Der Virus, der Michel und die Psyche.

Maßvolles Handeln in der Bekämpfung der Corona-Epidemie ist geraten. Das höchste Gut unserer Gesellschaft ist die Aufrechterhaltung der demokratischen Rechte. Wir erleben Konflikte zwischen Regierung und Parlament. Das Parlament fordert eine Mitsprache hinsichtlich der zu treffenden Maßnahmen. M. E. ist dies kontraproduktiv, da mit unserem föderalen System nicht vereinbar. Deutschland ist kein zentralistisch geführter Staat und soll es auch nicht werden.

Wir erleben Konflikte zwischen der Justiz und den Regierungen. Demonstrationsverbote, Beherbergungsverbote und die eine oder andere wirre Maskenverodnung wurden per Gerichtsentscheid gekippt.

Wir erleben Konflikte zwischen Politik und großen Teilen der Bevölkerung denen die Einschränkungen ihrer Rechte zu weit gehen.

Wir sehen eine zu Recht geführte heftiger Kritik an den Medien, die es verlernt haben, den vielen unterschiedlichen Stimmen in der Bevölkerung einen Raum zu geben.

Die Stärke unseres Landes gründet in seiner Fähigkeit, diese Konflikte und widerstreitenden Ansichten als die Quelle zu betrachten, die erfolgreiches Regieren erst ermöglicht. Die Anzahl der Blickwinkel unter denen ein Sachverhalt betrachtet werden kann, liefert das Maß für den Grad in dem wir ihn zu erkennen vermögen.

Es ist nicht die Wissenschaft alleine, es ist nicht die Regierung und nicht das Parlament, es ist der Staat, seine Behörden, es sind die Mediziner und die Menschen, deren Erfahrungen und Stimme zählen.

Unser ineffizientes Gesundheitssystem erweist sich mit seinen vielen Hausärzten als der Segen, den sich klinikzentrierte Gesundheitssysteme nicht mehr leisten wollen. Wir leisten uns trotz des eingesetzten Abbaues immer noch eine relativ hohe Anzahl verfügbarer Krankenhausbetten.

Neben der Schulmedizin, die Tabletten und Therapien an den Kunden bringt, gibt es Ärzte und Scharlatane, die anders ausgerichtet Erfahrungen bewahren und weiterentwickeln, von denen die eine oder andere zu erhalten sinnvoll ist.

Die Gesundheitsämter tun ihr bestes und sollte man sie von dem Irrsinn befreien, gegen einzelne Maskenverweigerer gerichtlich vorgehen zu müssen, fänden sie auch wieder die Zeit, ihrer eigentlichen Bestimmung nachzukommen.

Das Testen von Menschen, ob sie infiziert sind oder nicht sollte und wird hoffentlich zu der Erkenntnis geführt haben, bei welchen Anlässen getestet wird und bei welchen nicht aber auch dazu, die Umstände herausgefunden zu haben, die ein besseres Verständnis der Ausbreitung des Viruses erlauben.

Unser Reichtum liegt nicht im Geld, sondern im Vermögen das uns unsere Geschichte in guten und in schlechten Zeiten hinterlassen hat.

Letztendlich ist die Gattung Mensch durch den Virus nicht bedroht. Menschen verfügen über Verstand, von dem Gebrauch zu machen angeraten ist, auch über ein Immunsystem, das sich mehrere tausend Jahre hinweg entwickelt hat. Bedroht ist der Mensch, der das vergißt. Bedroht ist der Mensch, der nicht unter Menschen sein darf, sprich: Eine starke Psyche sorgt für ein starkes Immunsystem.

Söder tut es, Laschet nicht.

Söder tut es, Laschet nicht. Das Ergebnis: Spahn ist positiv getestet. Es wurde eine Pandemie ausgerufen und aufgrund dessen eine Seuchenverordnung bis an die Grenzen ihrer Gültigkeit benutzt, dagegen vorzugehen. Virologen bestimmen wo es langgeht und der Mensch irrt mit und ohne Maske.

Jetzt stellen sich die Parlamentarier gegen die Verordnungspolitik, weil die Seuchenverordnung keine Verordnung ist, sondern Anlaß eines permanenten Theaters, das uns alle verunsichert, da keiner der Schauspieler weiß, wie mit dieser Verordnung die Eindämmung des Infektionsgeschehens einzudämmen ist. Das „nachlässige“ Nordrhein-Westfahlen hat auf 100 000 Menschen gerechnet weniger Infizierte, wie das „knallharte“ Bayern.

