sie auch sein möge.

Morgendämmerung

Die Lage in der Ukraine ist schlimm aber sie bessert sich. Oleksandr Pawlju wurde aus der Region Donezk nach Kiew zurückbeordert, offiziell um zur Verteidigung der Hauptstadt beizutragen, inoffiziell, weil er Donezk mit eine Rakete beschießen ließ und die Evakuierung der Bewohner Mariupols behinderte.

Das von der Donezker Republik eingenommene Dorf Wolnowacha existiert in unseren Medien nicht. Die Überlebenden der Ortschaft wußten von Kriegsverbrechen der ukrainischen Truppen zu berichten.

Derweil dauern die Bemühungen an, Rußland weiter zu destabilisieren und gleichzeitig Wege zur Beendigung des Krieges zu finden. Da die Türkei die Einfahrt ins Schwarze Meer für Kriegsschiffe gesperrt hat, findet die NATO-Demonstration Maritimer Stärke an der russischen Grenze in Norwegen statt.

Die Sanktionen gegen Russland lassen sich China, Indien und Saudi Arabien fragen, ob die westlichen Institutionen zur Zahlungsabwicklung, ob der US-Dollar als Verrechnungswährung alternativlos sein muß. Ihre Antwort ist nein.

Russland stoppt die Ausfuhr von Getreide und Zucker bis Juni. Ziel Russlands bleibt die Donbass-Republiken zu stabilisieren, die Ukraine zu demilitarisieren und die dort anzutreffenden faschistischen Nachgeburten zu beseitigen – mit oder ohne Selenski. Juni könnte ein Anhaltspunkt für die von Russland veranschlagte Dauer des Krieges sein.

Unsere Rüstungsindustrie würde sich freuen, hängen doch die für die Herstellung von Panzern und Kriegsschiffen notwendige Stahlerzeugung von den Energielieferungen und den Stahlveredlern aus Russland ab.

Die Ukraine, wie sie stirbt.

Niemand kann Freude dabei empfinden, wenn 150 Freiwillige, die die Ukraine im Krieg gegen Russland unterstützen wollten nun tot sind. Getötet von einer russischen Rakete. Umso besser, dass in Deutschland diese Art Abenteuerurlaub untersagt wurde. Junge Männer die als Drachentöter starten, kehren, falls sie Pech haben, als traumatisierte Menschen mit verkrüppelter Seele, zurück.

Im Donezk begangen ukrainische Truppen auf ihrem Rückzug am vergangenen Wochenende Massenerschießungen. Fast alle Bewohner eines Dorfes wurden dabei ermordet. Die Soldaten der Volksrepublik Donezk sehen die Leichen und denken – nicht mehr nach. Wer will das verstehen? So entsteht Haß und so gleitet jeder Krieg früher oder später in ein blutiges Schlachten ab.

Welchen Grund haben wir andere böse Menschen zu hassen? Keinen! Wer immer sich auch was zuschulden kommen lassen hat, sollte in einem freien, öffentlichen Diskurs, in dem alleine die Wahrheit wenigstens zu erahnen ist, die Last der Bürde, die er auf sich lud, tragen müssen.

John Bolton ein US-Republikaner aus Schrot und Korn bestätigt: Putin will die Ukraine nicht besetzen, er will die Donbass-Republiken stabilisieren und er will die Ukraine vom Schwarzen Meer abschneiden.

Letzteres findet eine indirekte Bestätigung durch Selenski, der jedem Ukrainer dieser Region den Tod in Aussicht stellte, der mit den Russen paktiere, hatte doch ein ehemaliger Milizführer aus dem Süden die Seiten gewechselt. Ob es eine Volksrepublik Odessa geben wird, bleibt abzuwarten.

Putins Rückgriff auf die Geschichte, man nehme sich eine historische Landkarte zur Hand, reduziert demnach die Ukraine auf das Kernland ergänzt durch die von Stalin vereinnahmten ehemals polnischen Gebiete.

Keine 3000 Meter von der polnischen Grenze entfernt detonierte ein russischer Marschflugkörper in einem militärischen Ausbildungslager. Das war der zu erwartende Warnschuß, präzise und gekonnt ausgeführt, der besagt, Waffenlieferungen aus dem Westen werden angegriffen, bevor sie ihren Bestimmungsort erreichen.

Die von Selenski medienwirksam ausgeführten Taschenspielertricks verfangen nur im Westen. Russland wird – und ich erinnere aus meiner Bundeswehrzeit eine prinzipiell ähnliche Haltung meines Feldwebels – keinen Konvoi passieren lassen, von dem es nicht sicher sein kann, dass mit ihm keine Waffen nach Mariupol und keine Kriegsverbrecher aus Mariupol geschafft werden. Einen modus vivendi kann nicht gefunden werden, da es keine Autorität mehr gibt die sich nicht einer Agenda verschrieben hat, die den Menschen an oberste Stelle rückt.

Auch die Kirchen haben sich aus der Religion verabschiedet und sich in die Niederungen der Politik verirrt. Kein leibhaftiger Vertreter des Friedensfürsten wandelt durch die Hölle Mariupols. Goldene Wasserhähne statt Büsserhemd.