Kamerateam bei Corona-Demo angegriffen.

Innerhalb weniger Tagen wurde in Berlin „bei einer Corona-Demo“ zum zweiten Mal ein Kamerateam angegriffen. Was hat die Polizei währenddessen getan? Einmal nicht aufpassen ist akzeptabel. Zweimal nicht aufpassen ist nicht gut.

Nun war die Demo keine Demo, d.h. nicht angemeldet. Diese Dummheit geht auf das Konto der Initiatoren dieser Demonstration: „Rechtspopulisten und Anhänger von Verschwörungstheorien“, Alkoholiker und Diabetiker mit und ohne Antikörper.

In den guten alten Zeiten meldete man eine Demonstration an und sorgte mit Ordnungskräften dafür, daß keine Ausschreitungen und Übergriffe aus den Reihen der Demonstrierenden stattfanden.

In Stuttgart demonstrierten jüngst 5000 Menschen friedlich. Wir erinnern uns, daß die Demonstrationen gegen Stuttgart 21 einen anderen Verlauf nahmen. Was hat sich da geändert?

In Berlin sorgt dagegen die Verordnungspolitik für Unordnung. Es werden Verhaltensvorschriften erlassen, die von der Maskenpflicht bis zum Abstandsgebot nicht durchgesetzt werden. Die Grenzen zwischen Recht und Unrecht werden verwischt. Die Regierenden verlieren ihre Autorität.

Noch sind wir weit von den Weimarer Verhältnissen entfernt. Damals gelang es der Regierung nicht, sich den Respekt der Bevölkerung zu erarbeiten, Dank auch einer Verfassung, die den Deutschland diktierten Friedensvertrag von Versailles zum Bestandteil haben mußte. Deutschland wurde nicht in den Völkerbund aufgenommen, vom Ausland nicht respektiert.

Einem Mann ist es zu verdanken, der Deutschland damals aus der Isolation befreite. Walter Rathenau. Rathenau wurde erschossen. Die Mörder, Rechtsradikale, zur Besinnung gekommen, begriffen später, welchem Irrsinn sie gedient haben.

Besinnen wir uns auf die Vernunft.
D.h. für Demonstranten sich an Recht und Gesetz zu halten und es wo nötig einzuklagen.
D.h. für die Polizisten, dem Recht und Gesetz zu dienen. Nicht mehr und nicht weniger.
D.h. für Journalisten ihre Beiträge, für die Demonstrierenden ihre Äußerungen nüchtern abzufassen, anstatt mit den Emotionen der Menschen zu spielen.

Heizen wir die Stimmung nicht auf, auch nicht durch eine verlogene Deeskalationsstrategie. Das Spiel mit den Menschen, ihren Emotionen könnte nicht notwendigerweise aber doch von einem Schnauzbärtigen gewonnen werden, dem es gelingt, die Klaviatur des Wahnes besser zu bedienen.