Was sagen die Ärzte zu dem Thema? Vom Menschen aus gedacht, ist nicht der Krankheitsverlauf abhängig von Behandlung und der physischen und psychischen Besonderheit des Menschen? Was wurde getan, um die Arbeit der Ärzte zu verbessern? Wurden die, während der Behandlung der an Corona erkrankten Menschen, gemachten Erfahrungen wissenschaftlich aufgearbeitet, der ganzen Ärzteschaft zugänglich gemacht? Wo bliebe die Pandemie, wenn es Dank verbesserter Heilverfahren weniger Tote gäbe? Will man überhaupt ein Ende der Pandemie?

Wo man Söder noch folgen könnte, ist seinen Bemühungen, die Auswirkungen auf die Wirtschaft und Kultur zu lindern. Doch was tut das Parlament? Die Parlamentarier suchen selbst die große Bühne, ihre Inkompetenz einem breiten zahlenden Publikum vorzuführen. Die Wirtschaft des Landes blutet aus, die Kultur liegt am Boden, einer virtuellen Realität wird in Schulen und Unternehmen das Wort geredet, weil man die Wirklichkeit nicht mehr ertragen kann.

Eine Verordnung gehört nicht ins Parlament. Parlamente beschließen Gesetze und die sind Grundlage von Verordnungen. Wo kommen wir hin, wenn der Bundespräsident ein Gesetz unterzeichnen muß, das festlegt, wer in welchem Alter, bei welchen Temperaturen und welchem Virus, wann in Mecklenburg-Vorpommern übernachten darf. So landet früher oder später die Volksvertretung komplett im Sandkasten.

Wie kann es sein, daß die Ritter der Pandemie ihren Kritikern verbieten sich zu versammeln, selbst aber einen Parteitag mit über 1000 Delegierten, plus Presse, Logistik und Personenschutz veranstalten möchten? Wie kann es sein, daß eine Ministerin die Freiheit der Wissenschaften fordert, ohne zu wissen, worin diese Freiheit besteht?

Politik und Medien haben die Sprache in einer Weise geschändet, die jegliche Kommunikation verhindert, anders kann ich mir die vollständige Losgelöstheit der Politik von den gesellschaftlichen Notwendigkeiten nicht erklären.

Münchner Runde.

Die jüngste Münchner Runde beschäftigte sich mit der Corona-Krise, Vertretern und Gegnern der Corona-Maßnahmen.
Es ist ein großes Verdienst des Bayrischen Rundfunks den bayrischen Innenminister Herrmann und den Vertreter der Querdenken-Bewegung Haintz an einen Tisch gebracht zu haben und es zeichnet Joachim Herrmann (CSU) aus an dieser Veranstaltung teilgenommen zu haben.
Eine Diskussion sollte dazu führen, daß alle Beteiligten wie das Publikum am Ende klüger sind als zuvor. Eine Diskussion sollte nicht veranstaltet werden, um in der Tradition mittelalterlicher Hinrichtungen, dem Publikum ein Spektakel zu bieten.
Die Autorität der bayrischen Staatsregierung gründet in ihrem Demokratieverständnis. Söders Umfragewerte wären nicht zustande gekommen, würde er durch politische Spielchen und Dampfgeplauder aufgefallen sein. Aiwanger ist ein Beispiel dafür, daß bloßes Ventilieren politischer Substanzlosigkeit an den Menschen unbeachtet vorbeirauscht.
Ein langer Weg liegt vor uns, den notwenigen sozial-ökonomischen Wandel durchzuführen. Die Krise hat noch nicht begonnen, ihr Umfang kann noch nicht abgeschätz werden, sie zum Vorteil unserer Gesellschaft zu nutzen bedarf es der Disziplin sich bei klarem Verstand den Wirklichkeiten, den medizinischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen auszusetzen.
Perfektion wird nicht erwartet, Lernfähigkeit ist’s und nicht das Beharren auf Dogmen, was uns weiter bringt. Öffentlich rechtliche Medien können im Wettbewerb mit den alternativen Medien durch Qualität überzeugen. Das ist das eigentliche Resultat der Münchner Runde. Eine Einschränkung der Meinungsfreiheit wie Kampagnien gegen Fake-News verhelfen den Menschen nicht zur Ausbildung der Fähigkeiten aufgrund der eigenen Vernunft den Irrsinn vom Wahrscheinlichen unterscheiden zu lernen. Vorbildliche Diskussionsrunden schon.

Geschäftsmodell Corona-Krise.

