Zur Neujahrsansprache des BR-Intendanten.

Ulrich Wilhelm, der Intendant des Bayerischen Rundfunks, sprach in Zeiten der Corona (31.12.20) Sätze, die sich die Journalisten seiner Anstalt und der Rest der Menschheit zu Herzen nehmen sollten:

„Es ist der konstruktive Austausch unterschiedlichster Positionen – und der gegenseitige Respekt, von dem unsere Demokratie lebt.“

Wenige Tage später (5.1.21) fand sich beim BR die Meldung:

„Stadt Nürnberg will weitere Corona-Leugner-Demo verhindern.“

Ich kenne keinen Corona-Leugner. Ich kenne nur Menschen, die die Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung des Corona-Virus infrage stellen. Daß nun viele Menschen von einer Lügenpresse sprechen können, entbehrt nicht einer gewissen Berechtigung.

Die Notiz zur „Corona-Leugner-Demo“ wurde garniert, mit einer, die Gefühle ansprechenden, Schilderung.

„Wie ein Intensivpfleger über Corona-Leugner denkt“.

Was der Intensivpfleger denkt, erwartet man somit nicht zu erfahren.

Von Journalisten, die nicht nur die Unwahrheit verbreiten, sondern auch der deutschen Sprache nicht mächtig sind, läßt sich der von Wilhelm gewünschte „konstruktive Austausch“ in „gegenseitigem Respekt“ nicht erwarten.

Zu erwarten ist eine fortschreitende Polarisierung der Meinungen.