Thyssenkrupp

Der Nachteil des Standortes Deutschland ist die Sabotage einer jeden Industriepolitik. Industriepolitik der USA bedeutet: America first. Industriepolitik in China bedeutet, der Staat stellt die Weichen. Blackrock, Cerberos und Vanguard betreiben ihre Industriepolitik im Eigeninteresse.

Thyssenkrupp produziert u.a. den Stahl, den die deutsche Automobilindustrie benötigt und ist von daher ein Eckstein unserer Wirtschaft. Die Umstellung der energieaufwendigen Stahlherstellung ist im Hinblick auf den ökologischen Umbau der Wirtschaft eine Kernkompetenz. Diese Technik zu entwickeln bedeutet die Grundlage in unserem Land für eine zukunftsträchtige Industrie zu legen.

Das deutsche Kapital spekuliert mit den Staatshilfen für die Urlaubsbranche und hat noch nicht verstanden, daß die Urlaubsdestinationen der Arbeitslosen (15% der bayrischen Beschäftigten beziehen noch Kurzarbeitergeld) zu Fuß erreichbar sein müssen.

Thyssenkrupp wurde dank der Industriepolitik der anderen aus wichtigen Märkten verdrängt und von der deutschen Politik im Stich gelassen. Nun beabsichtigt die britische Liberty Steel (Eigentümer ist der brit. Milliardär Sanjeev Gupta ) Thyssenkrupp zu übernehmen. Wer Phantasie hat, kann sich vorstellen, warum Großbritannien mehr in der EU ausrichten kann, wenn es nicht in der EU ist.

Zu erwähnen wäre, daß Liberty Steel natürlich in China und Rußland vertreten ist, trotz Giftanschlag und Menschenrechte.

Wenn sich in Deutschland keine Investoren für die Erhaltung des Industriestandortes finden, dann muß als letzter Anker der Staat und das Land NRW herhalten. Laschet sollte nicht nur Lippenbekenntnisse abgeben sondern einmal in seinem Leben für etwas kämpfen.

Stahl kochen mit Wasserstoff. Es geht um den Stahl aber auch um die Entwicklung dieser Technologie, um den Erhalt des Wissenschaftsstandortes Deutschland.