Es fehlt das Geld.

Im 19. Jahrhundert sorgten Flottenvereinen für die zum Flottenbau notwendige Unterstützung in der Bevölkerung.
Die politische Initiative stellte sich mehr und mehr in die Interessen der Schwerindustrie und sorgte nun mit Feindbildern und einer verfehlten Ausrichtung des Flottenbaus für eine Deformation des gesellschaftlichen Diskurs wie auch der Kriegsmarine.

Mit dem Flottenverein wurde eine Blaupause für spätere Kampagnen von Politik und großer Wirtschaftunternehmen geschaffen. Das ganze fand eine ersten Höhepunkt in den Kapagnen der NSDAP.

Jede Kampagne setzt auf die Ängste der Menschen. Diese Ängste werden geschürt, indem man die Opposition oder ganze Bevölkerungsgruppen zu diskreditieren versucht. Man sucht nach einem passenden Einzelfall und verallgemeinert ihn. So wird unethisches Verhalten eines jüdischen Bankiers schnell zu einem Grund einen wertvollen Teil der Bevölkerung eines Landes auszurotten. Die an der Religionszugehörigkeit orientierenden Sippenhaft wurde ins politische übertragen. Wer neben einem Mitglied der AfD steht, geht oder sitzt, ist verdächtig.

Zwei aktuellen Zitate belegen, wo wir heute wo stehen:

„Samstag, 9. Mai – Demo-Teilnehmer versammeln sich in Bern trotz Verbot: Mehrere hundert Menschen haben am Samstag in Bern gegen die Massnahmen in Zusammenhang mit dem Coronavirus demonstriert. Die Polizei hat die Demonstration schrittweise aufgelöst.“ SRF 11.05.20

„Politiker warnen vor Unterwanderung von Corona-Protest durch Extremisten. […] Wie schon in der Flüchtlingspolitik finde nun auch in der Coronakrise eine Motiv-Umkehr statt, kommentiert Nadine Lindner. So sei es den lauten Kritikern gelungen, den Schutz von Menschenleben in etwas Bösartiges umzudeuten. Neben der AfD, Reichsbürgern und Antisemiten mischen auch bekannte Gesichter mit.“ DLF 11.05.20

Schlampiger deutscher Journalismus in selbsternannten Qualitätsmedien untergräbt die Fundamente unseres Staates und liefert Wasser auf die Mühlen der Menschen, die Wissen durch Glaubenssetze ersetzen. Die tradierten deutschen Medien werden nur dann überleben, wenn sie sich nicht scheuen Menschen zu beschäftigen, die recherchieren, denken und schreiben können. Es fehlt das Geld.