Jede Krise hat ihre Profiteure. Selbst dem Finanzminister Scholz scheint langsam der Gedanke zu kommen, daß nicht jeder Bittsteller aufgrund einer tatsächlichen Notlage seine Forderungen an ihn erhebt. Nachdem Scholz die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes verlängert hat, schreit die Menschheit nach dem bedingungslosen Grundeinkommen. Das lehnt Scholz ab, ihm erscheint ein solcher Schritt zu neoliberal. Was würde aus der Arbeitslosenverwaltungsindustrie, aus Fördern und Fordern? Ob Scholz das Joch der Arbeitslosigkeit beibehalten möchte oder ob er wirklich gegen eine neoliberale Politik ist, weiß nur Scholz allein. Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist gut, wenn wir anstelle eines Schulsystems ein Bildungssystem hätten, das die natürlich gegebene Neugierde der Kinder, ihre natürliche Kreativität, d.h. Schaffenskraft, Eigen- wie Sozialverantwortung entwickelte.

Wer vom Kindergarten bis zur Promotion gesagt bekam, was er zu tun und zu denken hat, wird schwerlich den Mut und die Kraft finden, aus einer ihm gegebenen materiellen Absicherung einen Vorteil zu ziehen. Es sollte aber auch nicht vergessen werden, daß das bedingungslose Grundeinkommen ein notwendiger Schritt zur Zerschlagung unseres bisherigen Sozialsystemes ist. Der Profitgedanke frißt das Hirn.

Scholz hat die Bezugsdauer für Kurzarbeitergeld verlängert. Angedacht ist auch eine weitere Schwächung des Insolvenzrechts. Söder mahnt eine schnellere Umsetzung einer wirtschaftlichen Neuaufstellung an. Wenn ein Unternehmen später als früher in Konkurs geht, profitiert niemand. Die Verlängerung der Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes hilft dem Arbeitslosen nicht. Die notwendige und jetzt umzusetzende Neuorientierung der Wirtschaft gelingt nicht, wenn man toten Pferden den Hafersack umhängt.

Der Staat kann nichts weiter tun, als die durch die Unternehmen zu leistenden Innovationen zu unterstützen, was etwas ganz anderes ist, wie Unternehmen zu unterstützen. Zur Bewertung der einzelnen Innovationen bedarf es eines sozialen Netzwerkes, das Forschung, Universitäten, Unternehmen und Gesellschaft zu verbinden vermag. Regelungen, die dem entgegenstehen, sollten benannt und überdacht werden.

Der Mensch ist, und dies auch nur als gesellschaftliches Wesen, die einzige Produktivkraft.

Unvernünftige Menschen.

Nachdem die Politik alles getan hat, die Bevölkerung unseres Landes in den Zustand unmündiger Schüler zu versetzen, denen man nur einen Professor Drosten dozierend vor die Nase setzen muß, um bei ihnen das Verhalten von Grundschülern abzurufen, beschwert sich nun ebendiese Politik über diese Unmündigkeit. Gehorsame Menschen sind dumm, daß nicht alle Menschen gehorsam sind, ist ein Trick der Evolution – von Kant als „der Mensch ist aus krummen Holz“ bezeichnet und im Dienste der Aufklärung der Gattung Mensch, d.h. wer auf Leuchttürme, Wissenseliten setzt endet im Totalitarismus oder wie es ein Schweizer formulierte: „Besser gibt es nur, wenn es eine Vielfalt gibt“.

Was bedeuten härtere Strafen, die Altmaier und Söder verlangen, um z. B. Maskensünder in der Bahn zu sanktionieren, wenn die Politik nicht daran gedacht hat, wer denn diese Strafen veranlassen soll? Hat jeder Beschäftigte des Betriebes dies Recht (wir sind die besseren Anarchisten) oder muß die Länderpolizei oder die Bundespolizeit Bahn fahren? Unabhängig davon, kann jeder in der Bahn, der ein Butterbrot dabei hat, seine Viren ganz legal verbreiten.

Was ist mit den Pflegeheimen, mit den ausländischen Arbeitskolonnen in der Landwirtschaft, auf dem Bau und im Schlachthaus? Wer pauschal den Betrieb von Gaststätten, Schulen, Kirchen und Groß-Unternehmen zuläßt ohne geprüft zu haben, ob deren Belüftungssystem bzw. Klimaanlage das Virus in der Luft anreichert, darf sich über mangelnde Glaubwürdigkeit nicht wundern.

Denn darum geht es.

