Mord versus Töten.

Morden ist nach Duden im deutschen Sprachgebrauch ein Synonym für töten. Wir haben in Deutschland keine Todesstrafe, d.h. in unserer Kultur sollte dem schlimmsten Verbrecher das Leben nicht genommen werden, nicht, weil Fehlurteile möglich wären, sondern weil das Leben heilig ist. Das meint: Das Leben auf diesem Planeten ist kein Menschenwerk.

Was will man also damit bezwecken einem einzigen Sachverhalt zwei unterschiedliche Begriffe zuzuordnen? Soll das Morden eine zu akzeptierende Praxis der Politik werden, wenn man es Töten nennt?

Was kann der Grund dafür sein, daß Schreiberlinge sich bemüßigt sehen, diesen Irrsinn zu verteidigen? Selbstverleugnung oder Dummheit!

Letztlich wird durch die geübte Sprachakrobatik der Blick auf die Wirklichkeit verstellt. Diese unsere Welt ist immer weniger in der Lage sich in einer Weise zu organisieren, um Recht und Gesetz Gültigkeit zu verschaffen. Sprachpanscherei ist kontraindiziert.