Lufthansa.

Staat und Gesellschaft.

Die Praxis Unternehmen durch staatliche Unterstützung zu retten schlägt dann fehl, wenn wir vor einer komplett neuen wirtschaftlichen Ausrichtung stehen. Das sind gesellschaftliche Prozesse, man kann Corona anführen, letztlich sind es aber die Fehler von Unternehmern, den Profit des eingesetzte Kapitals nicht durch Investitionen in die Zukunft zu schmälern. Hinderlich für den Umgestaltungsprozeß ist zudem die Marktmacht einzelner Unternehmen. Letzte Worte einer Supernova: To big to fail.

Daraus resultiert für die Regierungen Strukturen zu schaffen, die Umsetzung innovativer Ansätze zu fördern. Konkret fragt man sich, was es für einen Sinn macht ein Unternehmen wie die Lufthansa zu retten. Neben Flugzeugen die Geld kosten, gibt es Arbeitnehmer die Geld kosten.

Muß die Lufthansa sich auf die angebotenen Personenflüge/Lufttransporte beschränken? Die Bahn expandierte zum Spediteur und Busunternehmer. Die Lufthansa macht was? Die Bundesregierung macht was? Ich könnte mir vorstellen, daß jedenfalls auf dem Land Drohnen zur Verteilung von Gütern eingesetzt werden. Der Ideen gäbe es mehr, würde man danach suchen.

Daß die Gewerkschaft die Interessen ihrer Mitglieder verteidigt wird nicht als zusätzlicher Anreiz zur Umorientierung gesehen, sondern als Vorwand die alten Verteidigungsstellungen der Besitzwahrung einzunehmen. Auch die Gewerkschaften sollten sich aus dem 19. Jahrhundert verabschieden. Die Beschäftigten sind schließlich die Menschen, in deren Köpfen die Fähigkeit zu finden wäre, eine unseren Bedürfnissen, d.h. eine dem Markt besser angepaßte Unternehmung auf den Weg zu bringen.