Auch die Einführung von Zwangstests bei Einreise aus Risikogebieten widerspricht dem Bild, was Politik bisher von sich abgegeben hat. Diese Tests sind nicht geeignet mit Sicherheit die mit Corona infizierten Menschen festzustellen, wobei sich die Frage stellt, warum ein Corona-Test doppelt so teuer ist, wie ein gleichartiger Grippetest.

Mit den geforderten härteren Strafen wird der Mittelstand getroffen, ein Geringverdiener oder ein Hartz 4 Empfänger hat nichts zu verlieren und den Wurstfabrikanten ist das gleich. Da hat ein Herr Heil eine Lex Tönnies geschaffen, zugeschnitten auf Großbetriebe auf Basis von Werksverträgen und wundert sich, daß der Herr Tönnies sein Unternehmen umstrukturiert. Man wünschte sich ähnlich kluge und dynamische Menschen in der Politik. Doch die gibt es nicht, so sollte es niemanden wundern, daß die Autorität unseres Staates infrage gestellt wird?

Nicht der Alkohol ist schuld, daß jugendliche Randalierer ihrem diffusem Unmut Luft machen, seitdem Fußball als Triebabfuhr ausgefallen ist. Das Alkoholverbot in der Öffentlichkeit wird diesen Unmut nicht beseitigen. Nebenbei gefragt, sind nicht auch andere aufputschende Drogen verboten? Was tut die Polizei gegen die Drogenhändler, wenn sie jetzt Zug fahren muß und Alkoholsünder in der Innenstadt verfolgt? Man kann die Polizei auch zum Erbsenzählen einsetzen.

Eine vernünftige, konstruktive Politik sieht anders aus.

Ein Mann aus krummem Holz ist Horst Seehofer. Es macht Sinn die Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen zu reglementieren, will man den Mißbrauch der Wohnungen als Spekulationsobjekte verhindern, wobei Seehofer sicher nicht den deutschen Kleinunternehmer in Visier hat, der mit seinen 20 Wohnungen den Wohlstand seiner Familie absichern möchte.

Sensation: Regierung regiert!

Stellen wir uns eine Pyramide vor und der Besitzer der Spitze zahlt zur Unterhaltung der Pyramide nur das dort verbaute Volumen, profitiert jedoch vom letzten Meter, da er eine Aussichtsplattform für die zu Betreten er ein Entgeld erhebt eingerichtet hat.
In der Wirtschaft verhält es sich ähnlich und Amazon profitiert von der Basis einer Wirtschaftspyramide, zu deren Erhaltung er gleichsam nichts beiträgt. Soviel zur Philosophie eines Abstaubers.

Wenn Bundesentwicklungsminister Müller (CSU) nun die Idee aufgreift, daß die Internetriesen stärker zu besteuern seien, dann weil diese Konzerne von der Corona-Krise am stärksten profitiert haben. Die Forderung ist richtig, die Begründung aber nicht. Nun verfügt Müller nicht über die nötigen Mittel, die Verwirklichung seines vernünftigen Wunsches in die Wege zu leiten.

Markus Söder (CSU) sorgt nahezu unbemerkt dafür, daß mehr Bäume in Bayern gepflanzt werden sollen als geplant. Die Bedeutung dessen kann nicht hoch genug angesetzt werden. Der Wald ist nicht nur für die Holzindustrie da, er reguliert den Wasserhaushalt, reinigt die Luft, nimmt CO2 auf, liefert wichtigen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum und sorgt als Erholungsgebiet dafür, daß selbst der schlecht bezahlte Amazon-Mitarbeiter sein seelisches und körperliches Gleichgewicht nicht ganz verliert.

Die Gewerkschaft Verdi startet übrigens einen erneuten Versuch zur Durchsetzung eines adäquaten Tarifvertrages, durch einen zweitägigen Streik von Amazon-Betrieben. Damit erledigt sie eine dringliche Aufgabe, die letztlich auf direktem Wege dafür sorgt, daß der stinkreiche Konzern durch eine gerechte Entlohnung einen kleinen Beitrag dazu leistet, die Infrastruktur, die er in unserem Land so weidlich nutzt, zu erhalten.

Der Fraktionschef der Unionsparteien Ralph Brinkhaus kündigt an: die Bundesregierung plant, Werkverträge mit Subunternehmern zu verbieten. Auch hier wird der richtige Weg beschritten, der da nicht heißt „Hammer“ sondern klare Gesetzgebung anstelle von Gesetzen, die gut aussehen, sich aber durch eingebaute Schlupflöcher als wirkungslos erweisen.

