Die Morde von Hanau.

Menschen, die ihrem Leben ein Ende setzen nicht ohne vorher andere Menschen zu ermorden, fallen heute vom Himmel.
Aus der Perspektive der „Besserverdienenden“, wie aus der Perspektive der Mörder bzw. Selbstmörder sind es Versager.
Letztere möchten diesem Urteil jedoch entgehen, indem sie sich zum Herren über das Leben anderer aufschwingen. Der Mörder kaschiert seine persönliche Katastrophe, mithilfe eines politischen Etikettes, das er sich umhängt.
Diese nie zur Existenz gelangte Person des Mörders, bekommt dieselbe durch Bundesgeneralstaatsanwalt und Politiker abgesprochen. Der Mensch selbst spielt keine Rolle, sondern abstracta, sprich Hirngespinste: Rechtsradikale, FakeNews, Haßkommentare im Internet, Verschwörungstheoretiker…, eben alles was den Mörder als Produkt eines imaginären Influenzers erscheinen läßt, die man dann mit allen Mitteln bekämpfen kann. Ein toter Mörder läßt sich nun mal nicht mehr hängen.

Also kümmert sich die Politik nicht mehr um die Menschen, sondern um abstrakte Konstrukte, was dem Menschen nicht wirklich nutzen kann. Was ist wichtig im Leben? Die Nächstenliebe, hat früher jemand gesagt. Derselbe achtete den Geringsten in der Gesellschaft. Man soll sogar von einem Papst gehört haben, der Verbrechern die Füße gewaschen hat.

Wie entstehen Aggressionen, die wichtig wären unsere Gesellschaft nach vorne zu entwickeln, die sich aufgrund sozialer Ausgrenzung jedoch nur noch in zerstörerischer Weise entladen können? Eine Couch und Kartoffelchips genügen nicht, um alle Antriebe im Menschen zu ersticken und das erst recht nicht, wenn man mit diesem Bild, die betreffenden Menschen stigmatisiert, um die Hamster in ihren Laufrädern am Rennen zu halten.

Ein Mensch bedarf einer Arbeit, die ihm gesellschaftliche Anerkennung und die Zufriedenheit vermittelt, für die Entwicklung der Gesellschaft einen wertvollen Beitrag zu leisten. Arbeit ist aber heute ganz anders organisiert. Wer profitiert? Wieso wurden Vermögen in wenigen Händen konzentriert, mit denen man alle Güter dieser Erde mehrmals kaufen könnte, wären sie denn vorhanden? Die Gesellschaft profitiert immer weniger.
Der See in dem der Fisch schwimmt, wird trockengelegt, will meinen, die Umwelt in der ein Mensch seine Persönlichkeit entfalten kann, wird zerstört.

Daß sich der Geringste, der Mörder von Hanau ausgerechnet die sogenannte Supermacht USA zum Gegner gewählt hat, liefert ein Spiegelbild der heute gängigen politischen Muster.

Nicht nur der Mörder von Hanau war verrückt. Auch die Politik hat ihr Aufgabenfeld ins Absurde verrückt.

Generell gilt: Handelt konstruktiv, handelt konkret, handelt im Rahmen Eurer Möglichkeiten und liebt Euren Nächsten.

Nachtrag:

Wie sich herausstellte litt der Attentäter von Hanau an einer Psychose. Dank der Bemühungen eines gewissen Jens Spahn (CDU) werden die Hürden für die Behandlung psychisch Erkrankter mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) erhöht. In einem nächsten Schritt will Spahn die Basis zur Ausbildung von Psychotherapeuten auf das Hoschschulstudium der Psychologie einengen.

Wer also etwas dagegen unternehmen möchte, daß sein unauffälliger, freundlich grüßender Nachbar (wie der Attentäter von Hanau einer gewesen sein soll) ihn eines Tages über den Haufen schießt, der demonstriere zuvorderst nicht gegen eine Ideologie, die wir in Deutschland der Kohle- und Stahlindustrie zu verdanken haben, sondern sorge zunächst dafür, daß der Mensch eine dem Menschen entsprechende Umgebung erhält.

Das gilt auch und besonders für die Zustände an den Universitäten und Schulen. Das Anliegen dieser Einrichtungen ist schon längst nicht mehr in der Befähigung eines Menschen zum eigenständigen Erkennen, Denken, Entscheiden und Handeln gelegen, sondern es beschränkt sich auf den Wissenstransfer im Zeichen der Karotte.

Wer weiterhin Gespenster jagt, und gemäß den Regeln der modernen Propaganda sein Ansehen dadurch zu steigern sucht, daß er die einmal erfolgreich geschlagene Kerbe im Holze des Astes auf dem er sitzt vertieft, wird dereinst mit der Härte des Bodens der Realität schmerzlich in Berührung kommen müssen.