Söder tut es, Laschet nicht.

Söder tut es, Laschet nicht. Das Ergebnis: Spahn ist positiv getestet. Es wurde eine Pandemie ausgerufen und aufgrund dessen eine Seuchenverordnung bis an die Grenzen ihrer Gültigkeit benutzt, dagegen vorzugehen. Virologen bestimmen wo es langgeht und der Mensch irrt mit und ohne Maske.

Jetzt stellen sich die Parlamentarier gegen die Verordnungspolitik, weil die Seuchenverordnung keine Verordnung ist, sondern Anlaß eines permanenten Theaters, das uns alle verunsichert, da keiner der Schauspieler weiß, wie mit dieser Verordnung die Eindämmung des Infektionsgeschehens einzudämmen ist. Das „nachlässige“ Nordrhein-Westfahlen hat auf 100 000 Menschen gerechnet weniger Infizierte, wie das „knallharte“ Bayern.

Was sagen die Ärzte zu dem Thema? Vom Menschen aus gedacht, ist nicht der Krankheitsverlauf abhängig von Behandlung und der physischen und psychischen Besonderheit des Menschen? Was wurde getan, um die Arbeit der Ärzte zu verbessern? Wurden die, während der Behandlung der an Corona erkrankten Menschen, gemachten Erfahrungen wissenschaftlich aufgearbeitet, der ganzen Ärzteschaft zugänglich gemacht? Wo bliebe die Pandemie, wenn es Dank verbesserter Heilverfahren weniger Tote gäbe? Will man überhaupt ein Ende der Pandemie?

Wo man Söder noch folgen könnte, ist seinen Bemühungen, die Auswirkungen auf die Wirtschaft und Kultur zu lindern. Doch was tut das Parlament? Die Parlamentarier suchen selbst die große Bühne, ihre Inkompetenz einem breiten zahlenden Publikum vorzuführen. Die Wirtschaft des Landes blutet aus, die Kultur liegt am Boden, einer virtuellen Realität wird in Schulen und Unternehmen das Wort geredet, weil man die Wirklichkeit nicht mehr ertragen kann.

Eine Verordnung gehört nicht ins Parlament. Parlamente beschließen Gesetze und die sind Grundlage von Verordnungen. Wo kommen wir hin, wenn der Bundespräsident ein Gesetz unterzeichnen muß, das festlegt, wer in welchem Alter, bei welchen Temperaturen und welchem Virus, wann in Mecklenburg-Vorpommern übernachten darf. So landet früher oder später die Volksvertretung komplett im Sandkasten.

Wie kann es sein, daß die Ritter der Pandemie ihren Kritikern verbieten sich zu versammeln, selbst aber einen Parteitag mit über 1000 Delegierten, plus Presse, Logistik und Personenschutz veranstalten möchten? Wie kann es sein, daß eine Ministerin die Freiheit der Wissenschaften fordert, ohne zu wissen, worin diese Freiheit besteht?

Politik und Medien haben die Sprache in einer Weise geschändet, die jegliche Kommunikation verhindert, anders kann ich mir die vollständige Losgelöstheit der Politik von den gesellschaftlichen Notwendigkeiten nicht erklären.