Jeder bayrische Bürger „soll“ so die Meldungen, sich auf eine Corona-Infektion hin testen lassen können. Das ist kein „muß“. Angesichts der Ängste, die bei meiner Nachbarin und bei vielen anderen Menschen herrschen, ist dies Angebot hilfreich, für den einzelnen aber auch die Wirtschaft, konkret die arbeitstätigen Menschen, deren Leistungsfähigkeit unter den Ängsten leidet.

Andreas Scheuer (CSU) beabsichtigt eine Wiederbelebung der Bahn. Dieses Projekt wird nicht im Handstreich gelingen. Von der Schweiz hat man den Stundentakt und, so man denn klug ist, engagierte man zur Umsetzung auch den einen oder anderen schweizer Bahnexperten.

Die Attraktivität der Bahn läßt sich nicht auf dem Verordnungsweg und nur zum Teil über ein gutes Angebot erhöhen. Es bedarf alle beteiligten Unternehmen, die Gewerkschaften und Verbände mit in die Verantwortung zu nehmen, den Deutschlandtakt zu realisieren und markt- d.h. kundengerecht auszugestalten.

Sofern die Bahn fehlkalkulierte Prestigeobjekte nicht dadurch finanziert, indem sie die Zeitdauer von Erhaltungs- oder Ausbaumaßnahmen streckt und mit realistischen Kenngrößen vorsichtig plant, kann das Vorhaben gelingen.

Solidität rangiert vor Schnelligkeit. Windbeutel gab’s bei der Bahn schon genug. Scheuer würde mich überraschen, wenn er statt Karriere zu machen, auf Dauer die Entwicklung der Bahn zum bedeutendsten Verkehrsträger in Deutschland vorantriebe, womit Deutschland, für jeden Bahnkunden, zum sinnlich erfahrbaren Bindeglied Europas würde.

Daß Andreas Scheuer nachdem der, während der Verabschiedung des neuen Bußgeldkataloges herrschende Druck, von ihm abgefallen war, zu seinen eigenen Vorstellungen zurückfinden konnte und sich damit selbst treu blieb, zeichnet ihn besonders vor jenen aus, die nun, nachdem das Gesetz aufgrund eines Formfehlers unwirksam ist, Kritik an ihm üben.

Dies Gesetz war eine Gemeinschaftsproduktion von Bund und Ländern. Auch jene also, die nun Scheuer mit Vorwürfen überhäufen, verabschiedeten ein Gesetz, dessen Formfehler sie, sofern sie wußten was sie taten, bemerkt haben mußten. Selbstkritik ist neben Sachkenntnis eine Sache grün-roter Politik nicht.

Welchen Radfahrer gefärde ich auf der Autobahn, wenn ich dort 27 km/h schneller unterwegs bin als erlaubt?

Sigmar Gabriel. Es schweigt die SPD, was die bezahlten Ratschläge Gabriels an Tönnies anbelangt. Weiterer sozialdemokratischer Bemühungen, die eigene Glaubwürdigkeit zu untergraben, bedarf es nicht.

Beim Fleischkauf und beim Autofahren gilt unabhängig von der Gesetzeslage, jene Vernunft walten zu lassen, die man bei manchen Politikern vermißt.

All die genannten Beispiele sind bemerkenswert, weil hier der Staat nicht als Kindergärtnerin auftritt, sondern als Instanz, die ihren Zweck zu erfüllen sucht. Wer den Menschen durch den moralischen Zeigefinger – was konkret einer Manipulation gleichkommt – oder überzogene Sanktionen zu einem Verhalten veranlassen möchte, das ihm nicht entspricht, wird sich nicht wundern müssen, wenn sich diese Menschen von ihm abwenden.

Corona und die Proteste in den USA.

In seinem Aufsatz über einen gesetzmäßigen Verlauf der Entwicklung unserer Kultur nannte Kant die Unberechenbarkeit und das unethische Verhalten Einzelner als Triebkraft, als jene Kraft, die den Widerspruch erzeugt, aus dem heraus nur die Entwicklung eines vernünftigen Vorgehens führt.

Wenn sich nun in den USA die Menschen die Schädel einschlagen, weil ein Mord durch einen Polizisten, begangen wurde, so deshalb, weil es in diesem und allen anderen Staaten, zu einem Widerspruch gekommen ist, der sich den Handelnden zunächst rational nicht erschließt. Der Mord am Polizisten war nur Anlaß, die vielen von den einzelnen nicht zu benennenden Gründe ihres Unwohlseins, durch den Protest anzuzeigen.

