Rassismus ohne Rasse?

Die Grünen schlugen vor, den Begriff ‚Rasse‘ im Grundgesetz zu ersetzen. Die Begründung ist so absurd, daß man sie, schon aus einem Gefühl des Mitleides heraus, nicht wiedergeben kann.

Das Einzelne und das Allgemeine. Hegel sah in der Auseinandersetzung beider Eigenschaften die Triebkraft der individuellen, wie der kulturellen Entwicklung. Es gibt Frauen und Männer und es gibt Menschen, die sich in anderen biologischen Eigenschaften unterscheiden. Daß im Angelsächsischen der Begriff ‚race‘ abgeschafft werden würde, obwohl er mit ‚Rasse‘ den selben sprachlichen Ursprung hat, erwartet niemand, und dies nicht, weil die Angelsachsen vorwiegend Rassisten sind, sondern, weil sie mit den Verbrechen ihrer Geschichte einen anderen Umgang pflegen.

Einst sang Peter Orloff: „Ein Klassegirl, ein Rassegirl ist Monika Mo-Mo-Monika, Mo-Mo-Monika Sie ist mein Typ, ich hab sie lieb!“. Hatte der Mann mit dem slawischen Namen übles im Sinn?

Das Wort, wie seine Bedeutung können es also nicht sein, was die Grünen bewogen haben mag, es aus der Verfassung zu verbannen. Es ist das Unvermögen der Grünen mit dem Wissen unserer Vergangenheit zu leben. Unsere Großväter haben einst zugelassen, daß unsere Sprache durch Verbrecher mißbraucht wurde, um ein Reich, ein Volk und einen Führer zu proklamieren.

Es ist und bleibt richtig, daß niemand wegen seiner Rasse diskriminiert werden darf und wenn uns bei dem Begriff Rasse, die schmerzlichen Erinnerungen an die Zeiten, da Verbrecher unser Land regierten, spürbar werden, so ist das unangenehm aber heilsam.

Nicht heilsam ist es hingegen, alles auszurotten, was einem nicht in den Kram paßt.

Bei der Sprache fängt es an.

Das Virus, die Krise und das Grundgesetz.

Ausgangslage: Die USA finden keine Käufer mehr für ihre Staatsanleihen. Die Aktien sind überbewertet. Die Zinsen auf Null. Die Verschuldung der USA beträgt 6,5% des Volkseinkommens.

Krise: Ausgangssperren werden verhängt. Kleine Betriebe (Gaststätten, Kinos, Friseure..) werden geschlossen. Motorradfahren wird verboten und der Gesundheitsminister Spahn steht unter ständiger Beobachtung des Robert Koch Institutes.

Virus: Weil wir unser Gesundheitssystem in der Vergangenheit wettbewerbsfähig gemacht haben, hohes Lob an Italien und Spanien, die Dank der Hinweise aus Brüssel besondere Sparmaßnahmen getroffen haben, ist es Strategie durch Ausgangssperren die Verbreitung des Virus zu verzögern, die Anzahl der Schwererkrankten an die Anzahl der Krankenhausbetten anzupassen und somit die Dauer der Krise zu verlängern.

Die zweite Welle: Ist das Virus weg, kommt es wieder und das Motorradfahren wird wieder verboten.

Nach der Krise: Die Arbeitslosigkeit infolge von Unternehmenszusammenbrüchen führt zu einer sinkenden Nachfrage. Die Verschuldung der USA steigt auf 20% des Volkseinkommens (das ist mehr als Griechenland zu schlimmsten Zeiten hatte). In Europa werden einige große Unternehmen verstaatlicht werden. Die längst überfällige Rezession ist da, d.h. es wird eine Marktbereinigung erfolgen, die umso länger dauern wird, je geschickter Staat und Finanzjongleure Unternehmen am Leben erhalten, die wenig bis nichts zur Wertschöpfung beitragen. Vorher muß aber die Bevölkerung zu überteuerten Preisen mit dem schon bald verfügbaren Serum geimpft worden sein.

Handwerk hat goldenen Boden, sollte aber aufpassen, ob ihm der Boden auf dem es zu stehen pflegt, am Ende der Krise noch gehört. Auch der Landwirt war einmal frei.

Ergo: Der Staat zeichnet verantwortlich für die Bewältigung der Krise. Er ist der mächtigste Akteur auf der Bühne auch wenn die Politiker, die diesen Staat vertreten, das nicht glauben wollen. Selbst wenn Kirchen, Moscheen und Synagogen geschlossen sind, sollten wir darum beten, daß am Ende der Krise, die Grundrechte des Grundgesetzes nicht außer Kraft gesetzt bleiben.