Merkel macht Politik und Söder regiert.

Nachdem der Bayrische Ministerpräsident Söder sein Konzept für die Lockerung der durch die Corona-Pandemie begründeten Einschränkungen vorgelegt hat sollten nun auch die letzten der lieb gewonnenen Vorurteile ihn, die CSU und Bayern betreffend zerplatzen können.

Es finden sich Anlässe zu denken, die CSU sei die einzige Partei, die über den notwendigen Sachverstand verfügt, ein Land zu regieren.

Die Entschiedenheit, mit denen die Restriktionen eingeführt wurden, wie auch der Respekt vor die Einschränkungen korrigierender Urteile der Justiz, die Unterstützung eines Teils der in Not geratenen Unternehmen, wie jetzt der klare Fahrplan zur Aufhebung der Restriktionen zeugen von politischem Gespür und Geschick.
Es ist kein Zufall, daß in dieser Partei das eine oder andere vernünftige Wort geäußert werden kann, bevor es Eingang in den vereinbarten oder verordneten offiziellen Sprachgebrauch gefunden hat, durch den in anderen Parteien jede Entwicklung erstickt wird.

Gut, es gibt einen Scheuer, selbst Seehofer darf sich äußern aber es gibt auch einen Peter Gauweiler, den ehemalige CSU-Vize, der jüngst wieder vor dem Bundesverfassungsgericht dafür gesorgt hat, daß die Instrumentalisierung der EZB durch die Politik ein Stück weit erschwert wird.

Die CSU ist gut beraten keine Politik zu machen, sondern gut zu regieren. Politiker wie Seehofer oder Scheuer werden sich wohl in die Politik flüchten müssen, um das Chaos, das sie angerichtet haben einigermaßen aufrecht gehend zu hinterlassen.

Die CSU besitzt das Potential am Leben zu bleiben, wenn sie auf den Sachverstand ihrer Mitglieder setzt und die Menschen nicht als Stimmvieh mißachtet. Das Wohlergehen der Menschen eines Landes ist Zweck einer guten Regierung, Gründe zu benennen, warum man genötigt ist, dem nicht zu folgen, ist Politik.