Nun pflegen die USA ein Bild, wie Politik gemacht wird, das dem unseren nicht so richtig entspricht. Ja, auch wir versuchen andere Staaten zu erpressen, weil sie unseren Normen nicht entsprechen. So sind Demonstrationen in Corona-Zeiten Hongkong erwünscht, in München geduldet und werden in Berlin mit den widerwärtigsten Methoden bekämpft. Das Verhalten der Mächtigen ist der Ohnmächtigen Vorbild.

Was denkt ein friedlicher Demonstrant, der jemanden beleidigt hat, der es aber nicht für notwendig hält, gegen diese Beleidigung gerichtlich vorzugehen, wenn er von einer Polizei-Hundertschaft zu einer Demonstration begleitet um am Zutritt zu den Demonstranten mit Gewalt gehindert zu werden? Er denkt: Ich werde eingeschüchtert. Diejenigen, die den Vorfall beobachten denken: Warum soll ein Mensch der (seine Worte) falsch geparkt hat, gerichtlcih nicht belangt wird, nicht demonstrieren dürfen? Antwort: Weil er die Abstandsregel nicht eingehalten hat, mußten wir ihn niederwerfen und am Boden fixieren. Prellungen und Schürfwunden sind angemessene Begleitumstände.
Sofern der Demonstrant gegen die coronabedingten Regeln nicht verstoßen hat, kann der dies auf gerichtlichem Wege klären lassen. Wir sind ein Rechtsstaat indem jene, die die Busse von Organisatoren einer Demonstration in Stuttgart angezündet haben, nicht ermittelt werden können, da die Polizei für die Einschüchterung eines Berliner Koches gebraucht wird.

Auch wenn der Bürger das nicht verstehen kann, er fühlt sich unwohl, er ahnt, daß da etwas faul ist. Noch vermögen wir den Unmut zu kanalisieren, wenn z. B. jemand einer Minderheit durch Psychopathen umgebracht wird. Noch ist unser Sozialsystem in der Lage, diesen Unmut durch die Abwendung der Existenznöte, in denen sich zig Millionen arbeitsloser US-Amerikaner nun befinden, zu kontrollieren. Wenn Scholz und Co. weiterhin das Geld in die großen Unternehmen pumpen, weil strukturelle Änderungen zwar unumgänglich sind, um mit innovativen Lösungen den Untergang der Menschheit zu verhindern (Klima, Artensterben, Erosion, Verschmutzung der Weltmeere), dann wird der Bürger dumme Dinge tun müssen, um aus ihnen heraus lernen zu können, sagt Kant.

Das Geld, das nun in Berlin und anderswo verteilt wird, landet schon heute an den Börsen. Die Konzerne und ihre Besitzer freuen sich, die Banken funktionieren weiterhin. Selbst wenn die SPD, CDU und die Grünen den Monopolisten der Kerntechnologien für batterie-elektrisch betriebenen Fahrzeuge die Einsicht in diese Fehlspekulation verbauen, indem sie den Steuerzahler bluten lassen, anlügen aus Sorge um die Umwelt, die so generierte Armut als Reichtum unter den Reichen verteilen, ändert sich nichts an der Notwendigkeit einer strukturellen Änderung in unserem Wirtschaftsgefüge.

Sie wird kommen, doch auf einem in Art und Weise nicht vorhersehbaren Wege, solange wir die Hoffnung haben, andere und uns über die Wirklichkeit hinweglügen zu können. Das Ende der smarten Politik bedeutet der Beginn einer vernünftigen Entwicklung, die nur dann richtig ist, wenn sie alle zu umfassen gewillt ist, sagt Kant.

Vernünftig und unvernünftig.

Wer schützt den Bürger vor unvernünftigen Beschlüssen der Regierungen? Die reine Vernunft gibt es praktisch nicht! Wer sie für seine Handlungen in Anspruch nimmt, muß scheitern. Gewiss ist es schwierig, ohne solche Kategorien auszukommen, doch befinden wir uns im Werden, d. h. Entwicklung gleich wo, findet nur dort statt, wo Risiken eingegangen werden, weil wie uns nach der DDR nun auch Corona gelehrt haben sollte, eine Planbarkeit der Zukunft nicht funktioniert, Lernen auf Versuch und Irrtum basiert.

