10 Mio. Kurzarbeiter.

Seit Jahren wurden mit billigem Geld Unternehmen am Leben erhalten und Aktienkurse in die Höhe gebracht. Löhne und Gehälter, Renten und Arbeitslosengeld wurden klein gehalten. Unsere Unternehmen sollen wettbewerbsfähig sein und deshalb nahm man von den Unternehmen den Druck durch Innovationen am Markt zu bestehen?

Ganz vorsichtig hat nun der CSU-Politiker Georg Nüßlein angemahnt, der gegenwärtige Wirtschaftskrise durch stärkere Innovationen zu begegnen. Es ist nicht unmöglich, daß er erkannt hat, daß die Subventionierung von Großkonzernen durch den Steuerzahler, ein Wirtschaftsgebaren am Leben erhält, das in einer Hyperinflation enden wird.

Nüßlein zur Autoindustrie: „Die Branche hat ihre Dinge verschlafen zum Teil. Die haben auch mit ihrem Dieselbetrug etwas dem Klimaschutz einen Bärendienst erwiesen.“ Auch den Irrsinn voll auf Elektromobile zu setzen erkennt Nüßlein. Ein Blick nach Ostasien könnte uns zeigen, wie man es macht: Dort gibt es die ganze Palette von wasserstoff-, gas-, benzin- bzw. dieselbetriebener Fahrzeuge, wie auch ganz oder teilweise elektrisch betriebener Fahrzeuge.

Ähnliches gilt für die Landwirtschaft. Was hat sie mit dem Geld gemacht, das ihr aufgrund der Trockenheit noch einmal zufließen konnte? …auf die nächste Dürre vorbereitet? …durch kluge Anbaumethoden die Austrocknung der Böden, wie die Bodenerosion reduziert? Der weitgehend aus Brüssel, sagt Berlin, ferngelenkte? Bauer, hat es versäumt die Politik seines Verbandes in Richtung nachhaltigen Wirtschaftens zu lenken.

Wir haben eine Gastronomie, die durch die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Viruses sehr hart getroffen wurde, die aber künftig ohne Touristen, ohne die 10,1 Mio. Kurzarbeiter, die 2,6 Mio. Arbeitslose und geschröpften Rentner in dem bestehenden Umfang nicht weiterexistieren wird.

Wir haben eine, gemessen am künftigen Markt, vollkommen überdimensionierte, Lufthansa. Letztendlich wird der Einbruch des Luftverkehrs auch das Paradeunternehmen Airbus treffen.

Der Subventionsirrsinn geht weiter. Geld fließt nicht in die Universitäten, der wissenschaftliche Betrieb ist wurde nahezu ruiniert. Ein Wissenschaftler, der nicht blöd ist, nimmt keinen Job mit einer Laufzeit von wenigen Monaten an. Auch hier fand eine Selektion statt, die wir uns nicht wünschen sollten.

Turnschuhfabrikanten werden subventioniert, so als würden die Arbeitslosen von Morgen bei den nun zusammenbrechenden sozialen Sicherungssystemen nach Turnschuhen schreien, wenn ihr Teller leer ist.

Staat und Zentralbanken benutzen ihr Instrumentarium, um gegen die regulatorischen Kräfte des Marktes vorzugehen, anstatt den durch sie verursachten Wandel mit einer vorrausschauenden Politik zu fördern. Schlimmer wie das freie Spiel des Marktes, ist eine von Lobbygruppen vereinnahmte und durch die Leid!medien verängstigte Politik.

Nicht New Labour sondern eine soziale Marktwirtschaft ist gefragt und sozial bedeutet nicht, die Verfassung außer Kraft zu setzen, bis Bill Gates seinen Impfstoff an den Mann gebracht hat. Das Geld muß in die Universitäten, in die kleinen und mittelständischen Unternehmen des Handwerks, der IT und Industrie fließen. Wer das Geld den Hedgefonds nachwirft oder den sich verrennenden multinationalen Konzernen, läßt außer Acht, daß die soziale Realität, wie auch der Wähler, um die Ecke wohnen. Um die Ecke existiert zudem noch die Genossenschaftsbank und die Kreissparkasse. Das sind die Banken, auf die es jetzt ankommt, sie sind es, die vor allem dem Mittelstand – und mit ihm steht und fällt ein politisches System – dienen.

Die gegenwärtige Politik setzt die Akzeptanz unserers Staates – sprich, seiner Organe wie sie sind – auf’s Spiel und gefährdet die innere Sicherheit.

Was soll ein Polizist, ein Soldat von seinem Arbeitgeber halten, wenn der ihn dazu zwingt, Verordnungen durchzusetzen, die wenig später vom Bundesverfassungsgericht bzw. den Bundesverwaltungsgerichten beanstandet oder zurückgenommen werden?

Der 1. Mai ist der Tag an dem wir den 1886 in Chicago erschossenen Arbeitern gedenken. Sie streikten für bessere hygienische Bedingungen am Arbeitsplatz und mehr Lohn.

Der 1. Mai ist aber auch der Tag, an dem uns die zur Pracht gelangende Natur lehrt, was Theodor Fontane im folgenden Satz zum Ausdruck brachte:

„Tand, Tand ist das Werk von Menschenhand“.

Unabhängig von der großen Politik erwachte Flora und Fauna. Das gilt es sich zum Vorbild zu nehmen.