Die Konsolidierung Preußens.

1816-1840

Die im Zuge des Befreiungskrieges mobilisierte patriotische Bewegung wird dem Bündnis mit Österreich geopfert.

Die Neuordnung des heterogenen Deutschlands wird der großen Politik untergeordnet. Österreich gelingt, es seine führende Stellung in Deutschland zu behaupten. Die  vom russischen Kaiser angeregte Heilige Allianz läßt Metternich im Sinne seiner restaurativen Absichten umschreiben.

Kaiser Alexander I. von Rußland bleibt es in Polen seine Vorstellungen von einem freiheitlichen Musterstaat zu verwirklichen. Trotz des Widerstandes in und außerhalb Rußlands hält Alexander bis zu seinem frühen Tod an Polens Verfassung fest.

Ein Aufstand in Griechenland offenbart den Anachronismus der österreichischen Restaurationspolitik. In Deutschland herrscht nicht zuletzt aufgrund des Erbes der Weimarer  Klassiker eine große Sympathie für die Aufständischen. Entgegen den eigenen Grundsätzen verhilft die Heilige Allianz den Aufständischen zum Erfolg.

Im Jahre 1830 gelingt es der liberalen Bewegung in Europa, die auf Restauration feudaler Herrlichkeit ausgelegte, Politik Metternichs entscheidendent zu schwächen. Für Preußen bedeutet dies durch ein modernes Zoll- und Finanzsystem den merkantilen Interessen seiner Liberalen, wie den Interessen des Staates, zu entsprechen.

Das noch unter König Friedrich Wilhelm III. begonnene Unternehmen zur Gründung eines Zollvereins bereitet den Weg zur Gründung eines deutschen Nationalstaates unter Führung Preußens.