Wir lernen aus den Fehlern! Das würde jeder sich für klug haltende Mensch unterschreiben, doch Politiker die Fehler begehen fürchten die Hatz der dumpfen Meute von Glücksrittern, die im Besitz des moralischen Zeigefingers ihre autoritären Impulse ausleben.

Es ist gut, wenn Thüringen seinen Weg geht. Der Rest der Republik kann davon lernen. Es ist nicht gut, wenn das Gastgewerbe auch in schlecht belüfteteten Räumen betrieben wird. Was Aiwanger dazu veranlaßt hat, dies Risiko einzugehen ist mangelnde persönliche Erfahrung und der Druck des Gastgewerbes. Es ist unvernünftig, eine Wirtschaftspolitik zu betreiben, die sich an den bestehenden Verhältnissen orientiert. Mit Geld ist eine deutsche Autoindustrie nicht zu retten, wenn die Geschäftsführer selbst, das Wohl ihres Unternehmens den strategischen Plänen ihrer Aktionäre opfern. Dividenten werden ausgeschüttet, obwohl sie in der freien Marktwirtschaft zum Ruin des Unternehmens beitragen würden.
Die Bundesregierung ruinierte die Deutsche Bahn im Namen der freien Marktwirtschaft und beteiligt sich an der Lufthansa, weil Fliegen soviel umweltfreundlicher ist. Was ist vernünftig? Batteriebetrieben Flugzeuge? Die Zukunft beginnt mit einer Energiewende. Vernünftig ist es, wenn die Bundesrepublik alles dafür tut, den Bau von Northstream 2 abzusichern. Erdgas und die nötige Infrastruktur liefert die Übergangstechnologie für den Umstieg auf Wasserstoff. Das sichert die unabhängigkeit Europas in der Energieversorgung. Aus Erdgas kann Wasserstoff gewonnen werden, Erdgas läßt sich mit Wasserstoff anreichern, Gaspipelines können mithilfe geeigneter Träger Wasserstoff transportieren.

Klug wird es sein, den Umständen gemäße Konzepte auszuarbeiten, wo welche Lösung die tauglichste ist. Bei den Antrieben werden das Wasserstoff, fossile Brennstoffe und batteriebetriebene sein. Klug ist die Natur, die in nährstoffarmen Regionen durch Artenvielfalt glänzt. Dumm ist der Bauer, der auf Monokulturen setzt. Doch alles Lernen beginnt im Kopf.

Was Not tut ist, daß ein Imanuel Kant (Kritik der reinen Vernunft und Kritik der praktischen Vernunft) und ein Georg Wilhelm Friedrich Hegel (das Einzelne und das Allgemeine) mit ihren Lehren wieder stärker ins Bewußtsein der Menschen gelangen, damit das Werkzeug, mit dem wir unsere Existenz vor allem sichern, wieder in einen brauchbaren Zustand versetzt wird.

Was hat uns Corona gebracht.

Vor allen Dingen sollten wir uns zweierlei bewußt sein:
a.) diese Erde ist eine kollektive Veranstaltung, die maßgeblich von den natürlichen Gegebenheiten bestimmt wird. Größenwahnsinnige Moguln, Wissenschaftler und Journalisten mögen sich klüger dünken als ein Virus. Dem ist so nicht!
b.) Big Data wird viele Fragen beantworten können, die Fragen, die wir zu stellen verlernt haben, nicht!

Es bleibt bei Kant und seiner begründeten Vermutung, daß der langfristige Verlauf der Geschichte nicht gesteuert werden kann. Das ist die gute Nachricht für jene, die das Grundgesetz hoch halten. Die schlechte Nachricht ist, daß wir lernen müssen, ohne Feindbilder auszukommen.

Wir befinden uns zur Zeit im Kreuzfeuer von Des-/Informationskampagnen. Der Mensch hat ein neues Spielzeug entdeckt und probiert es aus, so wie er auch die Atombombe ausprobiert hat. Man kann bessere Atombomben bauen, klügere Konzepte ihres Einsatzes entwickeln und kommt doch, sofern man einen Gedanken diesem Thema widmet (einfach mal nachdenken Frau Kramp-Karrenbauer), an der Erkenntnis nicht vorbei, daß der einzige Zweck dieser Waffe darin besteht, eine weltweite Übereinkunft darüber zu finden, diesen Planeten nicht zu zerstören.

Die Energie, die in die Entwicklung der Bombe investiert wurde, ist sofern nicht verloren, wie die Energie mit der heute Des-/Informationskampagnien geführt werden. Letzteres sollte uns zu der Erkenntnis führen, daß ein profitabler Fachidiot nicht in der Lage ist, zwischen Information und Desinformation zu unterscheiden. Daß die beiden Kriegsparteien aufrüsten, gezielt, unterschwellig und geschickt, ihre emotionalisierenden Botschaften unter’s Volk zu bringen, sollte uns bewußt sein. Wir, wo immer uns das Leben auch hingestellt haben mag, sollten jedoch nicht nur das tun, was wir vor unserem Gewissen verantworten können, wir müssen es auch tun. Wer sich nicht dem eigenen Verstande und den eigenen moralischen Grundsätzen trauend, bewegt, bleibt dumm. Dumm bleiben auch jene, die ihrem Kindermädchen, Guru, den Klicks oder der Kamera hinterherrennen.

Unsere selbst verschuldete Unmündigkeit zu verlassen steht seit mehr als 200 Jahren auf der Tagesordnung und wird dort die nächsten 200 Jahre verbleiben. Zu lernen, daß unsere Ziele nicht durch Krücken, Gegenstände, Werkzeuge zu erreichen sind, sondern in der Bildung unserer Person, d.h. in der Befähigung zu einem einträchtigen Miteinander.

In einer Welt von Mord und Totschlag, bedarf es aber des Staates, der das Recht des Einzelnen schützt und dieser Staat gewinnt seine Autorität nicht durch Absonderungen in Pressekonferenzen, sondern, indem er seinen Aufgaben, nach innen und außen hin, zum Wohle seiner Bürger nachkommt.

Es bedarf dringlichst Bildungseinrichtungen, in denen das Lernen höheren Stellenwert hat als das Erlernte.

Corona: Schält die Zwiebel!

Schön, daß sich die angelsächsischen Geheimdienste zu ihrer neuesten gegen China lancierten Presse-Kampagne bekennen. China habe verhindert, daß chinesische Ärzte das Ausland rechtzeitig über den Ernst der Corona-Pandemie unterrichten konnten.

Gut, wir wollen nicht wissen, warum die angelsächsischen Banken die deutschen Banken nicht rechtzeitig über die Primerate-Krise informiert haben.

Es stellt sich die Frage, warum die USA oder Großbritannien selbst dann noch die Gefährdung ignoriert haben, nachdem chinesische Ärzte ihre Kenntnisse in den einschlägigen, angelsächsischen, wissenschaftlichen Publikationen veröffentlicht haben.

Einem britischen Premier räumen wir gerne die Zeit ein, derer es bedarf, sich über einen neuen Sachverhalt kundig zu machen, einem chinesischen Parteichef nicht. China schützt seine gegenwärtige staatliche Verfassung in einer uns nicht nachvollziehbaren Weise. Aber auch die Stichhaltigkeit, warum sich Deutschland im Hindukusch oder jüngst in Libyen verteidigen muß, erschließt sich mir nicht.

Der Westen hat in Libyen für einen Regimechange gesorgt und was erreicht?
Der Westen hat im Irak für einen Regimechange gesorgt und was erreicht?
Wehe uns, nach einem Regimechange in China.

Man kann nicht behaupten, daß die angelsächsischen Geheimdienste bei den in Deutschland lebenden Menschen als besonders glaubwürdig eingestuft werden. Dank des überlegenen US-amerikanischen Schulsystems, ist das in den USA anders.

Präsidentschaftswahlen stehen an und ein Sündenbock für die mit der Pandemie einhergehende Wirtschaftskrise mußte gefunden werden.

Soweit dies Theater.

Bill Gates stockt nicht umsonst das Budget der WHO, der Johns-Hopkins-Universität und einiger Pharmahersteller auf. Selbstlos bietet er an, jedem Erdenbürger, der nachweisen kann gegen Corona19 immun zu sein, ein digitales Zertifikat auszustellen. Ist das der Anfang eines weiteren Punktesystems, vielleicht in der Art wie von deutschen Krankenkassen bzw. China praktiziert?

Auch das ist Theater, wenn auch für das gehobene Publikum.

Abgesehen davon, daß zur Zeit niemand wissen kann, ob der menschliche Organismus eine solche Immunisierung ausbildet, wissen wir mit Sicherheit, daß der Corona-Virus mutieren wird, was zu der Frage führt, wozu die von Merkel und Scholz zur Entwicklung eines Serums gegen Corona19 in enger Zusammenarbeit von WHO, Stiftungen d.h. Bill Gates und Regierungen deklarierten Gelder wirklich dienen?